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Sekt und Sauna: Bauarbeiten in der Altmühltherme im Endspurt

Bauarbeiten auf Zielgeraden - Konzepte sollen alte Gäste halten und neue locken - 15.11.2019 12:38 Uhr

Gerüste, Baulärm und Staub herrschen aktuell noch im Thermalbereich der Treuchtlinger Altmühltherme vor. Bald sollen die Gäste hier wieder Entspannung und Ruhe finden. © Benjamin Huck


Das erwartet die Gäste in Therme und Sauna:

Mineraltherapie

Im Bewegungsbad soll es stündlich wechselnde Angebote geben. So sollen Kurgäste durch Gymnastik im Heilwasser wieder fit werden. Außerdem sollen die Besucher direkt in Kontakt mit den Mineralien kommen: Im Wasser badend, erhalten sie eine Mischung aus Calcium, Kalium, Magnesium und Lithium in die Hand. Die Mineralien sollen für angenehme Wärme am Körper sorgen und Beschwerden lindern. Außerhalb des Beckens gibt es einen Barfußpfad mit Wanne, um den Füßen Entspannung zu verschaffen.

Ruhe und Entspannung

Menschen reden und Wasser plätschert – diese Geräuschkulisse sollen künftig etwa 2400 kleine Schaumstoffzylinder reduzieren, die über dem oberen Thermalbecken wie eine Wolke schweben, so die Vorstellung der Architekten. Das macht die Halle zwar optisch ein bisschen kleiner, soll aber für eine angenehme Atmosphäre sorgen. Ganz werden die Geräusche allerdings nicht ausbleiben, sagt Thermenchef Ulrich Schumann. Deshalb gibt es auch einen Ruheraum mit 30 Liegeplätzen zum Entspannen. An der Decke sind spezielle Lampen für die Lichttherapie angebracht. Den Bereich gab es zwar auch bisher schon, allerdings hatten dort nur sechs Personen Platz.

Cocktailbar im Wasser

Liebespaare müssen nun ganz stark sein: Die einstige "Duftgrotte" im oberen Becken ist Geschichte. Durch den Einsatz bestimmter Aromen sollte sie für ein gutes Gefühl und Entspannung sorgen, so Schumann. Doch das Geräusch des Wassers drumherum habe nicht wirklich zum Verweilen eingeladen – außer eben ein paar Liebespaare, die ungestört sein konnten. Und der Duft habe sich auch schnell verflüchtigt.

Runder Tresen mit Brücke: Hier entsteht die neue Wasser-Cocktailbar der Treuchtlinger Altmühltherme. © Benjamin Huck


Alternativ befindet sich nun an der Stelle der Grotte eine Bar. So können die Badegäste im Wasser bleiben und sich trotzdem Cocktails oder Bier bestellen, um diese am Tresen zu genießen. Die Thermenmitarbeiter kommen indes trockenen Fußes über eine Brücke an ihren ebenfalls trockenen Arbeitsplatz an der Bar.

Die Altmühltherme möchte damit gezielt jüngere Gäste ansprechen. "Der typische Thermenbesucher verlässt uns gegen 17 Uhr, wir wollen hier ein Angebot für Berufstätige schaffen, die ihren Feierabend ausklingen lassen wollen", beschreibt Ulrich Schumann die Idee. Zum Besäufnis soll das natürlich nicht ausarten, der Genuss und das Verwöhnen stehen im Vordergrund.

Essen und Trinken

Ganz neu gestaltet wurde die Gastronomie. Sie ist künftig nur noch Thermenbesuchern zugänglich, externe Gäste gibt es nicht mehr. Die Bewirtung übernimmt die Familie Gebel aus Neuburg/Donau, die im dortigen Bad bereits für die Gäste kocht. Das Restaurant werde zu 80 Prozent der Thermenöffnungszeiten Speisen und Getränke verkaufen, wobei Wert auf ein gesundes Angebot gelegt werde, etwa auf Salat, Ofenkartoffeln und Fisch, erklärt Schumann. "Doch auch die Klassiker wie Pommes, Bratwürste und Schnitzel dürfen nicht fehlen."

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Altmühltherme: Endspurt in Thermalbad und Sauna

Bis zum Jahresende sollen die Bauarbeiten in der Treuchtlinger Altmühltherme abgeschlossen sein. Im Laufe des ersten Quartals 2020 sollen die Gäste dann wieder in der Therme baden und in der Sauna schwitzen können.


Gut 50 Sitzplätze gibt es für die Badegäste, die über einen Durchgang auch aus dem Familienbad kommen können. Das Essen wird mit einem Armband bezahlt, das mit einem Guthaben "aufgeladen" werden kann. Zudem gibt es eine Nische mit zehn Plätzen, an denen Besucher ihre mitgebrachte Brotzeit essen können.

Sauna und Dampfbad

Ebenfalls im Obergeschoss ist der dritte große Bereich der Altmühltherme untergebracht: die Sauna. Für Familien- und Freizeitbad, Thermalbecken und Sauna ist jeweils gesondert Eintritt zu bezahlen. Allerdings ist ein spontaner Übergang möglich – dafür müssen die Gäste dann ein Ticket nachlösen.

Mit den zwölf Aposteln in der Sauna der Altmühltherme: Bis zu 70 Gäste haben in einer der Kabinen Platz, die in vier Temperaturzonen unterteilt ist. © Benjamin Huck


In der Saunazone gibt es dasselbe Speisenangebot wie im Bad, die Besucher müssen dort einen Bademantel tragen. "Wir sind kein FKK-Betrieb, aber in der Sauna ist man natürlich in bestimmten Bereichen nackt", sagt Schumann. Intimität vor Blicken von außen wird durch Lamellen an den Fenstern garantiert.

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Neben einem Dampfbad gibt es im Obergeschoss drei Saunakabinen. Eine "Großsauna" bietet auf vier Ebenen Platz für bis zu 70 Personen, neben der Normaltemperatur von 90 Grad gibt es Bereiche mit 100, 80 und 60 Grad – inklusive Blick auf die Zwölf Apostel (als Foto) oder auf die Altmühl. Die Niedrigtemperatursauna wird auf 70 Grad geheizt.


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Dazu kommt der Sauna-Schienenbus im Außenbereich. Ihn erreichen die Besucher über eine Terrasse, auf der weitere Liegestühle stehen. Der "Saunagarten" reicht bis ans Altmühlufer, wofür einige Pflanzen weichen mussten und neue Bäume gesetzt werden. Gleiches gilt fürs Außenbecken der Therme, das stärker in die Natur einbezogen werden soll.

Wie geht es weiter?

Die Bauarbeiten sollen noch dieses Jahr zu Ende gehen, laut Thermenchef Schumann ist alles im Zeitplan. Es habe auch keine bösen Überraschungen mit der Bausubstanz gegeben, wie es im Familien- und Freizeitbad der Fall war. Im Januar steht dann die Abnahme der Technik an, etwa für den Brandschutz. Geben die Prüfer grünes Licht, kommt das Heilwasser wieder ins Becken und weitere Tests werden durchgeführt. Wenn alles glatt läuft, könnte die Therme dann im ersten Quartal wieder ihre Türen öffnen, gibt sich Betriebsleiter Schumann optimistisch.

 

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