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Treuchtlingens SPD sollte den Wandel akzeptieren

Kommentar: Der Verlust des stellvertretenden Bürgermeisterpostens ist nachvollziehbar - 09.05.2020 06:04 Uhr

Die neuen Treuchtlinger Vize-Bürgermeister Hans König (TBL, links) und Hubert Stanka (UFW) bei ihrer Vereidigung durch Rathauschefin Kristina Becker (CSU).

08.05.2020 © Patrick Shaw


Das Wesen der Demokratie ist nicht die Mehrheit, sondern der Kompromiss. Dazu gehört auch die Teilhabe von Minderheiten. Bezogen auf die Wahl der stellvertretenden Treuchtlinger Bürgermeister klingt das wie eine Schelte von CSU und TBL. Ist es aber nur zu einem kleinen Teil.


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Ja, man hätte Größe zeigen und der SPD einen Vize-Posten lassen können. Immerhin stehen die Sozialdemokraten für ein Viertel der Bevölkerung. Andererseits tun das UFW und TBL zusammen auch – und die kleineren Fraktionen hatten bisher nie die Chance auf einen Bürgermeisterposten. Sind die UFW deshalb „Steigbügelhalter“ der Mehrheitsfraktion? Nein, sie sind schlicht unabhängig und haben für ihre Fraktion das Beste herausgeholt.

Und der Proporz zwischen Stadt und Ortsteilen? So viel größer als die gesammelten Dörfer ist die Kernstadt nicht – und kann sich angesichts der vielen Millionen Euro für Straßen, Schulen oder Bad bisher nicht beklagen. Eine solche Unterscheidung treibt einen unnötigen Keil zwischen Stadt und Land und wird auch der Arbeit des Stadtrats nicht gerecht, dessen Mitglieder – aus welchem Ort auch immer – in aller Regel die ganze Stadt im Blick haben.

 

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