Samstag, 07.12.2019

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Treuchtlingen bekommt einen Naturpark-Ranger

Sebastian Prommnitz soll ein Mittler zwischen Mensch und Natur sein - 09.04.2019 06:04 Uhr

Naturpark-Ranger Sebastian Prommnitz (Mitte) zusammen mit Treuchtlingens Bürgermeister Werner Baum, Naturschutzfachkraft Doris Baumgartner, Sachgebietsleiter Utz Löffler, Landrat Gerhard Wägemann, Naturpark-Geschäftsführer Christoph Würflein und Marlit Bauch vom Umweltzentrum Treuchtlingen (von links). © Info- und Umweltzentrum Naturpark Altmühltal


Zu seinem 50. Geburtstag bekommt der Naturpark Altmühltal erstmals vier Ranger (Schutzgebietsbetreuer). Einer davon ist Sebastian Prommnitz. Er ist unter anderem für den Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen zuständig.

Im Rahmen der "Naturoffensive Bayern" stärkt der Landtag die Naturparks und fördert landesweit bis zu 60 Stellen für Naturpark-Ranger. Sie sollen sich künftig um den Schutz der Umwelt kümmern, Informationsarbeit leisten sowie Ansprechpartner für Gäste und Einheimische rund um das Thema Naturschutz sein. Außerdem werben die Ranger als "Mittler zwischen Mensch und Natur" um Verständnis für eine verträgliche Nutzung und Erholung in den Naturparks und sollen bei wissenschaftlichen Untersuchungen unterstützend tätig sein.

In Treuchtlingen wurde nun am Rande der Eröffnung der Fotoausstellung "Faszination Naturpark" der erste von insgesamt vier Rangern im Naturpark Altmühltal vorgestellt. Sebastian Prommnitz werde ab sofort im Informationszentrum Naturpark Altmühltal der Stadt Treuchtlingen tätig sein, heißt es in einer Mitteilung des Landratsamtes. Treuchtlingens Bürgermeister Werner Baum freut sich nach eigenen Worten sehr, dass der Naturpark sowie die Landkreise Weißenburg-Gunzenhausen und Donau-Ries das Informationszentrum der Stadt als Dienstsitz für einen der vier Ranger ausgewählt haben.

Vielfältiger Lebenslauf

Sebastian Prommnitz betreut künftig von Treuchtlingen aus den westlichen Naturpark Altmühltal mit Schwerpunkt auf den beiden genannten Landkreisen. Nach einer Ausbildung zum staatlich geprüften Zootierpfleger in Triesdorf war der neue Ranger im Tierpark Hellabrunn in München tätig. Eine weitere berufliche Station des jungen Manns war das Tierheim in Weißenhorn.

Ab 2013 sammelte Prommnitz praktische Erfahrung als Landschaftspfleger bei einem Unternehmen im schwäbischen Senden. Ab 2014 betreute er dann als Fachwart für Obstbau insbesondere die Streuobstbestände des Klosters Roggenburg und war dort auch in der Besucherbetreuung tätig.

Berufsbegleitend absolvierte er von Herbst 2017 bis Sommer 2018 am Fortbildungszentrum Almesbach in der Oberpfalz eine Ausbildung zum staatlich geprüften Natur- und Landschaftspfleger. Und auch in seiner Freizeit beschäftigt sich Prommnitz mit Naturthemen. So schloss er eine Ausbildung zum Freizeit-Imker ab und unterzog sich der staatlichen Fischerprüfung.

Ranger als Konflikt-Entschärfer

Auch Landrat Gerhard Wägemann begrüßt, dass es nun einen Ranger in der Region gibt: "Damit können wir den Naturpark Altmühltal für Einwohner und Besucher noch attraktiver machen, Konflikte zwischen den unterschiedlichen Naturnutzern entschärfen und gleichzeitig Verständnis für den Naturschutz wecken."

Sebastian Prommnitz will seine künftigen Aufgaben mit großem Elan und Vorfreude angehen. Er wird demnächst an der Ausbildung des Treuchtlinger Informationszentrums zum zertifizierten Natur- und Landschaftsführer teilnehmen und sich anschließend auch vom Geopark Ries zum "Geoparkführer" weiterbilden lassen.

Zeitgleich mit Prommnitz hat Anfang April in Kelheim eine zweite Naturpark-Rangerin ihren Dienst aufgenommen. Im Juni und im Juli werden noch zwei weitere Schutzgebietsbetreuerinnen mit Sitz bei der Naturpark-Geschäftsstelle in Eichstätt angestellt, sodass im Sommer dann das kleine Ranger-Team des Naturparks Altmühltal vollständig sein wird.

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