Forderungen

ADFC will Schrittgeschwindigkeit in der Weißenburger Altstadt

12.8.2022, 14:37 Uhr
Der ADFC Weißenburg will die Rossmühle in Weißenburg für den motorisierten  Individualverkehr sperren lassen und die Straße in einen Radweg umwidmen. Die  Forderung ist eine von vielen, um langfristig aus Weißenburg eine  "Radfahrerstadt" zu machen.

© Markus Steiner, NN Der ADFC Weißenburg will die Rossmühle in Weißenburg für den motorisierten Individualverkehr sperren lassen und die Straße in einen Radweg umwidmen. Die Forderung ist eine von vielen, um langfristig aus Weißenburg eine "Radfahrerstadt" zu machen.

Zudem soll die Roßmühle (bei der ehemaligen Brauerei Sigwart) komplett für den motorisierten Individualverkehr gesperrt und in einen Radweg umgewidmet werden. Die Kreuzungen am Schiffla, in der Bahnhof- und Frauentorstraße sollen so umgebaut werden, dass die Spuren für die Fahrzeuge verengt werden und dort mehr Radwege entstehen und mehr Grün angepflanzt wird.

Mehr Grün in der Stadt könne auch bei großer Hitze zu niedrigeren Temperaturen beitragen, ist der ADFC überzeugt, der diese These auch anhand eigener Messungen auf Asphalt und auf einer Blumenwiese belegt hat. In diesem Zusammenhang betont der Fahrrad-Club dass auch in Weißenburg dringend geeignete Maßnahmen ergriffen werden müssen, um den Klimawandel abzumildern.

Die Reduzierung des Durchgangsverkehrs in der Innenstadt, mehr Grün in der Altstadt, der Ausbau der innerstädtischen Radwege seien alles Maßnahmen, die diesem Ziel dienten. Der ADFC findet, dass die Altstadt durchaus mehr Lebensqualität vertragen könnte, was letztlich dem Einzelhandel und der Aufenthaltsqualität diene.

Diebstahlsichere Fahrradständer

Wenn künftig mehr Menschen mit dem Fahrrad in die Stadt fahren, müssten folglich auch mehr diebstahlsichere Fahrradständer aufgestellt werden, schreibt der Fahrrad-Club in seiner Pressemitteilung. Weiterhin seien Parkbuchten für Fahrräder vor den Geschäften und die flächendeckende Schrittgeschwindigkeit in der Altstadt geeignete Maßnahmen, um für mehr Sicherheit, weniger Lärm und weniger Abgase in der Altstadt zu sorgen, glaubt der ADFC, der davon ausgeht, „dass alle Verkehrsteilnehmer sich an die neuen Regeln halten werden“.

Woraus sich dieser Optimismus speist? Der ADFC ist überzeugt: „Sicher gibt es immer Ausnahmen – dies ist aber eine Charakterfrage und keine des Verkehrsmittels. Generell müssen wir mehr konfliktfreien Raum für das Rad schaffen, das heißt geschützte Fahrflächen für die Radfahrerinnen und Radfahrer.“ Nach Ansicht des ADFC sei Verkehr immer mehr ein Umwelt- und Klimathema und müsse deshalb auch in puncto Emissionsminderung betrachtet werden.

Prinzipiell stehe auch der Fahrradclub hinter dem Antrag des Umweltbeirats und fordere bei der Erstellung eines Verkehrs- und Radwegekonzepts für Weißenburg eine möglichst breite Beteiligung. Deshalb sollten sämtlichen Interessenverbände und auch die Öffentlichkeit eingebunden werden.

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