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Freitag, 24.01.2020

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Streit unter Fußballfans im Zug: Polizei sucht Zeugen

350 Fahrgäste steckten zeitweise in Treuchtlingen fest - Möglicher Flaschenwurf - 12.12.2019 10:20 Uhr

Streit unter Fußballern am Treuchtlinger Bahnhof: Vor zwei Jahren hatte die Polizei dieses Szenario trainiert (unser Foto). Am Samstag mussten Beamte von Landes- und Bundespolizei nun in der Altmühlstadt aktiv werden. © Patric Baur


Die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn hat nach Polizeiangaben  gegen 19.15 Uhr die Bundespolizei darüber informiert, dass es im Zug von Augsburg in Richtung Treuchtlingen am Haltepunkt Otting-Weilheim zu einer Auseinandersetzung zwischen Fußballfans gekommen sei. Erste Befragungen vor Ort ergaben, dass mehrere Mainzer Fans zwei Augsburger Fußballanhängern einen Fanschal entwendeten und anschließend auf die beiden Geschädigten eingeschlagen haben sollen. Am Samstagnachmittag fand die Bundesligapartie des FC Augsburg gegen den FSV Mainz 05 in der Fuggerstadt statt. 

Die etwa 350 Reisenden, darunter 135 Fußballfans, mussten am Bahnhof Treuchtlingen den Zug verlassen. Während des Ausstiegs und Überprüfung der Fahrgäste konnten die fünf Tatverdächtigen im Alter von 16 bis 24 Jahren durch Zeugen wiedererkannt werden. Im Zug fanden die Einsatzkräfte der Bundes- und Landespolizei den gestohlenen Fanschal und eine geringe Menge Betäubungsmittel. Zudem waren einige Scheiben des Zugs beschmiert und beklebt. 

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Es ist ein gewaltiger Unterschied zwischen Theorie und Praxis. Das wissen auch die Verantwortlichen bei der Bereitschaftspolizei (Bepo) in Eichstätt. Im Vorgriff auf die Einrichtung einer neuen Einsatzhundertschaft in Eichstätt war eine Übung angesetzt, die 16 Teilnehmer des aktuellen Lehrgangs auf die "Realität" vorbereiten sollte.


Durch den Vorfall kam es zu erheblichen Behinderungen im Bahnverkehr. Ein verletzter Augsburger Fußballanhänger musste in eine Klinik gebracht werden, der zweite begab sich selbständig in ärztliche Behandlung.

Die Bundespolizei leitete gegen die fünf Beschuldigten Ermittlungsverfahren wegen Raubes und gefährlicher Körperverletzung sowie gegen die bislang unbekannten Täter Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung und Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz ein.

Nun hat die Bundespolizei einen Zeugenaufruf gestartet. Nach neuersten Erkenntnissen sollen auch Glasflaschen im Zug geworfen worden sein. Die Polizei bittet nun Zeugen, vor allem Reisende, die nicht Anhänger der Fußballvereine sind, sich bei ihr zu melden unter Telefon 0911/2055510.


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Der Artikel wurde am 12. Dezember um den Zeugenaufruf der Polizei ergänzt.

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