Freitag, 16.04.2021

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Schon wieder: Ärger um Mobilfunkmast bei Windischhausen

Diskussionen über die Höhe des Mastes fanden im Bauausschuss statt - 24.02.2021 06:01 Uhr

Die aktuellen Planungen für einen Mobilfunkmast, der Windischhausen künftig versorgen soll, stagnieren nun erneut. Das Thema steht daher auch noch einmal in der morgigen Stadtratssitzung auf der Tagesordnung.

23.02.2021 © Foto: Lidia Piechulek


Gut fünf Jahre hat es gedauert, bis Kommune, Bürger und Anbieter einen tragbaren Standort für einen Mobilfunkmast nahe Auernheim gefunden hatten. Die Versorgung von Windischhausen samt dem dahinter liegenden Rohrachtal könnte nun deutlich schneller gehen – lediglich die Höhe des Funkturms verhinderte in der jüngsten Sitzung des Treuchtlinger Bauausschusses eine sofortige Entscheidung.

Spontane Mitteilung von O2 sorgte für Ärger

Als Standort für den neuen Mast hat die Stadtverwaltung laut Bauamtsmitarbeiterin Silke Schebitz einvernehmlich mit Investor, Dorfbewohnern und Förster ein städtisches Grundstück auf einer Waldlichtung am südlichen Hang des Rohrachtals gut einen Kilometer westlich des Dorfs ins Auge gefasst. Oberhalb der Staatsstraße auf halbem Weg nach Rohrach sollte dort dem Beschlussvorschlag zufolge ein rund 45 Meter hoher Sendemast entstehen, den drei Mobilfunkanbieter gemeinsam nutzen möchten.


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Zufahrt und Stromversorgung wären entlang eines bestehenden Waldwegs gewährleistet, Bäume müssten für den Bau voraussichtlich keine gefällt werden, heißt es in der Vorlage. Das Problem: Am Tag der Ausschusssitzung gab die Firma Telefonica Deutschland (O2) als potenzieller Betreiber der Stadt zu verstehen, dass der Mast statt der geplanten 45 Meter rund 60 Meter hoch sein müsse, um per Richtfunk das gesamte hintere Rohrachtal versorgen zu können.

Das ließ Windischhausens Ortssprecher und zweiten Bürgermeister Hans König (TBL) seine ursprüngliche Unterstützung überdenken. Er wolle die Entscheidung zurückstellen und dem Ortsausschuss sowie den Bürgern "diese massive Erhöhung nochmals mitteilen", so König – was der Ausschuss letztlich auch billigte. Gegebenenfalls sei unter diesen Umständen ein Standort auf der anderen Seite des Rohrachtals zu bevorzugen, wo der Funkmast vom Dorf aus weniger sichtbar wäre. Dem schloss sich Klaus Fackler (UFW) an. Er plädiere dafür, "das geografische Potenzial auszuschöpfen, damit der Mast nicht zu zwei Dritteln aus den Bäumen herausschaut".

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Bauamtsmitarbeiterin Schebitz hielt dem allerdings entgegen, dass der Betreiber die möglichen Standorte rund um Windischhausen mit Blick auf die Mobilfunkabdeckung eingehend abgeklopft habe. Eine Alternative sei "vermutlich schwierig zu finden". Im morgigen Stadtrat landet das Thema erneut auf der Agenda, ob sich dann allerdings die Mehrheit für den Standort ausspricht, bleibt abzuwarten.

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