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Vierter Sieg in Folge: Fürth zirkelt sich fürs Derby warm

Jaeckel trifft vorne und hinten - Zauberfreistoß bedeutet das 3:1 - 22.11.2020 17:06 Uhr

Was für ein Tor! Julian Greens Freistoßtreffer war die Kirsche auf dem Kleeblatt-Sieg.

22.11.2020 © Sportfoto Zink / Wolfgang Zink, Sportfoto Zink / Wolfgang Zink


Wer dreimal in Folge gewonnen hat, kann nicht so viel falsch gemacht haben – dachte sich wohl auch Stefan Leitl. Zum vierten Mal in Folge schickte der Trainer der SpVgg Greuther Fürth dieselbe Startelf auf den Platz. Und es dauerte nicht lange, da konnte der Trainer seiner Mannschaft zum ersten Mal applaudieren. Nach einer Ecke von Kapitän Branimir Hrgota von der rechten Seite köpfte Paul Jaeckel zum 1:0 für die Gastgeber ein (3.).

Nielsen lässt die Latte klirren

Ein Traumstart für die Hausherren und ein Treffer, der den während der Länderspielpause bei der U21 debütierenden Innenverteidiger weiteren Schwung geben konnte. Fürth kontrollierte fortan die Partie, ohne sie ganz klar zu dominieren. Regensburg fand dagegen nicht in die Spur. Dafür mehrten sich die Torchancen für das Kleeblatt. Havard Nielsen brachte den Ball mit einem Querpass von links in den Strafraum, Sebastian Ernst verpasste die Hereingabe, Hrgota erwischte den Ball, setzte ihn aber knapp am rechten Pfosten vorbei (10.). Marco Meyerhöfer bediente Hrgota von rechts, doch der Schuss war eher harmlos (20.). Deutlich gefährlicher wurde es sieben Minuten später. Hrgota schickte Linksverteidiger David Raum steil, auf dem Flügel brauchte Raum seine Höchstgeschwindigkeit, um den Ball überhaupt noch erlaufen zu können, erreichte ihn aber noch, schickte ihn aus vollem Lauf zu Nielsen, der allerdings nur die Latte traf.

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3:1 fürs Kleeblatt: Fürth zeigt Regensburg im Ronhof die Grenzen auf

Eine Woche vor dem Derby zwischen der SpVgg Greuther Fürth und dem 1. FC Nürnberg hat das Kleeblatt noch einmal zum Ausdruck gebracht, was im Leitl-Team steckt. Gegen Regensburg gewannen die Fürther trotz zwischenzeitlichen Schwächephasen souverän mit 3:1. Jaeckel, Seguin und Green treffen für Weiß-Grün, Jaeckel zudem auch noch einmal für den Jahn.


Bis dahin bot Regensburg offensiv praktisch nichts an. Umso ärgerlicher für das Kleeblatt, dass der erste Schuss auf den Fürther Kasten gleich den Ausgleich einbrachte. Aus ungefähr 20 Metern Distanz probierte es Benedikt Saller einfach mal, im Strafraum postiert gelang es Jaeckel nicht mehr dem Ball auszuweichen oder ihn zu klären. Der Ball prallte von ihm ab und ins eigene Tor zum 1:1 für den Jahn (33.).

Regensburg war nun agiler, bot weniger Räume und kam mit der forscheren Gangart auch zu mehr Möglichkeiten. Ein Mal klärte Jaeckel rechtzeitig (36.), ein Mal fälschte er einen Schuss von Albion Vrenezi an die Latte ab (42.). Dann köpfte Andreas Albers nach einer Ecke knapp am Tor vorbei (45.), ehe der Pausenpfiff die Regensburger Angriffe stoppte.

Seguin bringt Fürth erneut in Front

Nach der Pause hatte sich die zwischenzeitliche Gefahr der Oberpfälzer aber wieder relativiert. Die Entschlossenheit, die kurz vor der Pause zu sehen war, fehlte den Gästen nun wieder. Fürth konnte das Geschehen wieder an sich ziehen. So kam die Spielvereinigung auch zügig wieder zu guten Szenen vor dem gegnerischen Kasten. Hrgota setzte den Ball trotz ausreichend Zeit über das Tor (50.). In die Maschen setzte dann Paul Seguin den Ball zum zweiten Fürther Treffer. Raum hatte den Strategen bedient, der aufs kurze Eck zielte. Alexander Meyer im Regensburger Tor war zwar noch dran, konnte das 2:1 für Fürth aber nicht verhindern (56.). Für die Entscheidung war dann Julian Green mit einem Standard zuständig. Von der linken Seite nun mit viel Gefühl zirkelte er einen indirekten Freistoß ins lange Eck zum 3:1 (63.).

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Stimmen Sie ab! Kleeblatt-Noten vom Ronhof-Sieg gegen Regensburg

Gegen den SSV Jahn Regensburg hat die SpVgg Greuther Fürth vor dem anstehenden Derby gegen den 1. FC Nürnberg gezeigt, was auf den Club zu kommen dürfte. Fürth besiegte die Regensburger mit 3:1 souverän, trotz kleinen Unsicherheiten. Stimmen Sie nun ab und verteilen Sie Noten zwischen eins und sechs - die Auswertung finden Sie am Ende der Bildergalerie. Unter den Spieler-Bildern können Sie zudem lesen, wie NZ-Sportredakteur Florian Jennemann die Leistung der Kleeblatt-Akteuere einschätzt.


Burchert zeigt sich auf dem Posten

Ernsthaft in Bedrängnis gerieten die Fürther nur noch in der 75. Minute, als Jan Elvedi im Sechzehner zum Schuss kam, doch Sascha Burchert war zur Stelle. Der Kleeblatt-Keeper verhinderte reaktionsschnell das 2:3 und damit eine mögliche turbulente Schlussphase. Auch Jan-Marc Schneider vermochte daran nichts zu verändern. Seine Möglichkeit in der 84. Minute vergab er einigermaßen kläglich, indem er den Ball unbedrängt links vorbei schoss. Ebenfalls unbedrängt jagte Seguin die Kugel in der Nachspielzeit aus kurzer Distanz über das Tor der Gäste.

SpVgg Greuther Fürth: Burchert - Meyerhöfer, Jaeckel, Mavraj, Raum - Sarpei (88. Bauer), Seguin, Green (81. Tillman), Ernst (80. Leweling) - Nielsen (71. Stach), Hrgota (89. Abiama)

Jahn Regensburg: Meyer - Kennedy (59. Hein), Elvedi, Nachreiner, Wekesser (89. Becker) - Besuschkow, Saller, Vrenezi, Stolze - Albers (88. George), Caliskaner (73. Schneider)

Tore: 1:0 Jaeckel (3.), 1:1 Jaeckel (33., Eigentor), 2:1 Seguin (56.), 3:1 Green (63.) | Gelbe Karten: Mavraj - Caliskaner, Saller, Stolze | Schiedsrichter: Brand (Unterspiesheim).

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