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Neue Schilder und Strecken für die Heumödern-Trails

Förderung über das Programm integrierte ländliche Entwicklung - 09.06.2020 05:56 Uhr

Die Heumödern-Trails am Treuchtlinger Skilift haben sich zu einer Anlaufstelle für Mountainbiker aus Nah und Fern entwickelt. Die Strecken sollen nun verbessert werden, ebenso die Beschilderung (unser Foto). © Foto: Benjamin Huck


Die Gemeinden Treuchtlingen, Pappenheim und Solnhofen haben sich zusammengeschlossen, um im Rahmen der integrierten ländlichen Entwicklung ein gemeinsames Mountainbike-Streckennetz auf ihrem Gebiet zu schaffen. Das war ein Thema bei den jüngsten Treuchtlinger Stadtratssitzung, denn die Kommune muss sich hier auch finanziell beteiligen.

Federführend ist dabei die Gemeinde Solnhofen. Ziel ist es, eine Grundlage für eine langfristige Betreibung der entstehenden Mountainbike-Trails zu erarbeiten und diese dann auch gemeinsam zu vermarkten. Ein weiteres Ziel: Eine schonende Nutzung der Natur sowie die Vermeidung von Konflikten, etwa zwischen Wanderern und Radfahrern.

Das ist auch die Idee hinter den Heumödern-Trails, die seit vergangenem Jahr rund um den ehemaligen Waldgasthof im Treuchtlinger Heumöderntal vermarktet werden. In Zusammenarbeit mit der Unteren Naturschutzbehörde sind dort mehrere Strecken für Mountainbiker entstanden, die teils entkoppelt von den normalen Wanderwegen verlaufen.

Robert Rieger von den Heumödern-Trails stellte sein Projekt den neuen Mitgliedern des Stadtrats vor. Etwa 70 000 Euro habe sein dafür gegründetes Unternehmen bereits in die Hand genommen, um die Strecken zu bauen und den Betrieb auch zu versichern. Im vergangenen Jahr, von April bis Dezember, waren etwa 8000 Besucher in der Talstation zu Gast, manche sogar aus bis zu 150 Kilometer Entfernung. Dazu trägt wohl auch die Berichterstattung in einschlägigen Freizeitmagazinen bei. Im laufenden Jahr sollen an die 15 000 Menschen vorbeikommen – viele Einheimische nicht mitgezählt.

Verschiedene Schwierigkeitsgrade

Das Konzept der Trails ist dabei eng mit den Skiabfahrtsrouten verwandt, deren Schwierigkeit mit blau (leicht) über rot bis schwarz (schwierig) markiert sind. Bei den Mountainbike-Routen kommen außerdem die grünen Strecken hinzu, die noch leichter sind.

Die Treuchtlinger Strecke hat sich mittlerweile auch zum Ausbildungsstandort für die Deutsche Initiative Mountainbike entwickelt, dem größten Interessenverband für diesen Sport in der Bundesrepublik. Auch der Leistungskader der Nürnberger Bertolt-Brecht-Schule, einer "Eliteschule des Sports", sowie der Münchner MTB-Club trainieren dort – etwa um eine Alpenüberquerung zu üben, berichtet Rieger. Die Trails sollen nachhaltig gestaltet werden: Sicherheit, Erosionsschutz und die Qualität sind ein Thema.

Bislang bestehen die Wegweiser aus einlaminierten Schildchen, diese sollen durch die Förderung nun professioneller aussehen, außerdem soll es weitere Hinweistafeln mit Karten geben. "Das Mountainbike-Tourismusforum hat das Beschilderungssystem geprüft und für gut befunden, es könnte deutschlandweit vermarktet werden", so Rieger. Ihm ist auch die Lenkung der Besucherströme wichtig: "Wir wollen nicht die Situation wie beim Skifahren, wo die Uhlbergstraße zugeparkt wird." So sollen die Menschen an anderen Orten in der Stadt starten, wofür dann auch eine Beschilderung notwendig ist.

Für das gemeinsame Mountainbike-Streckennetz wird Treuchtlingen etwa 8200 Euro bezahlen müssen. Die Qualitätsverbesserung der Heumödern-Trails schlägt mit rund 6200 Euro zu Buche, dazu kommen gut 400 Euro für die Beschilderung der Strecken. Die Eigenanteile werden durch Einsparungen im Bereich Tourismus finanziert.

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