Platz für Kunst: Am Treuchtlinger Skateplatz gibt es jetzt Graffitiwände

2.6.2021, 06:01 Uhr
Bei der Vorstellung des Projekts Graffitiwände für die Jugend (von links): Jugendsozialarbeiter Martin Bruhn, Tanja Zeiner, Friedrich Engelhard von der Firma Hirschmann, Bürgermeisterin Dr. Dr. Kristina Becker, Tim Schelenz, Kajetan Planötscher und Alexander Hammel vom Rotaract Club Weißenburg, Kathrin Baum-Grimm von den Jungen Gemeindebürgern und Künstler Carlos Lorente.

Bei der Vorstellung des Projekts Graffitiwände für die Jugend (von links): Jugendsozialarbeiter Martin Bruhn, Tanja Zeiner, Friedrich Engelhard von der Firma Hirschmann, Bürgermeisterin Dr. Dr. Kristina Becker, Tim Schelenz, Kajetan Planötscher und Alexander Hammel vom Rotaract Club Weißenburg, Kathrin Baum-Grimm von den Jungen Gemeindebürgern und Künstler Carlos Lorente. © Foto: Stadt Treuchtlingen, Marina Stoll

An der Skaterbahn in der Kanalstraße sind Grafittiwände für die Jugend entstanden. Auf Initiative des Jugendrats und mit der Unterstützung der Jungen Gemeindebürger hat man sich in Treuchtlingen im vergangenen Jahr mit dem Thema Grafitti beziehungsweise Streetart beschäftigt. Es entstand die Idee, den Jugendlichen Flächen für Grafitti-Kunstwerke zur Verfügung zu stellen, auf denen Bemalen erlaubt ist.

Erster Workshop schon 2020

Ein erster Workshop für Jugendliche zum Schnuppern hat bereits im vergangenen Jahr stattgefunden. Angeleitet wurden die Jugendlichen von Carlos Lorente von der "Style Scouts Graffiti Akademie" in Nürnberg. Die Werke aus dem Workshop können im Rathaus bewundert werden.


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Von den kleinen Leinwänden soll es jetzt auf die größeren Betonplatten an der Skaterbahn gehen. Direkt an den Parkplätzen an der Kanalstraße stehen die vier Blöcke. Die nötigen Vorarbeiten wurden von Jugendsozialarbeiter Martin Bruhn und seinen "JUZ-Kids" mit Unterstützung des städtischen Bauhofs geleistet.

Teamwork für die Jugend

Beim Fundament ausbaggern und beim Aufstellen waren größere Fahrzeuge nötig. Den Bagger hat die Firma Landtechnikvertrieb Kamm aus Weißenburg zur Verfügung gestellt. Das Ausbaggern selbst hat Tim Schelenz, Stadtratsmitglied und Referent für Jugend, übernommen. Zum Aufstellen der Betonplatten hat das Bauunternehmen Hirschmann aus Treuchtlingen den Kran samt Fahrer beigesteuert.

Das gemütliche Faultier ist eines der Kunstwerke aus dem ersten Workshop.

Das gemütliche Faultier ist eines der Kunstwerke aus dem ersten Workshop. © Foto: Stadt Treuchtlingen, Marina Stoll

Außerdem hat dieses die benötigten L-Steine der Stadt Treuchtlingen zu einem Freundschaftspreis überlassen.

Ebenfalls finanziell unterstützt hat das Projekt der Rotaract Club Weißenburg, die Jugendorganisation des Rotary Clubs, mit 1000 Euro.

Bürgermeisterin Dr. Dr. Kristina Becker bedankte sich bei allen ehrenamtlichen Helfern und Unterstützern sowie Sponsoren des Projekts.

Ein Aktionstag soll folgen

Tanja Zeiner, Schulpsychologin beim Schulamt in Weißenburg und stellvertretende Vorsitzende des Vereins "Präventionswegweiser", betonte vor Ort, wie wichtig es sei, gerade jetzt in Zeiten von Corona den Jugendlichen eine sinnvolle, aktive Beschäftigungsmöglichkeit zu bieten.


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Hierauf zielt auch ein geplanter Aktionstag ab, der – wenn es Corona zulässt – für 19. Juni geplant ist. Mehrere dezentrale Aktionsangebote in Treuchtlingen, Weißenburg und Gunzenhausen sollen den Jugendlichen eine schöne und vor allem aktive Zeit bescheren.

Der zweite Workshop an den neuen Grafittiwänden soll Teil des Aktionstages sein. Grafittikünstler Carlos Lorente empfindet die Fläche als perfekt für Anfänger, um sich auszuprobieren und das bereits im ersten Workshop Erlernte umzusetzen.

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