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Corona in Weißenburg-Gunzenhausen: Inzidenz bleibt unter der 200er-Marke

Die aktuellen Fallzahlen für Altmühlfranken - 18.04.2021 11:40 Uhr

In den vergangenen sieben Tagen gab es im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen 178 Neuinfektionen laut RKI. Der pro 100.000 Einwohner berechnete Inzidenzwert beträgt aktuell 187,9 (Vortag 190). Bisher wurden 3365 Personen nachweislich mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert. 110 Menschen sind in Verbindung mit Sars-CoV-2 gestorben (Quelle: RKI, Stand: 18.04.2021).

Nachdem die 7-Tage-Inzidenz unter der Schwelle von 200 liegt, ändert sich an den bisher geltenden Regeln zunächst nichts. Die Verschärfungen, die seit Montag, 12. April, greifen, gelten bayernweit.

Folgende Maßnahmen sind seit dieser Woche neu

Nach Ankündigung der Bayerischen Staatsregierung werden Blumenfachgeschäfte, Gartenmärkte, Gärtnereien, Baumschulen, Baumärkte und Buchhandlungen wieder wie sonstige Geschäfte des Einzelhandels behandelt, informiert das Landratsamt. Die Öffnung solcher Läden ist damit nur unter den Bedingungen zulässig, die für den übrigen Einzelhandel gelten und sich an der 7-Tage-Inzidenz im Landkreis orientieren.

Inzidenzunabhängig dürfen nur die in der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung aufgezählten Geschäfte öffnen. Für Weißenburg-Gunzenhausen gilt die Regelung einer 7-Tage-Inzidenz zwischen 100 und 200, weil die schärferen Regeln erst greifen, wenn die Messlatte an drei aufeinanderfolgenden Tagen gerissen wird.


Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen: Hier gibt's Schnelltests


Das bedeutet, dass die Geschäfte Terminshopping-Angebote, das sogenannte Click & Meet, machen können. Dabei muss von Kundinnen und Kunden ein aktueller negativer Test (max. 48 Stunden alter PCR-Test oder max. 24 Stunden alter Schnelltest) vorgelegt werden.

Das bisher erlaubte „Click & Collect“, also die Abholung vorbestellter Waren in den Geschäften, ist weiterhin auch ohne Vorlage eines negativen Tests möglich. Ob geimpfte Bürgerinnen und Bürger in Zukunft von der Testpflicht ausgenommen werden, steht derzeit noch nicht fest. Aktuell gelten für diesen Personenkreis bezüglich „Click & Meet“ keine Sonderregelungen, weist das Landratsamt hin.

Diese Regelungen greifen weiterhin

Kontaktbeschränkungen: Zulässig sind Treffen zwischen Personen aus einem Haushalt und einer zusätzlichen weiteren haushaltsfremden Person. Ehegatten, Lebenspartner und Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft gelten jeweils als ein Hausstand, auch wenn sie keinen gemeinsamen Wohnsitz haben. Kinder unter 14 Jahren bleiben außer Betracht. Erlaubt ist weiterhin die wechselseitige, unentgeltliche, nicht geschäftsmäßige Beaufsichtigung von Kindern unter 14 Jahren in festen, familiär oder nachbarschaftlich organisierten Betreuungsgemeinschaften, wenn sie Kinder aus höchstens zwei Hausständen umfasst. 

Nächtliche Ausgangssperre: Von 22 bis 5 Uhr gilt eine nächtliche Ausgangssperre. Der Aufenthalt außerhalb einer Wohnung ist untersagt, es sei denn dies ist begründet durch einen medizinischen oder veterinärmedizinischen Notfall oder anderer medizinisch unaufschiebbarer Behandlungen, der Ausübung beruflicher oder dienstlicher Tätigkeiten oder unaufschiebbarer Ausbildungszwecke, der Wahrnehmung des Sorge- und Umgangsrechts, der unaufschiebbaren Betreuung unterstützungsbedürftiger Personen und Minderjähriger, der Begleitung Sterbender, von Handlungen zur Versorgung von Tieren oder von ähnlich gewichtigen und unabweisbaren Gründen.
 

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Schrittweise Lockerungen oder Verschärfungen: Das ist der Stufenplan für Bayern

Ein Überblick über die im März vom bayerischen Kabinett beschlossenen Stufen der Corona-Regeln. Aktuell sind die geplanten Öffnungsstufen für die Außengastronomie, die Kultur und den Sport allerdings bis mindestens 26. April ausgesetzt.


Dienstleistungen: Von den Verschärfungen nicht betroffen sind jedoch Dienstleistungen der Friseure sowie im hygienisch, pflegerisch erforderlichen Umfang die nichtmedizinische Fuß-, Hand-, Nagel- und Gesichtspflege, erklärt das bayerische Innenministerium.

Sportausübung: Es ist nur kontaktfreier Individualsport im Außenbereich mit Personen des eigenen Hausstandes sowie einer weiteren haushaltsfremden Person unter freiem Himmel erlaubt, auch auf Außensportanlagen. Mannschaftssport ist untersagt. 
 
Kulturstätten: Die Öffnung von Museen, Ausstellungen, vergleichbaren Kulturstätten sowie zoologischen und botanischen Gärten ist untersagt. 
 
