22°

Freitag, 19.04.2019

|

Treuchtlingen: Jagd, Sport und Natur unter einem Hut?

Jägervereinigung beriet über das Miteinander im Wald, die Hundeausbildung und verstrahlte Schweine - 15.04.2019 06:04 Uhr

Für bis zu 50 Jahre Vereinstreue sowie viele Jahre des Einsatzes in den Gremien und bei den Jagdhornbläsern zeichnete die Jägervereinigung Weißenburg bei ihrer Jahresversammlung in Treuchtlingen zahlreiche Mitglieder aus. © Jürgen Leykamm


Auch ein ganz besonderes Anliegen der Waidmänner kam bei der Jahresversammlung mit Hegeschau in Treuchtlingen zur Sprache: die eigenen Bedürfnisse mit den Belangen von Naturschutz und Outdoorsport unter einen Hut zu bringen. Dafür sei schon vergangenes Jahr ein "runder Tisch" mit Vertretern der drei Interessengruppen zusammengekommen, berichtete der Vorsitzende Jürgen Schweininger. Unter der Schirmherrschaft der Treuchtlinger Hochschule für angewandtes Management solle ein entsprechendes Konzept entwickelt werden, im Mai finde ein weiteres Treffen des Arbeitskreises statt.

Zufrieden zeigte sich der Vereinschef über die gut besuchte Verkehrssicherheitsschulung sowie die gelungene Hubertusfeier. Er mahnte allerdings an, die Messstelle für die Radium- und Cäsium-Belastung von Wildschweinen weiterhin rege zu nutzen. Im zurückliegenden Jagdjahr sei ein Wert von 1600 Becquerel gemessen worden, was fast dem Dreifachen des Grenzwerts entspricht.

Groß ist das Interesse der Jäger an der Hundeausbildung. Ein Dutzend angehende Jagd- und acht Begleithunde nehmen derzeit an dem Kurs teil, womit laut Schweininger "eine Obergrenze erreicht ist". Die Vereinigung suche dafür noch weitere Helfer.

Neue Hörner und Nadeln

Beim Übungsschießen in Deffersdorf holte Thomas Krüger die Ehrenscheibe, in Möhren gab es erstmals "Flintennadeln". 25 Auftritte absolvierten die Jagdhornbläser, für die der Verein überdies für 5300 Euro neue Instrumente anschaffte. 2200 Euro gab es als Zuschuss vom Bayerischen Jagdverband (BJV). Damit es aus den neuen Hörnern auch gut klingt, besuchten etliche Musiker ein Seminar in Beilngries. Weitere Bläser sind stets willkommen.

Finanziell bewegt sich der Verein in ruhigen Gewässern. Schatzmeisterin Ingrid Drießlein verbuchte für 2018 ein Plus von rund 1000 Euro. Die Vereinigung wolle davon bald neue Trophäenwände anschaffen, kündigte der Vorsitzende an. Die Hubertusfeier werde heuer wieder in Treuchtlingen stattfinden, und auch am Treuchtlinger Volksfestzug wollen die Waidmänner diesmal teilnehmen – nicht nur wie üblich am Weißenburger Kirchweihzug.

Jägertag in Weißenburg

Die Römerstadt wiederum kommt heuer in den Genuss eines Jägertags, mit dem die Vereinigung Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit leisten möchte. Ebenso auf der Agenda stehen die Aktualisierung der Internetseite und der Start eines elektronischen Infobriefs (Newsletter).

Mit zahlreichen Ehrungen endete die Versammlung. Für 50 Jahre Treue zeichnete die Vereinigung Josef Heiss und Hans Tönnes aus, das Ehrenzeichen des BJV in Bronze bekam Friedrich Wiedemann. Manfred Zwickel wurde zum Ehrenbläser ernannt und Hubert Knorr für 20 Jahre bei den Jagdhornbläsern geehrt.

Urkunden für 40 Jahre Treue zur Vereinigung erhielten Herbert Archinger, Karl Bauer, Oswald Bayer, Erwin Sachs und Walter Steimle sowie posthum Herbert Huber, der wenige Tage vor der Versammlung verstarb. Für 25 Jahre Mitgliedschaft dankten die Jäger Jörg Archinger, Thomas Becker, Werner Betz, Oliver Bock, Ingrid Drießlein, Karl Nirschl, Helmut Obermeyer, Bernhard Rudingsdorfer, Gerhard Schlund, Otto Schlund und Klaus Weislein. 

Jürgen Leykamm E-Mail

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Treuchtlingen, Treuchtlingen