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Schnell und modern unterwegs: Bahn testet in Treuchtlingen

Die DB Regio erprobt zwischen Treuchtlingen und München neue Skoda-Fahrzeuge - 27.11.2020 06:04 Uhr

So sehen sie aus, die neuen Skoda-Regionalzüge, die ab dem Fahrplanwechsel Mitte Dezember auch auf der neu benannten Linie RE 1 zwischen Nürnberg, Treuchtlingen und München verkehren sollen.

26.11.2020 © DB Regio


Die neuen Skoda-Regionalzüge haben laut Bahn 676 statt bisher 413 Sitzplätze, mehr Stellplätze für Fahrräder und sind rollstuhlgerecht eingerichtet. Die Einstiege sind dank breiter Schiebetüren ebenfalls barrierefrei. Eingesetzt werden sie für den "München-Nürnberg-Express" (RE 1) – anfangs nur ein Fahrzeug pro Tag, im Laufe des Jahres 2021 dann nach und nach für alle Verbindungen des RE 1. Damit einher gehen nach Angaben von DB Regio zwei neue umsteigefreie Schnellverbindungen zwischen Nürnberg und München: eine mit Abfahrt morgens um 6.05 Uhr in Nürnberg-Hauptbahnhof und eine mit Abfahrt am Nachmittag um 16.22 Uhr in München-Hauptbahnhof.

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"Wir freuen uns sehr, dass die neuen Skoda nun endlich zum Einsatz kommen", erklärt Hansrüdiger Fritz, Vorsitzender der Regionalleitung von DB Regio Bayern. Der Zulassungsprozess habe sich "leider als sehr komplex erwiesen", wodurch sich der Starttermin mehrfach verzögert habe. "Wir hatten dabei immer unsere Kunden im Blick, deswegen war uns vor allem immer wichtig, am Ende ein funktionierendes, verlässliches Produkt auf die Schiene zu bringen", so Fritz. DB Regio arbeite mit dem Hersteller kontinuierlich weiter an der Optimierung der Züge.

Zusätzliche Verbindungen

Auch im Allgäu rollt DB Regio Bayern demnächst mit einer neuen Fahrzeugflotte an. Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) hat dafür fast 80 Fahrzeuge neu bestellt oder runderneuert. Und bei der S-Bahn in Nürnberg fahren bereits seit Juni dieses Jahres die ersten Fahrzeuge der Baureihe 1440 Coradia Continental des Herstellers Alstom. Ab dem Fahrplanwechsel ist dann die komplette neue Flotte von 27 Fahrzeugen auf den Linien S 1 und S 5 im Einsatz. Zusammen mit den bewährten Zügen der Baureihe ET 442 auf den übrigen Linien verkehren dann im gesamten Nürnberger S-Bahnnetz nur noch moderne elektrische Züge.

Zusätzliche Verbindungen, die die Altmühlstadt betreffen, gibt es außerdem im "Ringzug West". Dort kommen zwischen Augsburg und Treuchtlingen künftig am Samstagnachmittag zwei und sonntags stets sechs Zugpaare hinzu.

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Mit dem Fahrplanwechsel führt die BEG schließlich landesweit auch neue Linienbezeichnungen im Regionalverkehr ein. Die neuen Nummern setzen sich aus der Produktbezeichnung sowie einer höchstens zweistelligen Liniennummer zusammen. Dabei stehen beispielsweise "RE" für Regionalexpress, "RB" für Regionalbahn und "S" für S-Bahn. Lange Nummern für einzelne Zugfahrten wie etwa "RE 59401" werden durch prägnantere Linienbezeichnungen wie "RE 1" ersetzt. Auch die Kürzel einzelner Streckenbetreiber wie ALX, BRB oder EB entfallen größtenteils (mehr dazu unter beg.bahnland-bayern.de/ de/pressemitteilungen).

tk/psh E-Mail

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