Psychischer Ausnahmezustand

Angehörigen mit Machete gedroht: Ansbacher nach Familienstreit festgenommen

vnp

15.1.2023, 15:00 Uhr
Am Samstag musste die Polizei zu einem Großeinsatz in die Bahnhofstraße in Ansbach ausrücken.

© PZ Am Samstag musste die Polizei zu einem Großeinsatz in die Bahnhofstraße in Ansbach ausrücken.

In einem Wohnhaus in der Ansbacher Innenstadt ist am Samstagabend ein Familienstreit eskaliert.

Der Einsatzzentrale der mittelfränkischen Polizei wurde gegen 19.20 Uhr eine Auseinandersetzung in einem Wohnhaus in der Bahnhofstraße gemeldet. Ein 50-jähriger Mann habe mehreren Familienangehörigen damit gedroht, mit einer Machete auf sie loszugehen.

Massive Drohungen

Als die ersten Streifen der Ansbacher Polizei an dem Anwesen ankamen, richtete der hoch aggressive 50-Jährige seine massiven Drohungen auch gegen die Beamten. Diese zogen sofort weitere Einsatzkräfte der Ansbacher Polizei sowie umliegender Inspektionen hinzu. Außerdem wurden Spezialeinsatzkräfte verständigt.

Mit Unterstützung weiterer Streifen sperrte die Polizei den Bereich um das Wohnhaus weiträumig ab. In der Folge betraten Einsatzkräfte des zwischenzeitlich eingetroffenen Unterstützungskommandos (USK) das Gebäude und trafen im Erdgeschoss auf den 50-jährigen Tatverdächtigen. Die Beamten überwältigten den Mann und nahmen ihn fest.

Bei der Festnahme erlitt der 50-Jährige eine Kopfplatzwunde, die anschließend vom Rettungsdienst medizinisch versorgt wurde. Die an der Festnahme beteiligten Einsatzkräfte blieben unverletzt.

Notfallseelsorger betreut Angehörige

Ein Atemalkoholtest, der bei dem 50-Jährigen durchgeführt wurde, ergab einen Alkoholwert von mehr als einem Promille. Aufgrund des psychischen Zustands des Mannes veranlasste die Polizeiinspektion Ansbach dessen vorläufige Unterbringung in einer Fachklinik.

Die Frau des 50-jährigen Tatverdächtigen und zwei weitere Familienangehörige, die sich im Wohnhaus aufgehalten hatten, blieben unverletzt. Sie wurden nach dem Polizeieinsatz von einem Notfallseelsorger betreut.

Unabhängig von der Einweisung in die Fachklinik hat die Polizei wegen des Bedrohungsszenarios entsprechende strafrechtliche Ermittlungen gegen den 50-jährigen Tatverdächtigen eingeleitet.


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