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Wegen Corona: Söder schließt Restaurants und Gartencenter

Ministerpräsident äußert sich am Freitag auf einer Pressekonferenz - 20.03.2020 13:43 Uhr

Ministerpräsident Markus Söder kündigt weitere Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus an. © Sven Hoppe, dpa


Zur Eindämmung des Coronavirus gelten in ganz Bayern ab Samstag weitreichende Ausgangsbeschränkungen. Das Verlassen der eigenen Wohnung ist dann nur noch bei Vorliegen triftiger Gründe erlaubt. Dazu zählen unter anderem der Weg zur Arbeit, notwendige Einkäufe, Arzt- und Apothekenbesuche, Hilfe für andere, Besuche von Lebenspartnern, aber auch Sport und Bewegung an der frischen Luft - dies aber nur alleine oder mit den Personen, mit denen man zusammenlebt.

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Ausgangsbeschränkung in Bayern: Das ist noch erlaubt

Seit Samstag (20. März) gelten in Bayern weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens, die die Corona-Pandemie eindämmen sollen. Was trotz der sogenannten Ausgangsbeschränkung weiterhin erlaubt ist, haben wir in dieser Bildergalerie für Sie zusammengefasst.


Ministerpräsident Markus Söder sprach auf einer Pressekonferenz am Freitagmittag von "weitreichenden Ausgangsbeschränkungen". So bleiben Restaurants, Cafes und Biergärten ab Mitternacht zunächst für zwei Wochen geschlossen bleiben. Es werde zunächst für die nächsten 14 Tage nur noch "to go, Drive-in und Lieferungen" geben.

Die Beschränkungen gelten auch Betriebe wie Friseure, ebenso Bau- und Gartenmärkte. Es zeige sich, dass sie voller denn je seien, was den eigentlichen Zielen der Maßnahmen diametral entgegen laufe.

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Von Wuhan in die Welt: Die Chronik der Corona-Pandemie

Anfang Dezember 2019 ging es in China los - eine unbekannte Lungenentzündung stellt die Ärzte vor Rätsel. Mitte März ruft Bayern den Katastrophenfall aus - was ist in der Zwischenscheit geschehen? Ein Überblick.


Außerdem werden Treffen mehrerer Personen auf öffentlichen Plätzen oder in Grünanlagen untersagt.

Genaues Regelwerk für die Unvernünftigen

"Wir sperren Bayern nicht zu, wir sperren Bayern nicht ein", betonte der Ministerpräsident zwar, aber man fahre das öffentliche Leben in Bayern nahezu vollständig herunter. Dies sei nach Meinung aller Experten die einzige Möglichkeit, um die Ausbreitung des Virus zu verlangen.

Für die Vernünftigen ändere sich nun gar nicht so viel, sagte Söder. Aber für die Unvernünftigen gebe es nun ein genaues Regelwerk.

Ausgangssperre: Polizei in Bereitschaft versetzt

Der Krisenstab hat nach Informationen der Nürnberger Nachrichten auch eine Ausgangssperre schon für dieses Wochenende erwogen, möglicherweise bereits ab Samstag, dann aber zunächst wieder verworfen. Sie bleibe als "ultimativ letzte Möglichkeit" weiter im Blick, heißt es. Das Innenministerium habe deshalb bereits alle Polizeieinheiten ab Sonntag in Bereitschaft versetzt.

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Coronavirus in Bayern: Ausgangssperre für Mitterteich

Am Mittwochabend erteilte das Landratsamt Tirschenreuth eine Ausgangssperre für den Ort Mitterteich in der Oberpfalz, um der Ausbreitung des Coronavirus vorzubeugen. Die Polizei kontrolliert seitdem die Ortseingänge. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann verschaffte sich vor Ort einen Überblick.


Bayern, heißt es weiter, scheue im Moment noch einen Alleingang bei der Ausgangssperre. Sie solle nach Möglichkeit mit den anderen Ländern abgestimmt und koordiniert ausgerufen werden. Gelinge diese Absprache allerdings nicht, werde Bayern vorangehen und notfalls einseitig eine Ausgangssperre ausrufen.

Werden ab Montag auch Betriebe geschlossen?

Söder, heißt es, setze wohl auf die Gesprächsrunde am Sonntag, wenn Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten aller Länder das weitere Vorgehen abstimmen will.


Mitterteich macht's vor: So geht eine Corona-Ausgangssperre


Unklar bleibt, wie weit die Ausgangssperre gehen soll. Es gebe Stimmen im Krisenstab, heißt es, die für einen radikalen Schnitt plädierten, der dann auch den Stillstand für alle Firmen und Betriebe bedeute. Das finde bislang aber keine Mehrheit. Andere Staaten, die den Shutdown bereits vollziehen, lassen weiterhin die Menschen zur Arbeit gehen.


Was soll ich tun, wenn ich selbst den Verdacht habe, an dem Virus erkrankt zu sein? Hier haben wir häufig gestellte Fragen zum Coronavirus zusammengestellt. Bayern hat wegen des Coronavirus den Katastrophenfall ausgerufen - das hat weitreichende Konsequenzen. Unter anderem fallen viele Großveranstaltungen in Franken aus oder werden verschoben.

Außerdem gelten bei . Sollte man beim Einkaufen überhaupt noch mit Scheinen und Münzen zahlen? Ein Experte klärt auf, ob Corona auch über Geld übertragen werden kann.

Ein bisschen Abwechslung gefällig? Wie viele Millionen andere Deutsche arbeitet auch unsere Redaktion nun von Zuhause. Im Live-Blog berichten die Kollegen live aus der Homeoffice-Hölle! Hier finden Sie derweil nützliche Tipps, die Sie gegen die Langeweile Ihrer Kinder unternehmen können.

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