Kita-Neubau

Das Pleinfelder Hallenbad wird komplett abgerissen

Miriam Zöllich
Miriam Zöllich

Weißenburger Tagblatt

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3.8.2022, 15:17 Uhr
Endgültiges Ende für das Hallenbad: Der Bau aus den Siebziger Jahren wird  komplett abgerissen, an seiner Stelle entsteht das neue Haus für Kinder.

© Miriam Zöllich, NN Endgültiges Ende für das Hallenbad: Der Bau aus den Siebziger Jahren wird komplett abgerissen, an seiner Stelle entsteht das neue Haus für Kinder.

Das hat der Pleinfelder Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung mit neun zu sechs Stimmen entschieden. Die Gegenstimmen kamen überwiegend aus den Reihen der Freien Wähler und Grünen. Zur Diskussion standen nämlich – alternativ zum Komplettabbruch – noch zwei weitere Varianten.

Mit rund einer Viertelmillion Euro wäre der ausschließliche Abbruch der Schwimmhalle die günstigste Variante gewesen. Die Nebenräume wie Umkleidekabinen und Treppenhaus hätte man unverändert gelassen. Eine weitere Variante wäre gewesen, das Schwimmbad abzureißen und die Nebenräume zu sanieren, was noch einmal knapp 190 000 Euro gekostet hätte.

Schwimmbad musste 2009 für immer schließen

Die Räume werden derzeit von einigen Pleinfelder Vereinen als Lagerstätte genutzt. Allerdings käme zu den Kosten für die Ertüchtigung ja auch noch der laufende Unterhalt der Gebäude hinzu, weshalb sich die Mehrheit der Gemeinderatsmitglieder für den Komplettabriss des Gebäudes inklusive der Nebenräume für gute 400 000 Euro aussprach.

Das Pleinfelder Hallenbad wurde Mitte der 70er-Jahre gebaut und verfügte über ein 16-Meter-Schwimmbecken und ein kleines Nichtschwimmerbassin. 2009 wurde in dem Gebäude erheblicher Schimmelbefall in der Mineralwolle der abgehängten Decke festgestellt, zudem gelten die Fasern als krebserregend.

Allein die Beseitigung der Mängel hätte rund 50 000 Euro gekostet, eine notwendige Generalsanierung der Schwimmbadtechnik hätte mit knapp drei Millionen Euro den Gemeindehaushalt komplett gesprengt. Das hätte sich nach Ansicht der Gemeinde nicht rentiert, erklärte der damalige Bürgermeister Josef Miehling. Denn auch nach der Sanierung habe man „immer noch ein altes Hallenbad mit einem unattraktiven Schulschwimmbecken“.

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