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Treuchtlingen: Partnerschaftsplatz offiziell eingeweiht

Delegationen aus Ponsacco und Bonyhád waren zu Besuch - 18.07.2018 06:05 Uhr

Wie praktisch, dass Italien und Ungarn dieselben Farben in derselben Reihenfolge in ihrer Flagge haben: So konnte Bürgermeister Werner Baum zur Enthüllung der Marmor- und Natursteinblöcke auf dem Partnerschaftsplatz mit Fabrizio Gallerini, dem zweiten Bürgermeister des italienischen Ponsacco (links) und Bürgermeisterin Ibolya Filóné Ferencz aus dem ungarischen Bonyhád (rechtes Bild, Mitte) gleich zwei Bänder durchschneiden.

17.07.2018 © Marina Stoll/Stadt Treuchtlingen


Bürgermeister Werner Baum hatte die Abordnungen eingeladen, um zum einen nochmals das 15-jährige Jubiläum der Städtepartnerschaft mit Ponsacco zu feiern und zum anderen die von den Partnerstädten gestalteten Marmorblöcke auf dem Partnerschaftsplatz offiziell zu übergeben. Seit vielen Jahren, bei vielen Begegnungen sei zwischen Treuchtlingen und den Partnerstädten in Italien und Ungarn eine Nähe entstanden, die einzigartig sei, so Baum. Besuche und Gegenbesuche hätten die Beziehungen zwischen den Menschen der drei Städte gefestigt.

Nicht nur offizielle Delegationen pflegen den Kontakt. Es sind vor allem die Menschen selbst, die diese Partnerschaft wollen und sie lebendig halten. So waren bereits der Trachtenverein sowie der Verein Eber-Hart auf eigene Faust in den beiden Partnerstädten zu Besuch.

Fabrizio Gallerini, Zweiter Bürgermeitser von Ponsacco, und Ibolya Filóné Ferencz, Erste Bürgermeisterin von Bonyhád, sind in Begleitung von Mitarbeitern der Stadtverwaltungen und „alten“ Freunden nach Treuchtlingen gekommen, um den nun fertigen Partnerschaftsplatz mit den Marmorblöcken aus dem italienischen Carrara in Augenschein zu nehmen und diese offiziell zu übergeben.

Die Marmorblöcke wurden in der Nähe von Ponsacco bearbeitet und die Partnerschaft sozusagen „in Stein gemeißelt“. Der zweite Bürgermeis­ter von Ponsacco, Fabrizio Gallerini, beschrieb den Naturstein so: „Diese Sitzblöcke aus Marmor stellen die Besonderheit unseres Landes dar, die von der salzigen Luft des Tyrrhenischen Meeres bis zum Duft der toskanischen Zypressen, im Herzen Europas mit seinen geschichtsträchtigen Wäldern, Seen und Dörfern reichen.“

Die vier ungarischen Emaille-Tafeln, die den bonyháder Marmorblock zieren, wurden vom heimischen Künstler Stekly Zsuzsa gestaltet und zeigen die wichtigsten Gebäude von Bonyhád. Bürgermeisterin Ibolya Filóné Ferencz erzählte den Treuchtlingern, dass genau vor 110 Jahren die mittlerweile einzige Emaillefabrik Ungarns in Bonyhád gebaut wurde. Diese sei von Jerusalem bis Istanbul bekannt.

Bürgermeister Baum enthüllte symbolisch den ponsaccienischen Marmorblock zusammen mit dem Bürgermeister Fabrizio Gallerini und den bonyháder Block mit Bürgermeisterin Ibolya Filóné Ferencz. Freundschaft lebe vom Kontakt zueinander, von Toleranz und Verstehen. Freundschaft sei ein Partner der Menschlichkeit. „Darum dürften wir nie aufhören, in diese Freundschaft zu investieren“, so Bürgermeister Baum. Außerdem betonte er, wie wichtig es sei, dass die europäischen Mitgliedsstaaten deutlich machen, wie sehr ihnen am Erhalt des sozialen Friedens in unserer Gesellschaft gelegen sei.

Musikalisch umrahmt wurden die Feierlichkeit von der Stadt- und Jugendkapelle, die für die richtige Atmosphäre sorgten. Den Planern sei es gelungen, den Platz zu einem Platz der Begegnung und der Freundschaft zu gestalten, der für die beiden Städtepartnerschaften und damit für Europa steht. Die feierliche Einweihung der gesamten neu gestalteten Innenstadt, zu der die Bevölkerung herzlich eingeladen ist, findet im Rahmen der Herbstlichter am Freitag, 21. September statt.

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