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Treuchtlingen vor 110 Jahren: Party für Prinz Luitpold

Der Regent hatte einen besonderen Bezug zur Stadt - heute vor 200 Jahren wurde er geboren - 12.03.2021 12:18 Uhr

Diese historische Aufnahme  zeigt die proppenvolle Treuchtlinger Turn- und Stadthalle am 12. März 1911 beim Fest anlässlich des 90. Geburtstags von Prinzregent Luitpold.

11.03.2021 © Foto: TK-Archiv


Der 12. März 1821 ist sein Geburtstag: An diesem Tag wurde Prinzregent Luitpold von Bayern geboren. Für Treuchtlingen hatte der Wittelsbacher, der von 1886 bis zu seinem Tod im Jahr 1912 das Königreich Bayern stellvertretend für seinen Neffen König Ludwig II. und dessen geisteskranken Bruder Otto I. regierte, eine ganz besondere Bedeutung. Diese wird beim Blick auf unser historisches Foto deutlich: Es zeigt die proppenvolle Treuchtlinger Turn- und Stadthalle am 12. März 1911 beim Fest anlässlich des 90. Geburtstags des Prinzregenten.

Ein großer Fan der Treuchtlinger Bratwurst

Überliefert ist aus der Versammlung der markige Ausspruch des Malermeisters und Vorsitzenden des Treuchtlinger Kriegervereins, Johann Engelhardt, der in seiner Festrede den Faden verloren und gesagt haben soll: „Mi leggst am Oarsch, etz weiß i nimmer weider. Hannes, des war dei schönste Ansprach.“ Prinz Luitpold war während seiner Regentschaft häufiger in Treuchtlingen zu Gast.

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In Treuchtlingen gibt es ein Gebäude, dessen Bau sich im Rückblick in vielerlei Hinsicht rentiert hat: die heutige Stadthalle. 1908 war die Halle als Turnhalle errichtet worden. Es war die Zeit eines rasanten Aufschwungs in Treuchtlingen. Die Bahnlinie Richtung Donauwörth war kurz zuvor (1906) eröffnet worden. Die Einwohnerzahl explodierte regelrecht. Und da war eine große Halle für Veranstaltungen natürlich notwendig. Aus der Turnhalle wurde später die Stadthalle. Heute ist sie das Zentrum der größeren Feiern in der Stadt. Den Beginn im Jahreslauf gibt der Neujahrsempfang der Stadt, gefolgt von den Faschingsveranstaltungen der Karnevalsgesellschaft.


Auf seinen Bahnreisen soll er laut Überlieferung stets in der Eisenbahnerstadt Station gemacht haben, um die beliebten Treuchtlinger Bratwürste zu essen – nach damaligen Maßstäben eine hohe Ehre.

Aber nicht nur aus diesem Grund verehrten die Treuchtlinger den Prinzregenten besonders: Luitpold hatte die mit dem Bau der Eisenbahn ab 1869 stark gewachsene Marktgemeinde im Jahr 1898 auch zur Stadt erhoben. Noch heute sind unter anderem die Luitpoldstraße und die Luitpoldarkaden nach ihm benannt.

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