"Willkommen zurück" im Treuchtlinger Schulwald

15.6.2021, 05:51 Uhr
Den Ausflug in den Schulwald erlebten die Fünftklässler der Treuchtlinger Senefelder-Schule als einen besonderen Tag: Der Schulbetrieb kann wieder in gewohnter Weise ablaufen.

Den Ausflug in den Schulwald erlebten die Fünftklässler der Treuchtlinger Senefelder-Schule als einen besonderen Tag: Der Schulbetrieb kann wieder in gewohnter Weise ablaufen. © Foto: Senefelder-Schule Treuchtlingen

Für die Senefelder-Schule, die den Titel Umweltschule führt, schien dies der ideale Einstieg in die Wiederaufnahme des normalen Schulbetriebs nach langer Zeit zu sein. Hier konnten sich die Jüngsten wieder unbeschwert treffen und zueinanderfinden, nachdem sie – bis auf eine 14-tägige Phase des Wechselunterrichts vor Ostern – praktisch seit Mitte Dezember nicht mehr im Klassenverband unterrichtet worden waren, also fast ein halbes Jahr.

Alle waren froh, nach dem Lockdown endlich wieder ihre Klassenkameraden und -kameradinnen treffen zu dürfen, was anhand des Geräuschpegels der Unterhaltungen auf dem Weg ganz offensichtlich war. Der Sozialpädagoge der Schule, Martin Bruhn, hatte in Zusammenarbeit mit der Fachschaft Religion ein unterhaltsames Programm zusammengestellt, bei dem vier unterschiedliche Stationen besucht wurden.

An einer Station wurden von einem Waldexperten einzelne Baum- und Straucharten vorgestellt und unter dessen Anleitung Spiele gespielt, in denen es darauf ankam, sich auf seine Mitschülerinnen und -schüler zu verlassen. So wurde die Klassengemeinschaft, zumindest im Ansatz, wieder gestärkt.

Aktionen für mehr Zusammenhalt

An einer weiteren Station verteilte ein Mitarbeiter der Forstverwaltung Informationen über die Bedeutung des Waldes beim Klimaschutz sowie über die Wichtigkeit der Fotosynthese, den Treibhauseffekt und den ökologischen Fußabdruck, den die Menschen hinterlassen.

Die Kinder mussten, in Gruppen aufgeteilt, ihren Klassenkameraden und -kameradinnen jeweils ein Thema vorstellen. Auch das Thema Flugreisen wurde angesprochen und dabei hinterfragt, ob man denn unbedingt über Tausende von Kilometern in fremde Länder fliegen muss und welchen riesigen negativen ökologischen Fußabdruck man dabei hinterlässt. Besser wäre es doch, erst einmal seine eigene Heimat kennenzulernen und somit aktiv zum Klimaschutz beizutragen.

Natürlich kam an diesem abwechslungsreichen Vormittag auch der Spaß nicht zu kurz. Auf dem Hexentanzplatz wurden Stockbrot gebacken, gemeinsam Spiele gespielt, herumgetobt und erzählt und gelacht.

Die letzte Station lag mitten im Schulwald. Dort las Kirsten Feldmann den Kindern ein metaphorisches Märchen vor, in dem es um die vielen verschiedenen Steine ging, die es auf der Welt gibt. Jeder Stein sei etwas Einmaliges, etwas Besonderes und wichtig, sei er auffällig oder unscheinbar. In dem Märchen wurde dann aus allen Steinen eine Mauer gebaut, die nur dann halten kann, wenn kein Stein aus ihr herausfällt, alle zusammenhalten, sich unterstützen und einander in ihrer Verschiedenheit, mit ihren Ecken und Kanten, ergänzen. Die Schülerinnen und Schüler bemerkten schnell, dass sie selbst mit diesen Steinen gemeint waren und dass sie selbst wieder zu einer starken Klassengemeinschaft zusammenwachsen müssen.

Zum Abschluss wurde jedem und jeder ein (Glücks-)Stein geschenkt, der an diesen außergewöhnlichen Tag, den Happy Welcome Back Day, also den Tag, an dem alle wieder glücklich zurück in der Schule, waren, erinnern soll.

Keine Kommentare