Montag, 12.04.2021

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Straße nach Haag: Schluss mit der Hoppelei?

Bauausschuss lässt zeitnah drei Sanierungsvarianten prüfen - 22.07.2018 06:05 Uhr

Die Gemeindeverbindungsstraße nach Haag war schon des öfteren auch Thema in den Haager Bürgerversammlungen.

20.07.2018 © Hubert Stanka


Als erstes ist laut Bauamtsleiter Jürgen Herbst ein rund 700 Meter langes Teilstück an der Reihe, das „am deutlichsten geschädigt ist“– auch wenn sich die Ratsmitglieder darüber nicht ganz einig sind. Schon mehrfach war dies Thema, zuletzt hatte man gehofft, Zuschüsse im Zuge des „Kernwegenetzes“ zu erhalten. Zu diesem gehört die Straße zwar und wäre somit laut Gutachten von 2015 „in zehn bis 25 Jahren zu sanieren“. Förderfähig wäre aber nur ein dreieinhalb Meter breiter Ausbau plus Seitenstreifen – deutlich weniger als die aktuell etwa fünfeinhalb Meter breite Asphaltdecke.

Fördermittel beantragt

Also muss die Stadt ran – mit Förderung der Regierung. Doch das wird dennoch teuer. Denn bei der Untersuchung der bestehenden Straße hat sich gezeigt, dass diese aus kaum mehr als acht bis neun Zentimetern Asphalt sowie maximal 30 Zentimetern Gesamtaufbau besteht. Darunter liegen nur noch ebenso viel frostempfindliches Füllmaterial und der gewachsene Boden.

Drei Sanierungsarten stellte Jürgen Herbst vor: erstens den Vollausbau mit 65 Zentimetern Aushub und Neueinbau, der mindestens 30 Jahre lang halten, ein halbes Jahr dauern und etwa 550.000 Euro zuzüglich Fremdplanung kosten würde; zweitens eine Sanierung mit 35 Zentimetern Aus- und 65 Zentimetern Einbau, die ebenso lang halten, etwa vier Monate dauern und um die 450.000 Euro plus Planung kosten, den Straßenaufbau aber um bis zu 40 Zentimeter erhöhen würde; sowie drittens lediglich eine neue Deckschicht (zwei Zentimeter Aus- und zwölf Zentimeter Einbau), die inklusive Eigenplanung mit 260.000 Euro zu Buche schlagen, etwa zwei Monate dauern, aber erfahrungsgemäß nur zwischen sieben und maximal 20 Jahren halten würde.

Kostenfalle droht

Für letztere Variante gibt es zudem keine Förderung (in den anderen Fällen 60 Prozent), und sie widerspricht laut Herbst den „allgemein anerkannten Regeln der Technik“. Es drohe eine „Kostenfalle“, wenn es nicht gelinge, die starken Untergrundbewegungen zu kompensieren. Für die ersten zwei Möglichkeiten (samt Untervarianten mit und ohne Bodenverbesserung) soll die Verwaltung nun „zeitnah und ergebnisoffen die Planung vergeben“. Die Ausführung ist bereits für kommendes Jahr vorgesehen.

Patrick Shaw Redaktion Treuchtlinger Kurier E-Mail

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