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Dienstag, 15.10.2019

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Der TSV 1860 Weißenburg im Relegations-Fieber

Schafft das Vierke-Team den Aufstieg in die Landesliga? - 22.05.2019 16:01 Uhr

Der Matchwinner: Maik Wnendt (links, hier im Spiel gegen Zirndorf), hat mit seinem 1:0 für den TSV 1860 Weißenburg im letzten Punktspiel gegen Burgfarrnbach die Relegations-Teilnahme erst möglich gemacht. Heute geht es mit einem Heimspiel los. © Foto: Uwe Mühling


Von 1989 bis 1993 hat der TSV 1860 Weißenburg zuletzt in der Fußball-Landesliga gespielt. Jetzt, gut 25 Jahre später, hat das Aushängeschild des Jura Südens die große Chance zur Rückkehr. Es ist allerdings ein weiter und schwieriger Weg über zwei Relegationsrunden mit vier Spielen, die dem Team von Trainer Markus Vierke bevorsteht.

Die Weißenburger müssen sich in der Relegations-Gruppe "Mitte" nämlich nicht nur im Mittelfranken-Duell gegen den FSV Stadeln durchsetzen, sondern anschließend auch noch gegen den Sieger des oberpfälzer Vergleichs zwischen dem SV Haushahn und dem SV Etzenricht. Und das jeweils mit Hin- und Rückspiel. "Der Weg ist durchaus anspruchsvoll", unterstreicht auch Markus Vierke.

Los geht es am heutigen Donnerstag um 18.30 Uhr mit dem Duell der beiden Vizemeister aus den Bezirksligen Süd und Nord. Der TSV 1860 erwartet dazu den FSV Stadeln, das Rückspiel folgt am Sonntag um 16 Uhr. Während die Weißenburger mit 61 Punkten durchs Ziel gegangen sind, verbuchten die Kicker aus dem Fürther Stadtteil satte 76 Zähler. Erst am letzten Spieltag entschied sich im Norden die Meisterschaft zugunsten des SV Schwaig (77).

Während Stadeln zum Abschluss mit 7:2 gegen Cagri Spor Nürnberg gewann und damit auf 92:42 Tore kommt, machten die Weißenburger (65:40) mit einem knappen 1:0 gegen Burgfarrnbach am letzten Spieltag noch das Rennen um Platz zwei. "Das war natürlich eine positive Überraschung", sagt Trainer Vierke. "Es war ein sehr, sehr schöner Moment". Aus seiner Sicht ist es eine "Riesenleistung", dass seine Mannschaft den Vizetitel geholt hat, was vor der Saison nicht zu erwarten war, zumal man einige gestandene Bezirksliga-Spieler verloren hatte. "Umso mehr können wir stolz sein, dass wir das geschafft haben", betont Vierke.

Von den Saisonbilanzen und auch vom Kader her – Stadeln hat einige ehemalige Regional- und Bayernliga-Spieler in seinen Reihen – dürfte der FSV Vorteile auf seiner Seite haben und Favoriten-Status genießen. Auch Vierke räumt ein, dass es schwierig wird, gegen Stadeln zu bestehen. Er will seine Mannschaft aber ganz gewiss nicht kleinreden: "Wir wollen mutig und mit Selbstvertrauen in das Spiel gehen", sagt der Coach.

Die Euphorie, die sich durch die Relegations-Qualifikation breit gemacht hat, konnten der Trainer und sein Team in den vergangenen Tagen förmlich spüren. Heute nun hoffen sie auf viele Zuschauer und eine große Unterstützung im Sportpark Rezataue. "Es ist auf jeden Fall etwas Besonderes, dass wir die Relegation spielen dürfen und dass wir überhaupt wieder mit der Landesliga in Verbindung gebracht werden".

Unabhängig vom Ausgang ist Markus Vierke überzeugt, dass solche Spiele für die Erfahrung seiner vielfach noch sehr jungen Mannschaft gut und wichtig sind. "Das ist ein Riesenevent, solche Spiele vergisst man nicht". Natürlich wollen die Weißenburger vor allem den sportlichen Erfolg und wissen, "dass viel funktionieren muss, um diesen Erfolg zu haben. Jeder Fehler wird hier noch mehr bestraft als in der Liga".

Letzte Punktspiele vor zehn Jahren

Die letzten Punktspiele zwischen Weißenburg und Stadeln liefen in der Saison 2008/2009, liegen also schon zehn Jahre zurück. Damals gab es noch die Bezirksoberliga, Stadeln gewann beide Partien, der TSV 1860 musste am Saisonende absteigen. Seither gab es das eine oder andere Testspiel zwischen den heutigen Aufstiegs-Konkurrenten.

Heute und am Sonntag geht es sportlich um sehr viel. Logisch, dass da im Weißenburger Kader alle dabei sein wollen. Trainer Vierke ist froh, dass Max Pfann, Jonas Ochsenkiel und Marco Jäger nach ihren Verletzungspausen wieder fit sind und zur Verfügung stehen. Und auch Torwart Johannes Uhl ist nach seinem Zusammenprall vom Samstag wieder ganz auf der Höhe. "Wir können aus dem Vollen schöpfen", freut sich Markus Vierke.

Der Weißenburger Kader: Johannes Uhl, Patrick Weglöhner, Tim Lotter, Christian Leibhard, Marco Schwenke, Markus Lehner, Zijad Eco, Maik Wnendt, Jonas Ochsenkiel, Benjamin Weichselbaum, Max Pfann, Robin Renner, Yannik Strobel, Johannes Herrmann, Marco Jäger, Jonas Herter.

UWE MÜHLING.

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