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Treuchtlingen: Altmühltherme soll im April öffnen

Bauarbeiten werden sich noch einige Wochen hinziehen - Tickets für Bustouristen verkauft - 23.01.2020 05:57 Uhr

Die Holzdecke des Saunabereichs hängt schon, die Wandelemente, die als Sichtschutz zur Nürnberger Straße dienen, müssen stellenweise noch montiert werden. Ein Teil der Innenwände ist mit dunkelroten Mosaiksteinen verkleidet.

© Foto: Benjamin Huck


Auf der Baustelle des Thermalsbads und des Saunabereichs der Treuchtlinger Altmühltherme wird weiter gearbeitet. War zuletzt von einer Fertigstellung der Bauarbeiten zum Jahreswechsel 19/20 die Rede, spricht Thermenchef Ulrich Schumann nun von einem Ende der Bauarbeiten im Innenbereich sowie im Außenbereich des Thermalsbeckens im ersten Quartal 2020 – also spätestens am 31. März.

Der Termin ist auch nötig, denn die Badegäste von außerhalb – das Einzugsgebiet erstreckt sich in einem Umkreis von etwa 60 Kilometer – warten schon: Für den April seien bereits mehrere Eintrittskarten an Anbieter für Bustouren verkauft worden. Das berichtete Schumann bei einem Besuch von Stadtratskandidaten der CSU und TBL, der vom Landratskandidaten Manuel Westphal mitorganisiert wurde. Dieser hatte seinen Landtagskollegen Klaus Holetschek vom Bayerischen Heilbäder-Verband mitgebracht.

Holetschek bestätigte, dass die Region in der Mitte Bayerns ein weißer Fleck sei, was Thermalbäder mit Heilwasser betrifft – die nächsten befinden sich in Bad Abbach und Bad Gögging. Zudem könne Treuchtlingen durch seine gute Verkehrsanbindung mit der Bahn profitieren. Auch die Erweiterung des Wohnmobilplatzes am Randes des Kurparks sei gut, um Gäste anzulocken.

Die Deckenarbeiten sind im Thermal-, Gastronomie- und Saunabereich schon weitgehend abgeschlossen, aktuell sind die Bauarbeiter noch mit Arbeiten an den Wänden sowie am Fliesenboden beschäftigt. Neben den baulichen Änderungen, die auf den ersten Blick zu sehen sind, passiert auch viel im Verborgenen. So ist etwa die Technik des Thermalbads im Keller auf den neuesten Stand gebracht worden. "Früher waren Rohre und Leitungen für Wasser und Lüftung in den verschiedenen Bauabschnitten Kreuz und Quer verlegt, das haben wir geändert." Ebenso entstand mit der Gastronomie zwischen Thermalbecken und Saunabereich eine neue Küche.

Noch sind die Thermalbecken staubtrocken, die Bauarbeiter sind gerade mit den letzten Fliesenarbeiten beschäftigt.

© Foto: Benjamin Huck


Die Umgebung der neuen Sauna nimmt derweil schon Form an: Die Decke aus dunkelbraunen Holzlamellen hängt, auch der Sichtschutz zur Nürnberger Straße ist bereits zu einem guten Teil montiert. An den Wänden wurden dunkelrote Mosaiksteine angebracht, die stellenweise noch von einer Folie vor Staub und Schmutz geschützt werden.

Verschwunden ist auch die Treppe vom zukünftigen Saunabereich nach unten zum Bewegungsbecken von Altmühlvital. Ins Erdgeschoss kommen die Besucher künftig über den offiziellen Eingang mit Drehkreuz sowie über die Außenterrasse, die noch im Entstehen ist. Anfang April wird der Saunagarten zwar noch nicht fertig sein, die Innensauna und das Außenbecken des Thermalsbads sind dann für die Besucher aber schon zugänglich.

Demnächst müssen sich die Stadträte noch mit den künftigen Eintrittspreisen der Therme befassen. Schumann gab schon zu bedenken, dass man das frühere System, das hohe Rabatte vorgesehen hat, aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr weiterführen könne.

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Altmühltherme Treuchtlingen: Bauende im März 2020

Die Bauarbeiten im Thermalbad und im Saunabereich der Altmühltherme gehen dem Ende entgegen. Im April sollen die Anlagen wieder für die Besucher zugänglich sein.


Einen Wunsch gab Thermenleiter Ulrich Schumann den Landespolitikern zum wiederholten Mal mit auf den Weg: Der Fachkräftemangel ist auch für die sogenannten Heilmittelerbringer ein großes Problem, etwa was Physiotherapeuten betrifft. "Wenn wir nicht aufpassen, brechen uns die Pflegeberufe weg", so Schumann.

Er möchte keine Neiddebatte eröffnen, gibt aber schon zu bedenken, dass nach dem neuesten Autogipfel die Kraftfahrzeugindustrie für die Einführung von Elektroautos mit Millionenzuschüssen unterstützt werden soll, obwohl sie jahrelang hohe Gewinne eingefahren habe. "Wir müssen jetzt die Rahmenbedingungen schaffen, damit die Beschäftigten in den Gesundheitsberufen auch ein ordentliches Gehalt bekommen."

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