Der TSV 1860 will die Wende schaffen

20.8.2016, 06:00 Uhr
Endlich wieder jubeln? In der vergangenen Saison hat der TSV 1860 Weißenburg zwei Siege gegen die TSG Roth gefeiert. Und heute?

© Uwe Mühling Endlich wieder jubeln? In der vergangenen Saison hat der TSV 1860 Weißenburg zwei Siege gegen die TSG Roth gefeiert. Und heute?

Es wäre ein guter Zeitpunkt aus Sicht der Gastgeber, denn „irgendwann musst du gewinnen, um den Anschluss nicht zu verlieren“, unterstreicht TSV-Trainer Oliver Wellert. Ein guter Zeitpunkt wäre es sicherlich auch deshalb, weil es sich zum einen um das Weißenburger Kirchweihspiel und zum anderen um ein stets umkämpftes Jura-Derby handelt. Und obendrein ist die TSG Roth (aktuell acht Punkte) auch noch der Ex-Club von Wellert.

Anstoß ist heute um 17.00 Uhr im Sportpark Rezataue. Zuvor spielt ab 15.00 Uhr die Weißenburger U23 gegen den TSV Georgensgmünd (A-Mitte). Zwei interessante Duelle also, bei denen die Gastgeber unbedingt punkten wollen. In der ersten Mannschaft wird dies aktuell vor allem durch die Personalsituation erschwert. Oliver Wellert sieht durchaus Parallelen zum Vorjahr. „Es geht schon wieder los mit der Verletztenmisere“, klagt er mit Blick auf die aktuellen Ausfälle von Serkan Er (Kreuzband-riss), Sebastian Walter (Zehenbruch), Andre Hofer (Knie), Maik Wnendt, Michael Böhm (beide Knöchel) und Jonas Ochsenkiel (Leiste).

„Blutjunge Mannschaft“

Wieder ins Team zurückkehren soll hingegen Daniel Blob, der zuletzt ebenfalls verletzt war, der es heute gegen Roth aber wieder probieren will. Die vielen Ausfälle sind aus Wellerts Sicht auch der Hauptgrund, warum es bislang in der neuen Saison nur zu einem Sieg gereicht hat. Der Coach will zwar keine Ausreden suchen, die Negativserie liegt nach seinen Worten aber nicht zuletzt daran, „dass wir häufig mit einer blutjungen Mannschaft spielen und derzeit auch Lehrgeld bezahlen“. Und weiter: „Jeder Fehler wird sofort bestraft“.

Hinzukommt die Tatsache, dass die Weißenburger bislang gegen die ersten drei Teams der Tabelle sowie im Prinzip gegen eine Regionalliga-Mannschaft (beim SV Seligenporten II) gespielt haben. Als einzigen echten Ausrutscher sieht Wellert die Niederlage beim Aufsteiger Henger SV und hofft nun, dass es gegen seinen Heimatverein klappt. Ein gutes Omen könnten die beiden Weißenburger Siege gegen Roth in der vergangenen Saison sein. Ausgefallen ist unter der Woche – wie berichtet – das Pokalspiel in Soln-hofen. Die Umstände der Absage durch die dortige TSG empfand Oliver Wellert als ziemliche „Farce“. 

Das TSV-1860-Aufgebot: Uhl, Rogner, Schwenke, Meyer, Blob, Weglöhner, Lehner, Strobel, Lotter, Bittner, Leibhard, Hedwig,
Auernhammer, Forster, Riedel.

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