Bezirksliga: Wichtige Woche für Weißenburg

3.9.2016, 06:00 Uhr
Positive Bilanz: Zuletzt hat der TSV 1860 aus vier Spielen gegen Holzheim zehn Punkte geholt (hier eine Szene vom 4:2 im Mai 2016).

© Mühling Positive Bilanz: Zuletzt hat der TSV 1860 aus vier Spielen gegen Holzheim zehn Punkte geholt (hier eine Szene vom 4:2 im Mai 2016).

Sollte diese sogenannte englische  Woche für die Weißenburger erfolgreich verlaufen „wären wir wieder dabei“, sagt TSV-1860-Trainer Oliver Wellert. Er und sein Team richten den Fokus natürlich erst einmal auf das heutige Match gegen Holzheim. Der FC hat zuletzt drei von vier Spielen gewonnen und steht mit elf Punkten auf Rang zwölf – Tendenz steigend nach einem eher schwachen Start, bei dem einige Schlüsselspieler nicht an Bord waren.

Von einem „Schicksalsspiel“ will Wellert gegen Holzheim nicht sprechen. „Das klingt so hochdramatisch“, findet er und stellt klar: „Wenn wir nicht gewinnen, sind wir ja keineswegs abgestiegen“. Der Weißenburger Coach spricht aber zumindest von einem „wichtigen Spiel am Beginn einer entscheidenden Woche“. Im Abstiegskampf der Bezirksliga 2 muss der Tabellenvorletzte (bislang vier Zähler) möglichst eifrig punkten, um nicht den Anschluss zu verlieren.

Wespenstich und Daumenbruch

Die Schwere der Aufgaben wird durch die weiterhin prekäre Personalsituation noch verstärkt. Exemplarisch für das Pech der TSVler: Zuletzt trat Patrick Weglöhner in eine Wespe und wurde durch deren Stich für das Spiel in Dinkelsbühl außer Gefecht gesetzt. Obendrein hat sich Daniel Meyer den Daumen gebrochen und fällt ebenso aus wie Jonas Ochsenkiel (Hüfte), Tim Lotter, Marc Hedwig, Simon Bittner (alle Knie) und Bastian Forster (Syndesmoseband). Diese aktuellen Fälle gepaart mit einigen Langzeitverletzungen sorgen dafür, dass so manche angeschlagene Spieler gar nicht anders können, als aufzulaufen.

Und dass manche Akteure, denen man eigentlich noch Zeit geben wollte, schneller wieder einsteigen müssen. Allen voran feiert Spielführer Sebastian Struller nach Kreuzbandriss und fast einjähriger Pause heute seine Comeback. Trainer Wellert sieht das auch als Zeichen in der aktuell so schwierigen Situation: „Der Kapitän ist wieder an Bord“. Wichtig auch: Stürmer Andre Hofer hat sich zuletzt in der U23 mit einem lupenreinen Hattrick zurückgemeldet und soll nun auch für die „Erste“ wieder treffen. Und mit Michael Böhm, der letztmals Ende Juli in Seligenporten im Einsatz war, kehrt ein weiterer Offensivmann zurück. Ein Fragezeichen steht noch hinter Torwart Johannes Uhl (Mittelohrentzündung). Für ihn könnte Dominic Rogner einspringen und sein Bezirksliga-Debüt geben.

Trotz der vier Gegentore zuletzt beim 0:4 in Dinkelsbühl war Uhl einmal mehr ein guter Rückhalt für die junge Weißenburger Mannschaft, die sechs Akteure mit 20 Jahren und jünger am Platz hatte. Insgesamt fand der Coach, dass seine Truppe unter Wert geschlagen worden sei. „Zwischen der sechsten und 70. Minute waren wir am Drücker“, stellte er fest. Es haperte jedoch einmal mehr in dieser Saison an der Chancenverwertung.

Der voraussichtliche TSV-1860-Kader: Uhl (?), Rogner, Schwenke, Weglöhner, Struller, Lehner, Blob, Riedel, Leibhard, Böhm, Hofer, Wnendt, Auernhammer, Strobel, Loy.

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