Treuchtlinger Kurpark: Kneippen statt Baden

3.5.2021, 09:09 Uhr
Kneippen ja, Baden nein: Die neue Treuchtlinger Grünanlagensatzung schafft nun auch rechtliche Klarheit.

Kneippen ja, Baden nein: Die neue Treuchtlinger Grünanlagensatzung schafft nun auch rechtliche Klarheit. © Foto: Jürgen Karg

Die Änderungen gehen auf Beobachtungen im Kurpark zurück. Dort war es im Sommer vergangenen Jahres häufig zu einer "Zweckentfremdung des Kneippbeckens" gekommen, wie es im Sachvortrag der Verwaltung für den Stadtrat heißt. Wie man im Rathaus registriert hat, sei überwiegend durch Kinder im Kneippbecken gebadet worden. Außerdem haben auch Kleinkinder mit Windeln dort im nicht gechlorten Wasser geplantscht.

"Die Verwendung eines Kneippbeckens sollte allerdings das Wassertreten und eben nicht das Baden sein", begründet die Stadtverwaltung die Erfordernis, ein Badeverbot in die städtische Grünanlagensatzung aufzunehmen, was nun auch geschehen ist.

Für Fahrzeuge verboten

Von Polizisten wurde außerdem festgestellt, dass der Kurpark mit Motorrollern befahren wird, auch wenn das untersagt ist. Die Ordnungshüter haben solche Verstöße in der Vergangenheit bereits aufgenommen und an die Stadt weitergeleitet. Doch dem städtischen Ordnungsamt war bislang keine Ahndung als Verstoß gegen die Grünanlagensatzung möglich, da in der alten Fassung kein Verbot des Befahrens mit Kraftfahrzeugen enthalten gewesen ist.

Bislang konnten die Treuchtlinger Polizeibeamtinnen und -beamten das Befahren der Gehwege in Grünanlagen lediglich gemäß der Straßenverkehrsordnung als Ordnungswidrigkeit ahnden.

Bußgeld droht

Nun kann auch das städtische Ordnungsamt einschreiten und Maßnahmen verhängen, die von einer Verwarnung bis zur Festsetzung eines Bußgeld reichen, weil das Verbot des Befahrens von Grünanlagen mit Kraftfahrzeugen nun ebenfalls nach dem Ortsrecht verboten ist.

Keine Kommentare