Samstag, 29.02.2020

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Treuchtlingen will Altmühltal-Radweg verbessern

Für den Ausbau zweier Teilstücke gab es im Bauausschuss grünes Licht - 02.11.2019 06:43 Uhr

Geschafft: Wer westlich des Grabener Auwalds auf Altmühl und Nagelberg zufährt, hat das gefährliche Stück entlang der Bubenheimer Straße bereits hinter sich. © TK-Archiv / Patrick Shaw


Unumstritten ist die nötige Verbesserung des Radwegs vom Westrand Grabens vorbei am VfL-Sportheim bis zur Altmühlbrücke westlich des Grabener Auwalds. Die 770 Meter lange Trasse wird auch als Fußweg zum Sportplatz genutzt und führt bislang über die zwar wenig befahrene, aber äußerst enge Straße Richtung Bubenheim.

Nördlich der Straße soll nun ein zweieinhalb Meter breiter, asphaltierter Fuß- und Radweg entstehen, der weitere zweieinhalb Meter Abstand zur Fahrbahn hält. Alle Alternativen auf der dem Fluss zugewandten Südseite lehnt das Wasserwirtschaftsamt laut Bauamtsleiter Jürgen Herbst wegen des Überschwemmungsgebiets kategorisch ab.

Kosten soll das Teilstück samt Planung rund 187.000 Euro, von denen 38.000 Euro der Landkreis trägt. Gebaut wird nächstes Jahr. Marco Satzinger (CSU) regte an, noch Platz für einen späteren Ausbau der Bubenheimer Straße einzuplanen, was seine Parteikollegin Kristina Becker jedoch kritisch sieht: "Wir Bubenheimer sind ganz zufrieden, dass die Trasse nicht so breit ist, weil das den Schwerlastverkehr aus dem Dorf hält."

Radweg wird "umgeleitet"

Komplizierter wird es bei der Etappe zwischen der Altmühlbrücke nordöstlich von Gstadt (sogenannte "Donnerbrücke") und dem Treuchtlinger Kurpark. Bislang führt der Radweg dort über den Fluss und westlich der Altmühl bis zur erneuten Querung auf Höhe der nördlichen Elkan-Naumburg-Straße. Allerdings ist die Gstadter Brücke wegen ihrer schmalen Gehstreifen und des niedrigen Geländers eine Gefahrenstelle.

Die neue Trasse soll deshalb östlich des Flusses bleiben und ihm bis zum Nordende des Kurparks folgen. Im Kurpark würde sie dann wieder auf den bestehenden Radweg münden. Größtenteils sind die Wege dafür schon vorhanden, nur die ersten 260 Meter benötigen eine neue Schotter- und Split-Tragschicht. Eine Asphaltierung ist hier wegen der Lage im Hochwassergebiet ausgeschlossen. Kosten soll die "Umleitung" des Radwegs – die später auch entsprechend beschildert werden soll – rund 44.000 Euro. Knapp die Hälfte fließt als Zuschuss zurück ins Stadtsäckel.

Einem Alternativvorschlag einer in Sachen Altmühltal-Radweg sehr engagierten Bürgerin, bei Gstadt östlich der Autobrücke eine neue Fuß- und Radbrücke zu bauen und den aktuellen Radweg nicht zu verändern, folgte der Ausschuss nicht. Er würde laut Bauamtsleiter Herbst über 300.000 Euro kosten und wegen der Beton-Brückenköpfe auch beim Wasserwirtschaftssamt durchfallen. CSU-Fraktionschef Uwe Linss regte schließlich noch ein Gesamtkonzept für die Radwege im Stadtgebiet an – auch um gefährliche Übergänge zu entschärfen.

Erneut ums Thema geht es im Stadtrat am 14. November, wenn der Radweg nach Wettelsheim zur Debatte steht.

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