Mit Carsten Träger

Premiere in Markt Berolzheim: SPD-Ortsverein lud zum Neujahrsempfang

vnp

25.1.2023, 14:57 Uhr
Der Fürther Bundestagsabgeordnete sprach beim ersten Neujahresempfang des Markt Berolzheimer SPD-Ortsvereins.

© SPD Markt Berolzheim, NN Der Fürther Bundestagsabgeordnete sprach beim ersten Neujahresempfang des Markt Berolzheimer SPD-Ortsvereins.

Ortsvereinsvorsitzender Mathias Hertlein freute sich, dass so viele der Einladung zu dieser "Premiere" gefolgt waren. Bezirkstagsvizepräsidentin Christa Naaß gab in ihrem Grußwort ihrer Enttäuschung Ausdruck, dass die CSU-Bezirkstagsfraktion in einer Allianz mit AfD, FDP und ÖDP eine Senkung der Bezirksumlage für 2023 abgelehnt habe.

Fast zwei Millionen mehr

Eine Senkung um 0,15 Prozentpunkte hätte auch dem Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen gutgetan, so die Obererlbacherin. Bei der nun beschlossenen gleichbleibenden Bezirksumlage "muss der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen auf Grund der gestiegenen Umlagekraft 1,9 Millionen Euro mehr an den Bezirk abgeben als im Vorjahr”, rechnete Naaß vor.

In seinem kurzen Jahresrückblick zeigte sich Mathias Hertlein überzeugt, dass die Klimakrise die große Herausforderung für die lokale Politik sein werde. Starkregen und damit zusammenhängende Überschwemmungen würden genauso zur Normalität gehören wie extreme Trockenheit und die damit verbundene Rationierung von Trinkwasser. "Gerade in der Kommunalpolitik müssen wir uns darum die nächsten Jahre auf die Folgen der Klimakrise vorbereiten”, stellte der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion fest.

Carsten Träger ließ anschließend die vergangenen 13 Monate Ampel-Regierung Revue passieren. Noch vor einem Jahr hätte er niemals gedacht, für LNG-Terminals zu stimmen, betonte Träger. Doch dieser Pragmatismus und die schnelle Entscheidung der Bundesregierung hätten Deutschland weitestgehend unabhängig von russischem Gas gemacht. "Wer hätte sich noch vor einem halben Jahr vorstellen können, dass wir so gut durch den Winter kommen?”, fragte der Fürther Bundestagsabgeordnete in die Runde.

Trotzdem seien Inflation und Energiepreise ein großes Problem, so Träger. Dem wirke man durch eine Energiepreispauschale, ein höheres Kindergeld, Heizkostenzuschüsse, die Ausweitung der Mini- und Midi-Job-Grenzen, eine höhere Pendlerpauschale sowie diverse Steuererleichterungen entgegen. "Wir sichern Energiequellen, wir stärken die Kaufkraft, wir senken die Energiepreise und wir sparen Energie! Die Verantwortung ist gut bei uns aufgehoben!”, lobte Träger zum Abschluss seines Vortrags die Arbeit der Ampelregierung.

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