Außerschulische Bildung, Musikschulen: Angebote der beruflichen Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie außerschulische Bildungsangebote sind in Präsenzform nicht zulässig. Ausgenommen davon sind Erste-Hilfe-Kurse und die Ausbildung von ehrenamtlichen Angehörigen der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und des Technischen Hilfswerks.  Instrumental- und Gesangsunterricht in Präsenzform ist untersagt.

Das gilt für Schulen und Kitas

In der Jahrgangsstufen 4 der Grundschulen, der Jahrgangsstufe 11 der Gymnasien und der Fachoberschulen sowie in Abschlussklassen findet Präsenzunterricht statt, soweit dabei der Mindestabstand von 1,5 Metern durchgehend und zuverlässig eingehalten werden kann. Wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, ist Wechselunterricht durchzuführen. An allen übrigen Jahrgangsstufen und Schularten findet Distanzunterricht statt. 

Seit Montag, 12. April, müssen Schülerinnen und Schüler zudem einen negativen Corona-Test vorlegen, um am Präsenzunterricht teilnehmen zu können. Das kann ein Schnelltest aus einem der Testzentren sein, es werden aber auch vor Ort an oder in den Schulen Selbstests angeboten. Die Details sind von Schule zu Schule unterschiedlich geregelt.

Aufgrund der Überschreitung der 100er-Marke gelten vorläufig weiterhin strengere Regelungen im Landkreis für den Betrieb von Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen, organisierten Spielgruppen für Kinder sowie Maßnahmen zur Ferientagesbetreuung. Der Regelbetrieb ist grundsätzlich untersagt, lediglich eine Notbetreuung bleibt zulässig. 

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Diese Bußgelder drohen bei Verstößen gegen die Corona-Auflagen

Das bayerische Gesundheitsministerium hat einen Bußgeldkatalog bei Verstößen gegen die Regelungen zur Eindämmung des Coronavirus erlassen. Wer sich nicht daran hält, für den kann es teuer werden. Eine Übersicht.


Regelungen zur Notbetreuung werden vom Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales im Benehmen mit dem Staatsministerium für Gesundheit und Pflege durch Bekanntmachung erlassen. Alle Informationen gibt es auch noch mal auf der Seite des Landratsamtes zum Nachlesen. 

Das ist der Stand bei den Impfungen

Mittlerweile wurden im Landkreis 13.662 Personen erst- und 5.895 Personen zweitgeimpft. Die Immunisierungen im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen finden im Impfzentrum in Gunzenhausen im früheren Altmühl-Center statt. Zusätzlich impfen die ersten Hausärzte seit Mittwoch, 31. März im Landkreis (Stand: 16.04.2021).

Allen registrierten Personen der obersten Priorisierungsgruppe wurde bereits ein Impfangebot gemacht. Auch vielen Personen der zweiten Priorisierungsgruppe, die sich für eine Impfung registriert haben, konnte schon ein Impfangebot gemacht werden. Zur zweiten Priorisierungsgruppe gehören vor allem die Über-70-Jährigen sowie Personen mit speziellen Vorerkrankungen oder Personen, die aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit oder als Kontaktperson zum Beispiel von Schwangeren zur 2. Priorisierungsgruppe gehören.

Landkreis Ansbach seit drei Tagen über 200

Der 7-Tage-Inzidenzwert liegt im Landkreis Ansbach laut Angaben des RKI seit Donnerstag über 200. Deshalb werden ab Montag, 19. April, die Regeln für den Einzelhandel verschärft. 

Der Einkauf nach Terminvereinbarung mit Nachweis eines negativen Coronavirustests ("Click & Meet") ist nicht mehr möglich. Stattdessen darf nur noch bereits vorbestellte Ware abgeholt werden ("Click & Collect"). Dafür ist kein negativer Coronatest notwendig. Die bisher inzidenzunabhängigen geöffneten Geschäfte und Betriebe haben weiterhin wie gewohnt offen.

Sonst ändert sich nichts an den Regeln. Es greifen dieselben Maßnahmen wie bereits für den Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen oben aufgeführt. Die Stadt Ansbach weist eine 7-Tage-Inzidenz von 162,7 auf (Vortag: 157,9). 

Entwicklung der Zahlen ist relevant

Die Maßnahmen finden sich in der Zwölften Bayerische Infektionsschutzverordnung mit Corona-Regeln. Dabei ist nicht der tägliche Inzidenzwert ausschlaggebend, sondern dessen Entwicklung.

Erst, wenn ein Grenzwert drei Tage in Folge über- oder unterschritten wird, kündigt die zuständige Behörde in der Stadt oder dem Landkreis an, ab wann die neuen Regeln gelten - frühestens einen Tag nach der Bekanntgabe.

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Was bedeutet der Inzidenzwert?

Der Inzidenzwert beschreibt die Rate der Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen. Die Angaben des für die bundesweiten Zahlen zuständigen Robert-Koch-Institut (RKI), des bayerischen LGL und der örtlichen Gesundheitsämter weichen dabei teilweise voneinander ab. Ein Grund dafür sind unterschiedliche Zeiträume und Zeitpunkte, in denen die Daten erfasst, verarbeitet und weitergemeldet werden. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

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