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Montag, 27.05.2019

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Das "Drama der Urzeit" wieder in Solnhofen

Einmaliges Fossil ist wieder im Museum - 22.02.2019 08:50 Uhr

Ist ab sofort wieder im Solnhofener Museum zu bestaunen: Das „Drama der Urzeit“, das nun wieder als Leihgabe im „Ikonen-Raum“ an seinem angestammten Platz hängt. © WT-Archiv


Der spektakuläre Fossilfund wird wieder an seinem alten Ausstellungsplatz im Ikonenraum des Bürgermeis­ter-Müller-Museums zu sehen sein. „Den haben wir ja freigehalten“, freut sich Bürgermeister Manfred Schneider nicht nur über den Lückenschluss, sondern auch über die Aufwertung des Museums. „Der von einem Raubfisch aufspießte Flugsaurier mitsamt einem kleinen Fisch in seiner Kehle war das wohl am meisten bewunderte Fossil in unserem Museum.“ Das „Drama der Urzeit“ zählt neben einem einzigartigen Raubdinosaurier und drei Urvögel-Originalen zu den absoluten Highlights und Besuchermagneten der Schau. Die lockt Jahr für Jahr auch zahlreiche national und international renommierte Wissenschaftler nach Solnhofen.

„Wir haben es alleine unserem Wissenschaftler Dr. Martin Röper zu verdanken, dass dieses wichtige Stück rechtzeitig vor der kommenden Saisoneröffnung wieder in unserem Museum zurück ist.“ Die Steinplatte ist ab sofort und zumindest bis Ende kommenden Jahres wieder fest in der Ausstellung zu sehen. Das einmalige Stück hätten auch gerne internationale Museen gezeigt, doch Röper konnte den Besitzer überzeugen, dass Solnhofen die richtige Wahl ist.

Offizieller Leihgeber ist die Interprospekt AG, einer der international wichtigsten Kooperationspartner des Solnhofener Museums, mit Sitz in der Schweiz. „Wir wollen in der Steinregion eine attraktive Fossilschau für Mittelfranken im Allgemeinen und Altmühlfranken im Speziellen. Dafür hat unser Museum mittlerweile ein über Europa, Amerika und Asien gespanntes Netzwerk, das weltweit bedeutende Funde untereinander für Ausstellungen immer wieder rotieren lässt“, so Bürgermeister Manfred Schneider. Das Solnhofener Museum international attraktiv zu halten, „ist nicht zum Nulltarif zu haben“. Die Betriebskosten schultert die Gemeinde weitestgehend selbst.

Das „Drama der Urzeit“ war von seinem Besitzer wegen der unklaren Rechtslage vor Erlass des Kulturgutschutzgesetzes aus dem Museum genommen worden. Die Rechtslage ist mittlerweile sicher, und das einzigartige Fossil war zuletzt im Dinosaurier-Museum in Denkendorf ausgestellt. 

Rainer Heubeck

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