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Störche bauen aktuell einen Nistplatz in Treuchtlingen

Sie haben sich auf einer abgesägten Blautanne niedergelassen - 21.04.2021 14:57 Uhr

Zwei Weißstörche richten sich seit dem Wochenanfang auf einer Blautanne in der Hahnenkammstraße häuslich ein.

21.04.2021 © Foto: Lidia Piechulek


Direkt gegenüber des Kindergartens in der Hahnenkammstraße wird derzeit emsig gebaut. Ein Storchenpaar hat sich dort, zehn bis 15 Meter über der Erde, auf der abgesägten Spitze einer Blautanne niedergelassen, und richtet augenscheinlich ein Nest ein.


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Die Blautanne wurde erst im Dezember abgesägt und befindet sich im Garten eines Einfamilienhauses. Im Gespräch mit der Zeitung zeigte sich die Besitzerin begeistert über den möglicherweise dauerhaften Einzug der Weißstörche.

Kommt heuer Nachwuchs?

Zuerst beobachtet wurden die Vögel am Montag; Seither sind die Anwohner in der Hahnenkammstraße geradezu aus dem Häuschen: "Sie klappern und lieben sich und es ist beeindruckend, wenn sie starten und landen", schrieb eine Beobachterin dem Treuchtlinger Kurier. Ob die Treuchtlinger Störche ihren neuen Standort mögen und tatsächlich nisten werden, zeigt sich wohl in den nächsten Wochen.


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Grundsätzlich liegt das Paar noch gut im Zeitplan, verrät die Storch-Expertin Oda Wieding vom Landesbund für Vogelschutz (LBV). In maximal zehn Tagen könnten es die Weißstörche demnach schaffen, ein Nest zu bauen. Ein Indiz für die Brut wäre es dann, wenn einer der Vögel dauerhaft im Nest ist, und darin die meiste Zeit sitzend zubringt. Dann könnte es in der Kernstadt, rechnerisch Ende Mai oder Anfang Juni, Weißstorch-Nachwuchs geben.

Gute Voraussetzungen

Im benachbarten Wettelsheim nisten Störche schon seit gut sieben Jahren (auf der Schornsteinspitze der Brauerei Strauß). Da Störche nistplatztreu und territorial sind, ist es grundsätzlich gut, wenn es nur ein Storchennest pro Dorf gibt, so die LBV-Expertin.

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Treuchtlinger, die über ein Fernglas verfügen und im besten Fall über eine professionelle Kamera, bittet die Expertin nun um Mithilfe: Über eine Nahaufnahme der Störche könnte man bestimmen, woher die Störche ursprünglich stammen und wie alt diese sind. Drohnenaufnahmen sind aber strengstens verboten und würden die Vögel gefährden. Geeignete Bildaufnahmen kann man an weissstorch@lbv.de oder an die Redaktion senden, sie werden dann weitergeleitet.

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