18°

Donnerstag, 17.10.2019

|

Treuchtlingen: Hochsaison für den Borkenkäfer

FBG Franken Süd hat Waldbesitzer über die aktuelle Borkenkäfersituation informiert - 07.08.2019 06:01 Uhr

Die FBG Franken Süd hat Waldbesitzer nahe Büttelbronn über die aktuelle Borkenkäfersituation informiert. © Foto: FBG Franken Süd


Die Mitarbeiter der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Franken Süd erwarten, dass sich die Entwicklung der Borkenkäfer in den nächsten Wochen beschleunigen wird. Um die Waldbesitzer über die aktuelle Situation und die Behandlung befallener Fichten zu informieren, hat die FBG zu einer Infoveranstaltung in einen Privatwald in der Nähe des Büttelbronner Mauthauses eingeladen.

Zusammen mit Vertretern des Bereiches Forsten des Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Weißenburg wurde den etwa 50 Teilnehmern erläutert, wie sich Borkenkäfer entwickeln, welche Erkennungsmerkmale wichtig sind und mit welchen Maßnahmen die Waldbesitzer am besten gegen den Borkenkäfer vorgehen.

Gerade jetzt sei es wichtig, dass befallene Fichten frühzeitig erkannt und aus dem Wald entfernt werden, heißt es in einer Mitteilung. Mittlerweile fliegen die ersten Jungkäfer und zusammen mit der Elterngeneration haben sie ein erhebliches Schadpotential. Denn die Borkenkäfer aus einem befallenen Baum können bis zu 400 weitere Bäume befallen.

Im Wald konnten die Teilnehmer frisch befallene und ältere "Käferbäume" eingehend untersuchen. Die Forstexperten erklärten jeweils die Details. So wurde zum einen das Bohrmehl gezeigt, ein sicheres Zeichen am bemoosten Stammfuß, dass sich Borkenkäfer unter die Rinde eingebohrt haben. Wie zum Beweis wurde die Rinde auch angeschnitten und man konnte deutlich die Fraßgänge der Borkenkäfer zwischen Rinde und Holz erkennen. Zusammen mit Förster Markus Bernholt wurde die gesamte Bekämpfungskette vom Erkennen des Befalls, über die Entnahme der Bäume, das sichere Lagern außerhalb der Fichtenwälder und den Holzverkauf über die FBG aufgezeigt.

Wie die optimale Borkenkäferbekämpfung abläuft wurde auch gleich praktisch demonstriert. Ein forstlicher Unternehmer, der sich im Auftrag der FBG um die Holzernte der befallenen Fichten kümmert, war mit seiner Maschine vor Ort. Mit seiner Technik werden die Stämme zeitgleich entastet und auf die passenden Verkaufslängen geschnitten. So sei eine hohe Produktivität gewährleistet und für die Waldbesitzer werden die Käferbäume sachgerecht und kostengünstig aus dem Bestand entfernt.

Bilderstrecke zum Thema

Der Borkenkäfer bereitet den Treuchtlinger Waldbesitzern Sorgen

Der Borkenkäfer macht den Waldbesitzern rund um Treuchtlingen derzeit schwer zu schaffen. Durch das milde Frühjahr begann der Befall frühzeitig, es droht eine dritte Generation Käfer heranzuwachsen. Viele Fichten sind befallen, Forstbetriebe und Sägewerke kommen kaum noch hinterher.


Viele der anwesenden Waldbesitzer beteiligten sich an der sehr lebhaften Diskussion im Anschluss an den offiziellen Teil. Zum Ende der Veranstaltung wurde klar, dass nur das Zusammenspiel zwischen Waldbesitzern, dem AELF-Revierleiter und der FBG als zentraler Punkt der praktischen Umsetzung zu einer wirksamen Bekämpfung der Borkenkäfer und dem Erhalt der verbliebenen Fichtenbestände führt, heißt es. Die nächsten Schritte in seinem Wald, das sagt der engagierte Waldbesitzer, ist die Verjüngung des Bestandes hin zu einem Mischwald mit verschiedenen Baumarten.

Unterstützung bei der Borkenkäferbekämpfung und bei Waldumbau-Vorhaben erhalten die Waldbesitzer von den zuständigen Förstern des AELF (Telefon 09831/88 69 3) und der FBG (Telefon 09142/20 46 70).

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Treuchtlingen, Büttelbronn