Sonntag, 18.04.2021

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Altmühlfranken ist wieder im grünen Bereich

Insgesamt 3877 Menschen in Weißenburg-Gunzenhausen sind bereits erstgeimpft - 25.02.2021 19:00 Uhr

Biontech oder Astrazeneca? Welchen Impfstoff man bekommt, ist nicht frei wählbar. Immerhin gibt es im Impfzentrum inzwischen wieder Impfstoff, um Termine vereinbaren zu können.

25.02.2021 © Foto: Hans-Joachim Winckler


Er weist aber auch darauf hin, dass auch einzelne Infektionsketten die Situation schnell verschärfen könnten, wie jüngst bei einem Ausbruchsgeschehen in einem Ortsteil von Heidenheim zu beobachten war.

Über Nacht schnellte die Sieben-Tage-Inzidenz nach oben und es gab auch in den Tagen danach noch einzelne Nachmeldungen von Corona-Infektionen.Die dort aufgetretenen Fälle stehen in keinem Zusammenhang mit einem Altenheim oder einer stationären Pflegeeinrichtung, betonte Rank einmal mehr.

Nach Informationen unserer Zeitung sollen sich in dem kleinen Ort nur wenige Menschen an die geltenden Corona-Auflagen gehalten haben, was letztlich in Summe zum Corona-Hotspot führte.

Nachdem das Gesundheitsamt alle positiven Fälle ermitteln konnte, steht fest, dass die Infektionen zum Teil auf familiäre und zum anderen Teil auch auf berufliche Kontakte zurückzuführen sind. Insgesamt scheint es aber so, dass der Ausbruch durch rasches und entschiedenes Einschreiten begrenzt werden konnte.


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Laut der Polizeiinspektion Gunzenhausen laufen derzeit noch die Ermittlungen, wer genau gegen die Corona-Auflagen verstoßen hat, zudem ging ein anonymes Schreiben mit einem Hinweis auf eine mögliche Ausbruchsursache bei der Polizei ein. Sollten sich hier neue gesicherte Erkenntnisse zur Ausbruchs- oder Verbreitungsursache ergeben, wird das Landratsamt die Öffentlichkeit informieren.

In öffentlichen Einrichtungen und Heimen gibt es aktuell nur einzelne Verdachtsfälle, aber kein aktuelles Ausbruchsgeschehen mehr, erläuterte der Gesundheitsamtsleiter, der bestätigte, dass auch in Weißenburg-Gunzenhausen die ersten Mutationen aufgetaucht sind. Nach aktuellem Stand konnten bei Tests fünf britische Mutationen nachgewiesen werden, bei zwei weiteren Mutationen standen die genauen Ergebnisse gestern noch aus.

Impfquote liegt bei rund vier Prozent

Seit Beginn der Corona-Impfungen im Landkreis wurden 3877 Personen erstgeimpft, 1803 haben bereits die Zweitimpfung erhalten (Stand: Mittwoch). Die Impfquote für den Landkreis liegt bei rund vier Prozent. Gestern begann auch die Erstimpfung in der letzten Einrichtung für Menschen mit Behinderung. Somit sind die Erstimpfungen in den Heimen weitgehend abgeschlossen.

Es werden nun vermehrt im Impfzentrum in Gunzenhausen Termine angeboten. Es gibt Impfzentrumsleiter Christoph Schneidewin zufolge sowohl Termine für Impfungen mit dem Vakzin der Firma Biontech als auch Termine für Impfungen mit dem Impfstoff der Firma Astrazeneca. Welcher Impfstoff zum Einsatz kommt, richtet sich alleine nach dem Alter der zu Impfenden: Der Impfstoff von Astrazeneca steht nur für Personen zur Verfügung, die jünger als 65 Jahre sind.


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Schneidewin betonte, dass Personen, die aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit oder ihrer gesundheitlichen Indikation einen Impftermin erhalten haben, einen geeigneten Nachweis zum Impftermin mitbringen müssen. Als Beispiel nannte er eine aktuelle Bescheinigung des Arbeitgebers.

Da jetzt größere Impfstofflieferungen von Astrazeneca eingetroffen sind, werden für die nächsten Wochen teilweise auch Impftermine für unter 65-Jährige angeboten. Das heißt, dass derzeit aufgrund der Verfügbarkeit der zwei unterschiedlichen Impfstoffe unter 64-Jährige bereits vor den unter 80-Jährigen geimpft werden, weil sie ein anderes Vakzin erhalten.

Keine Wahlmöglichkeit

Gemäß den gesetzlichen Bestimmungen gibt es Schneidewin zufolge grundsätzlich keine Wahlmöglichkeit für einen bestimmten Impfstoff. Jeder Impfstoff sei aber besser als gar keiner, sagte der Leiter des Impfzentrums. Auch Astrazeneca schütze vor schweren Erkrankungen. Deshalb rate er allen, sich schnellstmöglich für die Impfung registrieren zu lassen. Bisher haben sich weniger als 20 Prozent der Bevölkerung des Landkreises zur Impfung registrieren lassen.

Impfwillige können sich online unter www.impfzentren.bayern anmelden. Sollte die Registrierung online nicht möglich sein, kann die Registrierung auch per Telefon unter 09831/52 20 41 beim Impfzentrum Altmühlfranken erfolgen. Die Hotline ist von 9 bis 17 Uhr erreichbar. Das Impfzentrum bittet um Verständnis, dass die Hotline ausschließlich zur Registrierung genutzt werden kann. Medizinische Fragen werden nicht beantwortet.


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