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Natursteine aus der Region für Hochhaus in New York

Franken-Schotter lieferte Fassaden-Elemente für einen 308 Meter hohen Wolkenkratzer - 20.07.2018 06:04 Uhr

Blitzblank poliert sind die Fenster des 308 Meter hohen Wolkenkratzers „35 Hudson Yards“ in New York. Die trennenden Fassadenelemente aus Naturstein hat Franken-Schotter aus dem Steinbruch Kaldorf in die Metropole am Hudson River gebracht. © Franken-Schotter


Die Hudson Yards sind das neue Herz von New York am Westrand von Manhattan und eines der größten privaten Bauvorhaben in der Geschichte der USA. Einer von sechs Wolkenkratzern ist das Gebäude „35 Hudson Yards“, der als Hotel- und Wohnturm dienen soll, gestaltet von den Architekturbüros David Childs und Skidmore Owings & Merrill.

Die Fassade des 308 Meter hohen Gebäudes ist als Vorhangfassade aus Glas und dreidimensionalen Naturstein-Elementen gestaltet. „Aufgrund seiner einzigartigen Ästhetik sowie seiner hervorragenden technischen Eigenschaften wurde Jura Kalkstein aus dem Steinbruch Kaldorf der Firma Franken-Schotter als Naturstein ausgewählt“, heißt es in einer Mitteilung. Insgesamt umfassten die Leistungen von Franken-Schotter das Design der Elemente, die Natursteingewinnung, sowie die Fertigung und Montage der Elemente im Werk.

Ende Juni wurden wie geplant die letzten der etwa 25.000 Elemente vom Franken-Schotter-Werk in Petersbuch ausgeliefert. Mit moderner Fünf-Achs-CNC-Fertigung wurden die aus zwei bis fünf Einzelsteinen bestehenden 3D-Elemente gefertigt. Alle Sichtkanten sind zudem mittels neuartiger Robotertechnik geschliffen, um ein einheitliches Schliffbild zu erhalten.

Das hat bei den Amerikanern wohl Eindruck hinterlassen. „Danke für die geleistete Arbeit. Es war eine tolle Erfahrung mit Franken-Schotter zusammenzuarbeiten und wir hoffen, dass wir in Zukunft weitere Projekte miteinander realisieren können“, sagte Michael Budd, Generalunternehmer Fassade von „35 Hudson Yards“.

Das Gebäude soll 2019 fertiggestellt werden und eine LEED-Auszeichnung für ressourcenschonendes Bauen in Gold erhalten (zweitbeste Stufe), wobei die Umwelteigenschaften des Jura-Kalksteins, zertifiziert in eigenen Umweltprodukt-Deklarationen, eine nicht unwesentliche Rolle spielen.

Torsten Zech, Geschäftsführer Franken-Schotter, ist stolz auf die positiven Rückmeldungen von den Bauherren: „Einmal mehr konnten wir zeigen, welche spektakulären Bauten mit Naturstein möglich sind und dass unserem hervorragenden Team kein Projekt zu anspruchsvoll oder zu groß ist.“

Ein Stück Altmühltal in New York: Franken-Schotter-Mitarbeiter mit den Fassadenelementen aus Naturstein. © Franken-Schotter


Mit Projektkunden in mehr als 50 Ländern der Welt und einer kompletten Wertschöpfungskette innerhalb der Bundesrepublik ist Franken-Schotter Deutschlands führendes Naturstein-Unternehmen. Von der Natursteingewinnung in eigenen Steinbrüchen und hochautomatisierter Fertigung bis hin zur BIM-Planung werden kundenspezifische Produkte in mehreren eigenen Werken gefertigt.

Der englische Begriff BIM beschreibt eine Methode der optimierten Planung, Ausführung und Bewirtschaftung von Gebäuden und anderen Bauwerken mit Hilfe von Software. So können alle am Bau Beteiligten das fertige Projekt schon in der Planungsphase virtuell begehen und schnell modifizieren.

Um in diesem Feld besser aufgestellt zu sein, hat Franken-Schotter zum 1. Juli im Rahmen eines Betriebsübergangs die Firma Pronag Projektmanagement Bau & Naturwerksteingesellschaft aus Dresden inklusive deren Mitarbeiter übernommen.

Die Pronag hat sich seit ihrem Bestehen zum führenden deutschen BIM-Planungsbüro für Naturstein-Arbeiten entwickelt. „Mit der Übernahme stellen wir uns dem Megatrend Building Information Modeling (BIM), der die Baubranche in den nächsten Jahren grundlegend und nachhaltig verändern wird“, so Torsten Zech. Vor allem im angelsächsischen Raum, etwa beim Wolkenkratzer-Projekt, wird diese Art der Planung bereits intensiv nachgefragt.

Auch nach der Übernahme bleibt die Marke Pronag erhalten, die Mitarbeiter werden ihre Tätigkeit vom Standort Dresden aus verrichten. Über den Kaufpreis haben beide Firmen Stillschweigen vereinbart.

pm

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