Samstag, 29.02.2020

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Treuchtlinger Schüler bezwingen die Alpen

Mit dem Rad zum Gardasee: Dieses Ziel steckte sich das P-Seminar "Transalp" der Senefelder-Schule - 24.10.2019 08:01 Uhr

Jubel über den bezwungenen Aufstieg: Die Teilnehmer des Projektseminars „Transalp“ der Treuchtlinger Senefelder-Schule vor dem beeindruckenden Panorama ihrer Route über die Alpen. 14 Schüler und zwei Lehrer radelten mit dem Mountainbike von Schwangau nach Torbole am Gardasee. © Senefelder-Schule


Nach einem Dreivierteljahr Planung, Training und Vorbereitung machten sich die 14 Schüler und die beiden Sportlehrer Dirk Badelt und Tino Lemke Anfang Juli per Mountainbike auf den Weg. Ziel des Projektseminars: in sieben Tagen über die Alpen zum Gardasee. Schon 2017 hatten Mitschüler dieselbe Strecke als Abschlussprojekt bezwungen.

Die Tour startete in Schwangau und endete in Torbole. Etwa 460 Kilometer und knapp 8000 Höhenmeter galt es allein mit eigener Muskelkraft (und auch ohne Elektroantrieb) zu bewältigen. Lehrerin Anna Flügge begleitete die Gruppe mit einem Versorgungsfahrzeug.

Untergebracht waren die jungen Sportler mal sehr ursprünglich in einer alten Alm auf fast 2000 Metern Höhe, mal etwas luxuriöser in einem Hotel mit Whirlpool. Um finanzielle, technische und logistische Unterstützung für ihr Mammutprojekt zuerhalten, begaben sich die Schüler im Vorfeld auf Sponsorensuche. Mit Erfolg: Mehr als ein Dutzend örtliche Unternehmen waren bereit, dem Seminar unter die Arme zu greifen.

Zur Vorbereitung auf die Alpenüberquerung gehörten außerdem die genaue Streckenplanung, ein Fahrtechnik-Training im Heumöderntal sowie ein "Schrauberkurs", der die Gruppe in Pannenhilfe und kleineren Reparaturen fit machte. Darüber hinaus musste jeder Teilnehmer per Handy-App sein persönliches Trainingstagebuch führen und so seinen Fleiß und seine Fitness nachweisen.

Eine sportliche Herausforderung

Nach zwei landschaftlich herrlichen Tagen erreichte die Gruppe von Füssen über den Plansee, Ehrwald und den Fernpass zunächst das Ötztal, wo in Umhausen übernachtet wurde. An den folgenden zwei Tagen standen die Königsetappen mit jeweils knapp 2000 Höhenmetern auf dem Programm. Gut ausgeruht nahmen die Teilnehmer zunächst das mehr als 2500 Meter hohe Timmelsjoch unter ihre Räder.

Am vierten Tag musste die Route wegen der vielen Schneefelder am Eisjöchl nördlich von Meran umgeplant werden. So fuhren die Schüler das Pfossental und die dortige Mitterkaseralm von Süden her über die Straße an. Die endlose, steile Auffahrt von Meran bis auf knapp 2000 Meter verlangte den Teilnehmern alles ab – aber so war die Freude über das erreichte Tagesziel umso größer. Die Übernachtung auf der uralten, gemütlichen Alm war ein weiteres besonderes Erlebnis der Tour.

Die Gruppe zusammengeschweißt

Die große konditionelle Belastung schweißte die Gruppe eng zusammen und sorgte für Zusammenhalt. Wer eine schwächere Phase hatte, wurde von seinen Mitstreitern motiviert und unterstützt. So erreichte die Gruppe weitere drei Tage später vollständig ihr Ziel: Nach einem herzlichen Empfang durch ihre Mitschüler, die mit dem Bus zur sich anschließenden Abschlussfahrt gekommen waren, sprangen die Seminarteilnehmer schließlich als Erfrischung in den kühlen Gardasee.

Nun neigt sich das außergewöhnliche Projektseminar dem Ende zu. Die letzte Aufgabe der Schüler war es, eine Abschlusspräsentation zu erstellen. Diese ist am heutigen Donnerstag, 25. Oktober, ab 18 Uhr in der Talstation Heumöderntal zu sehen. Alle interessierten Bürger sind dazu eingeladen. Die Seminarteilnehmer schildern dabei, wie sie die Tour geplant und dafür trainiert haben, und zeichnen die einzelnen Etappen mit ihren Erlebnisse nach.

tk/psh E-Mail

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