Donnerstag, 03.12.2020

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Altmühlfranken sucht Wander- und Radwegewarte

Es geht vor allem darum, die Beschilderung in Schuss zu halten - 13.11.2020 06:30 Uhr

Eine neue Beschilderung für Wander- und Radwanderwege ist schön, doch braucht sie auch jemanden, der regelmäßig schaut, ob noch alles passt. Der Landkreis ist auf der Suche nach weiteren Wanderwege- und Radwegewarten.

12.11.2020 © Foto: Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen


Bislang gibt es in Altmühlfranken Wanderwegewarte für den Seenländer, den Römer-Erlebnispfad und den Pilgerwanderweg von Eichstätt nach Heidenheim. Nun sucht der Landkreis einen Betreuer für den durch Weißenburg-Gunzenhausen führenden Teil des Jakobswegs von Nürnberg nach Oettingen.

44 Kilometer ist die Strecke, die im Landkreis läuft, erläuterte Verena Bickel im Ausschuss für Regionalentwicklung, Sport, Tourismus und Kultur im Kunststoffcampus. Er kommt von Schwabach her über Abenberg nach Kalbensteinberg und nach Gunzenhausen und läuft dann weiter über Spielberg, Heidenheim und Hüssingen nach Oettingen.

Insgesamt ist der Weg 105 Kilometer lang, die sich in sechs Tagesetappen aufteilen. Mit insgesamt etwas mehr als 100 Metern Höhenunterschied ist er auch für weniger erfahrene Wanderer gut zu bewältigen. "Über mittelalterliche Handelswege führt diese Strecke die Pilger vorbei an Burgen und am römischen Limes an die Wiege des fränkischen Christentums", wirbt der Tourismusverband Fränkisches Seenland in der Broschüre "Pilgerwanderwege" für die Strecke. 2015 wurde er neu beschildert und eingeweiht.

Freie Sicht auf die Schilder

Damit der Wanderweg dauerhaft attraktiv bleibt und gern genutzt wird, braucht es jemanden, der sich um ihn kümmert. Das sieht so aus, dass der Wegewart zweimal im Jahr die Strecke abläuft und vor allen Dingen kontrolliert, ob die Beschilderung noch gut erkennbar ist. Die ideale Aufgabe für Menschen, die gerne an der frischen Luft unterwegs sind.


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Gegebenenfalls schneidet der Wart die Schilder frei oder meldet dem Landratsamt, wenn einer der Wegweiser fehlt. Gleiches gilt, wenn auf dem Weg andere Arbeiten zu erledigen sind, beispielsweise weil ein Sturm einen Ast geknickt hat, der dann in den Weg ragt. Nach einem Sturm sollte der Wegewart nämlich ebenfalls die Strecke ablaufen.

Als Entschädigung für den Aufwand gibt es je Kilometer acht Euro. Bleibt es bei den zwei Touren im Jahr, sind das 704 Euro an Kosten für die Kreiskasse, rechnete Verena Bickel vor.

122 Kilometer Radweg

Ähnlich sieht die Aufgabe des Radwegewartes aus. Auch er (oder sie) sollte zweimal im Jahr eine bestimmte Strecke abfahren und kontrollieren, ob die Beschilderung passt und der Weg in Ordnung ist.

Radwegewarte gibt es bislang im Landkreis noch nicht. Vorgesehen sind zunächst die Radwege von Gunzenhausen über den Hahnenkamm ins Ries bzw. von Treuchtlingen auf den Hahnenkamm, der Möhrenbachradweg und der Quellenradweg. Insgesamt sind das im ersten Schritt 122 Kilometer. Ab 2022 sollen weitere Strecken ins betreute Netz aufgenommen werden. Im ersten Schritt entstehen bei einer Kilometerpauschale von vier Euro im Jahr knapp 500 Euro an Kosten für den Landkreis.


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Der Ausschuss für Regionalentwicklung, Sport, Tourismus und Kultur stimmte beiden Vorhaben jeweils einstimmig zu. Nun muss jeweils noch die entsprechende Summe in den Kreishaushalt des nächsten Jahres eingestellt werden. Und natürlich müssen sich Personen finden, die die Aufgabe übernehmen.

Nähere Auskünfte

Wer Interesse daran hat, als ehrenamtlicher Wegewart oder Radwegewart tätig zu sein, kann sich an Carolin Tischner von der Zukunftsinitiative Altmühlfranken wenden (Tel. 09141/902193, E-Mail carolin.tischner@altmuehlfranken.de).

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