Samstag, 16.11.2019

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Treuchtlingen: Tag der offenen Tür im Kinderhaus Fuchsbau

Am Freitagvormittag wurde mit der Veranstaltung die Fertigstellung des Umbaus gefeiert - 21.10.2019 05:28 Uhr

Die Kinder tanzten und sangen für die Gäste und Eltern am Tag der offenen Tür im integrativen Kinderhaus Fuchsbau. © Micha Schneider


Es ging ganz schön gefährlich zu am Freitagmorgen im integrativen Kinderhaus Fuchsbau. Löwen, Geparde, Bären – es wimmelte nur so von wilden Tieren. Zumindest hatte es den Anschein, denn natürlich waren es nur die Verkleidungen und Bemalungen der Kinder. 

Am Tag der offenen Tür sangen und tanzten die Kinder für die geladenen Gäste und Eltern. Doch nicht nur die Kleinsten wirkten rundum glücklich. Auch die Leiterin des Kinderhaus Fuchsbau, Heike Glöckl, tanzte mit und kam aus dem Strahlen nicht mehr heraus. Es war schließlich auch für sie ein ganz besonderer Tag. Denn mit diesem Tag der offenen Tür wurde gleichzeitig auch die Fertigstellung des Umbaus des Gebäudes gefeiert. Glöckl war von Anfang an mit dabei, hat die Entwicklung des Hauses miterlebt. „Damals haben wir mit fünf Kindern angefangen“, erinnert sich Glöckl. „Und ich konnte mir nicht vorstellen, was daraus einmal wird.“ Die Räumlichkeiten, in denen heute Kinder spielen, kennt sie schließlich noch als Supermarkt. 

Auch Urda Vontz, die als Leiterin der Frühförderung Kinderhilfe noch auf eine längere Amtszeit zurückblicken kann, ist froh, dass die Erweiterung so gut bewerkstelligt wurde. „Wir haben uns damals ein Geschwisterchen gewünscht“, sagt Vontz. Das Geschwisterchen, das Vontz meint, ist der 2012 eröffnete integrative Kindergarten. Gefördert vom selben Träger können beide Einrichtungen seither voneinander profitieren. Und wachsen. „Denn wie das so ist mit Geschwistern, sie werden groß“, sagt Vontz. Aus dem kleinen Kindergarten entstand nach und nach das heutige Kinderhaus Fuchsbau. 2014 kam eine integrative Kinderkrippe hinzu, 2016 entstand das Konzept für eine weitere Kindergartengruppe und auch ein integrativer Kinderhort kam noch dazu.

Dank des Umbaus stehen nun 33 Kindergartenplätze, elf Krippenplätze und zehn Hortplätze zur Verfügung, insgesamt gibt es im Fuchsbau 54 Plätze für die entsprechenden Altersgruppen. Dazu eine moderne Ausstattung. Die Begrüßung am Tag der offenen Tür fand beispielsweise im neuen Bewegungsraum statt – mit 240 Quadratmetern „ein echtes Highlight“, wie es Daniela Krump, Vorstand beim Verein für Menschen mit Körperbehinderung Nürnberg formuliert. Mit Hausaufgabenraum, Bastelzimmer, Gruppenräumen oder der Lernwerkstatt haben die Kinder nun rund 1200 Quadratmeter Platz zur Verfügung.

Ein bisschen größer als der Kindergarten, den Bürgermeister Werner Baum seinerzeit als Kind besucht hatte. „Wir hatten damals glaube ich zwei Gruppen in denen dann 50 Kinder waren“, so Baum. Die Zeiten seien nicht mehr zu vergleichen. Den Fuchsbau bezeichnete er als „Vorbildkindergarten“, weil dort Kinder mit Behinderung mit nichtbehinderten Kindern zusammenspielen. Dies sei sehr wichtig für das soziale Miteinander. „Das Thema Inklusion ist mir ganz wichtig. Und da gehört auch der Fuchsbau dazu“, sagt Baum und Daniela Krump ergänzt: „Es gibt ja den berühmten Satz: ,Es ist normal, verschieden zu sein‘. Und das ist für die Kinder hier selbstverständlich.“

Die Gäste hatten am Freitagmittag denn auch noch die Möglichkeit, sich von den Räumlichkeiten und dem Konzept des Fuchsbaus zu überzeugen. Neben einem Infostand mit zahlreichen Spielen, Aktivitäten und Führungen gab es auch eine Führung durch die Krippe, den Hort, den Kindergarten und die Frühförderung – begleitet von ganz vielen Bären, Löwen und Geparden.

 

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