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Sonntag, 19.05.2019

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"Alles ideal" für Andreas Straßner beim Seenlandmarathon

Lokalmatador gewann in 2:31 Stunden – Strahlende Siegerin der Frauen aus dem Vogtland - 24.09.2018 08:52 Uhr

Souverän vorne weg: Andreas Straßner (hier bei Ramsberg) lief einen klaren Sieg mit einer Zeit von 2:31 Stunden heraus. Für ihn war es ein Training für den München-Marathon. © Uwe Mühling


Nach Straßners Geschmack könnte der Seenlandmarathon aber durchaus öfter stattfinden, denn auf seiner Hausstrecke fühlt er sich pudelwohl und unterstrich das mit einer Zeit von 2:31:49 Stunden, mit welcher der 39-jährige Pleinfelder einen souveränen Gesamtsieg feierte und Riesenbeifall vom Publikum erhielt.

Und das völlig zu Recht, denn der deutsche Spitzenläufer hatte ein super Rennen hingelegt. „Es war heute einfach alles ideal“, schwärmte Straßner, der das Großereignis vor der Haustür als Training für den München-Marathon im Oktober nutzte. Deshalb hielt er sich auch ganz exakt an den Plan und die Vorgaben seines Trainer. Bis ins Detail (zum Beispiel auch das richtige Trinken) testete „Strassi“, wie er von von allen genannt wird, für den nahenden Stadtmarathon. „Wir haben das komplett durchgezogen.“

Johannes Linner in den Top Ten

Fast 18 Minuten betrug Straßners Vorsprung auf den Zweitplatzierten Alex Sellner von der LG Passau, der ebenso erstmals in Pleinfeld am Start war wie der Rangdritte Christian Jakob. Über einen Platz in den TopTen durfte sich Johannes Linner vom Geh-Punkt Weißenburg freuen (Rang acht) und dessen Vereinskollege Thomas Wallmüller feierte mit einer Zeit von 3:26 und Rang 29 ein sehr gelungenes Debüt auf der Marathon-Strecke.

Die klassische Distanz bei den Frauen absolvierte Carolin Schmidt vom SV Grünbach am schnellsten. Mit ihrer Zeit von 3:12:22 verbesserte die Siegerin ihre bisherige Bestmarke um mehrere Minuten und strahlte übers ganze Gesicht. Mit der Zweiplatzierten Anja Jakob war sie gemeinsam aus demVogtland angereist, dritte wurde Larissa Korn aus Schwabach. Sie startet für die LG Erlangen und hat vergangenes Jahr den Läufer-Cup im südlichen Mittelfranken gewonnen.

Strahlende Marathonsiegerin: Carolin Schmidt aus dem Vogtland war total happy. © Uwe Mühling


Der Halbmarathon war gegen Ende hin „ein hartes Stück Arbeit“, wie der erschöpfte Sven Ehrhardt kurz nach seinem Zieleinlauf erklärte. Der Topmann vom Team Memmert (Roth) spulte die 21,1 Kilometer in 1:13:10 Stunden herunter und hatte vor allem den Zweitplatzierten Simon Weiß (1:14:52) im Nacken. Dritter wurde Shako Rahmanpour (Hersbruck). Bernd Gruber von M.O.N. Pleinfeld kam auf den vierten Rang und der   junge Johannes Weizinger vom SV Übermatzhofen durfte sich über einen neunten Platz freuen. Sie waren damit die besten Landkreisstarter im großen Feld beim Halbmarathon.

Schnelles Ehepaar aus Passau

Auf der gleichen Distanz bei den Frauen siegte Theresa Wild von der LG Warching in 1:28:08 Stunden. Maria Seller von der LG Passau kam gut vier Minuten später ins Ziel und holte damit ebenso Silber wie ihr Mann Alex kurz zuvor beim Marathon – ein schnelles Ehepaar also aus Niederbayern. Das „Stockerl“ komplettierte beim Halbmarathon der Frauen Julia Koschmin vom TV ­Eckersmühlen. Martina Karl (für die Pfraunfelder Firma Schutt Karl am Start) kam als Fünfte ins Ziel und war damit schnellste Frau aus dem Landkreis. Selina Smola von Arriba Göppersdorf kam auf den zehnten Rang.

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Der Halbmarathon war mit rund 1300 Sportlerinnen und Sportlern einmal mehr die größte Konkurrenz. Zum Programm gehörten am Wochenende auch Bambini- und Schülerläufe, Nordic Walking und ein Hobbylauf sowie der namensgebende Marathon. Und natürlich die Staffeln, die sich die 42,195 Kilometer teilen und bei denen ein Mixed-Trio von Arriba Göppersdorf am schnellsten war: 2:38:57 Stunden standen für Laura Sanktjohanser sowie Nico und Tobias Damrat am Ende auf der Zieluhr – nur Andreas Straßner war an diesem Tag schneller. Bei den Staffeln gewannen zudem M.O.N. (Männer und Frauen) sowie die Lebenshilfe Weißenburg (Firmen).

Zum Schluss noch mal zurück zum Sieger Andreas Straßner, der seinen Erfolg von 2014 wiederholte: Ihm ­passte heuer der um eine Woche nach hinten verschobene Termin bestens ins Konzept. Weil es dabei bleibt – Termin 2019 ist Samstag/Sonntag, 21./22. September – will Straßner erneut starten: „Du kannst mich eintragen“, sagte er an die Adresse von Organisator Hubert Stanka (weitere Berichte über die Co-Wettbewerbe und deren Ergebnisse folgen in unserer morgigen Ausgabe). 

UWE MÜHLING

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