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Viele Rentner in Bayern auf Essensspenden angewiesen

Altersarmut bedroht Senioren im Freistaat - "Politik schaut tatenlos zu" - 06.02.2019 17:34 Uhr

Bei den Tafeln im Freistaat tauchen immer mehr Rentner und Senioren auf. © dpa


Nach Angaben des Bayerischen Landesverbands Tafeln e.V. sei schon jetzt fast ein Viertel der Menschen, die regelmäßig zur Tafel kommen, Rentner - Tendenz stark steigend. "Wir schlittern sehenden Auges auf eine große Altersarmut zu und die Politik schaut tatenlos zu", warnte Rainer Hauptka, 1. Vorsitzender des Landesverbands, am Mittwoch.

Dass die Tafeln die Bedürftigen bisher so gut versorgen könne, ist laut dem Verband nur dem großen ehrenamtlichen Engagement der Menschen im Freistaat zu verdanken. Politische Unterstützung, aus Sicht der Tafeln, bisher Fehlanzeige. Unterstützung könne man zwar nicht abfordern, sagte Hauptka; "Wenn wir aber die Arbeit der Politik übernehmen müssen, dann sollte sie eigentlich ein Akt der Selbstverständlichkeit sein."

Rein rechtlich sind in Bayern die Kommunen für die Tafeln zuständig. Das könnte sich aber bald ändern: Am Donnerstag (9.15 Uhr) stellt die Bayerische Staatsregierung im Sozialausschuss des Landtags ihre Pläne zur Unterstützung der Tafeln vor.

dpa

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