Montag, 24.02.2020

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Treuchtlingen: Ausgebrannter Fahrradladen erhält Frischekur

Innenraum wird modernisiert - Diskussion um Hinterausgang - 28.01.2020 05:59 Uhr

Der Fahrradladen in der Treuchtlinger Kirchenstraße soll dort, wo sich aktuell das vergitterte Fenster befindet, einen Hinterausgang für die Werkstatt bekommen. Dadurch fällt aber ein öffentlicher Parkplatz weg – zum Unmut der CSU. © Foto: Benjamin Huck


Im vergangenen August hat ein Brand den Fahrradladen in der Treuchtlinger Kirchenstraße zerstört. Der Akku eines E-Bikes hatte Feuer gefangen, viele Räder waren verkohlt, die Reifen geschmolzen. Inzwischen hat eine Spezialfirma die Innenräume des Hauses vom Ruß befreit, nun geht es an den Wiederaufbau.

Das Gebäude selbst gehört der Stadt Treuchtlingen. Die Brandversicherung springt ein und zahlt die Wiederherstellung des Ursprungszustands. Doch gemeinsam mit dem Pächter möchte die Stadt den Laden innen neu aufbauen, was mit etwa 30 000 Euro Zusatzkosten verbunden ist, welche die Versicherung nicht übernimmt.

So soll die Treppe im Eingangsbereich, die bislang eine 180-Grad-Wende macht, zu einer Treppe im 90-Grad-Winkel umgebaut werden. Diese Maßnahme soll das Hochtragen der um die 20 Kilogramm schweren Elektrofahrräder erleichtern.

Im Obergeschoss wird ebenfalls der Boden auf ein Niveau ausgeglichen, bislang gibt es dort eine zehn Zentimeter hohe Stufe. Außerdem wird ein Fenster als zweiter Fluchtweg ertüchtigt.

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Verkokelte Räder und gefährliche Akkus: Feuer in E-Bike-Store

Ein Feuer in einem Treuchtlinger E-Bike-Geschäft forderte am Sonntagnachmittag die Feuerwehr. Flammen schossen aus dem Gebäude, dicker Rauch stand über der Innenstadt. Besonders Akkus, die in dem Laden verkauft wurden, machten den Rettern Probleme. Verletzt wurde aber niemand.


Diese Punkte waren im Stadtrat unumstritten, auch weil der Pächter deshalb künftig mehr für die Nutzung der Räume zahlt. Für Diskussionen sorgte nur der Einbau eines neuen Hinterausgangs. Damit die Kunden bei Reparaturwünschen mit ihren Rädern nicht durch den Laden rollen müssen, soll es für die Werkstatt eine separate Tür hinter dem Gebäude geben – die zugleich als zweiter Fluchtweg für das Erdgeschoss dient. Als Folge würde ein öffentlicher Parkplatz wegfallen, um dort den Zugang freizuhalten.

Mit dem fehlenden Stellplatz wollten sich Teile der CSU-Fraktion nicht zufrieden geben, vor allem, da die Fläche auch von den Besuchern des Ärztehauses genutzt werde. Kerstin Zischler (SPD) schlug vor, den Parkplatz zumindest im Winter freizuhalten, da das Radfahren ein saisonales Geschäft sei. Letztlich stimmte der Stadtrat mit 16 zu 5 Stimmen für den von der Bauverwaltung vorgestellten Umbau des Ladens.

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