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Treuchtlingen: Sicheres Klettern in der Kurpark-Spinne

Neuer Untergrund schützt bei Stürzen - Mindestabstand beachten - 15.05.2020 05:57 Uhr

Seit gut einer Woche dürfen sich Kinder und Jugendliche in Bayern wieder auf Spielplätzen austoben. Damit das auch unabhängig von Corona sicher abläuft, müssen die Anlagen besondere Richtlinien einhalten – etwa zum Fallschutz, um Verletzungen zu vermeiden. © Foto: Patrick Shaw


Kinder und Jugendliche dürfen sich jetzt wieder – mit dem gebotenen Abstand von 1,50 Metern zu anderen – auf Spielplätzen austoben. Damit dort sicher gespielt werden kann, hat die große Kletterspinne im Treuchtlinger Kurpark einen neuen Untergrund erhalten.

Denn der Sand, der darunter aufgebracht war, entsprach nicht mehr den aktuellen Sicherheitsanforderungen der Deutschen Industrienorm (DIN) für den Fallschutz auf Kinderspielplätzen, teilt die Stadtverwaltung mit. In der DIN EN 1176 und 1177 ist genau geregelt, wie der Untergrund von Spielplätzen beschaffen sein muss, um Verletzungen zu verhindern. Schließlich kann nicht jedes Kind abschätzen, welche Folgen ein Sturz haben kann.

Bei einfachen und niedrigen Geräten reicht auch ein Rasen aus, doch je weiter es nach oben geht, desto höher sind die Anforderungen an den Untergrund. Dabei gelten die Richtlinien nur für öffentliche oder öffentlich zugängliche Plätze. Spielgeräte im eigenen Garten brauchen keinen besonderen Boden.

Im Kurpark haben die Mitarbeiter des Stadtbauhofs dafür ganz schön viel Kies ausgelegt: 240 Tonnen des Materials wurden verbaut. Die Steine sollen Stürze aufgrund ihrer groben Körnung abfedern und einen hohen Sicherheitsstandard bieten.

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Fallschutzkies, manchmal genügt auch spezieller Sand, hat wegen der relativ großen Korngröße von mehr als zwei Millimetern eine geringe Festigkeit, was zu einer hohen Falldämpfung führt. Eine Schichtdicke von 30 Zentimetern kann damit beispielsweise einen Sturz aus bis zu drei Metern Höhe ausreichend dämpfen. Auch Holzschnitzel und Rindenmulch sind dafür geeignet, jedoch verwittern sie schneller und müssen öfter ausgetauscht werden. Dem ungetrübten Spielgenuss auf der Kletterspinne steht also demnächst nichts mehr im Weg.

Dennoch gelten im Treuchtlinger Kurpark wie auch auf allen anderen Spielplätzen wegen der Corona-Pandemie folgende Hygieneregeln: Vor und vor allem nach dem Spielplatzbesuch sind die Hände mindestens 30 Sekunden lang zu waschen. Spielende Kinder und deren Angehörige müssen 1,50 Meter Abstand zu anderen Menschen halten.

Ist das nicht möglich, weil zu viele Besucher da sind, sollte der Spielplatz nicht genutzt werden. Außerdem bleiben die Bolzplätze weiterhin geschlossen.

beh/tk E-Mail

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