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Mittwoch, 16.10.2019

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Die DJK Stopfenheim steigt auf und verliert Haare

Sieg in Weißenburg führt zu einer großen Aufstiegsfeier - 12.05.2019 19:07 Uhr

Da hatten sie noch Haare: Andreas Sichert (links) und Tobias Freidhöfer feierten in Aufstiegsshirts und mit Bierstiefel. Wenig später entledigten sie sich im Überschwang der Gefühle ihrer Haarpracht. © Foto: Uwe Mühling


WEISSENBURG/STOPFENHEIM. Nur zwei Jahre nach dem Abstieg meldet sich die DJK Stopfenheim in der Fußball-Kreisliga zurück. Mit einem knappen, aber unter dem Strich verdienten 2:1-Sieg im Spitzenspiel der Kreisklasse West beim TSV 1860 Weißenburg II machte die DJK am Samstagabend die Meisterschaft und den Wiederaufstieg vorzeitig perfekt.

"Das ist einfach mega", schwärmte Stopfenheims Spielertrainer Tobias Weickmann stellvertretend für die Mannschaft und die vielen mitgereisten Anhänger. Der Coach zeigte sich nicht nur mit dem Saisonverlauf sehr zufrieden, sondern vor allem auch damit, dass der Titel und der Aufstieg schon so frühzeitig, nämlich bereits am fünftletzten Spieltag, unter Dach und Fach gebracht werden konnten.

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Aufstieg! DJK Stopfenheim feiert ihr Meisterstück

Mit Bier, Sekt und Meisterschale feierte die DJK Stopfenheim den Aufstieg und die Meisterschaft in der Kreisklasse West. Einige Spieler ließen sich im Überschwang der Gefühle sogar die Haare abrasieren.


Dementsprechend ausgelassen war der Jubel bei den beiden Toren, vor allem aber nach dem Schlusspfiff. Hier starteten die Stopfenheimer Fußballer auf dem Rasen des A-Platzes an der Rezataue ihre Meistersause. Die Sekt- und Bierduschen fielen zwar relativ zurückhaltend aus, was vielleicht auch daran lag, dass die Spieler vom vorangegangenen Dauerregen bereits komplett durchnässt waren. Dafür gab es reichlich Jubelschreie und -gesänge, die Meisterschale ging herum und einige Spieler ließen sich im Überschwang der Gefühle sogar die Haare abrasieren. Stopfenheimer Aufstiegsglatzen sozusagen. Bemerkenswert: Weißenburgs Spielertrainer Jonas Herter stellte – ganz fairer Verlierer – noch schnell eine Kiste Bier in die Feierrunde der DJK.

Im Spiel waren zuvor alle drei Tore in der Anfangsphase gefallen. Torjäger Johannes Börlein nutzte zwei individuelle Fehler der Weißenburger eiskalt aus und vollstreckte in der sechsten und 25. Minute zum 1:0 und 2:1 – es waren die Saisontreffer Nummer 34 und 35 des DJK-Kapitäns. Dazwischen lag in der zehnten Minute der Ausgleich durch Simon Wittmann, der vom Sechzehner abzog und zum zwischenzeitlichen 1:1 traf.

Umkämpftes Spitzenspiel: Mit dem knappen 2:1-Auswärtssieg gegen die U23 des TSV 1860 Weißenburg um Florian Haberler (links) machte die DJK Stopfenheim ihr Meisterstück in der Kreisklasse West. © Foto: Uwe Mühling


Geprägt war das Match durch einen regelrechten Sturmregen, der phasenweise fast für irreguläre Verhältnisse sorgte und den Großteil der rund 200 Zuschauer schon nach den ersten beiden Toren ins Sportheim oder in die Autos vertrieb. Das tat der anfangs guten Topspiel- und Derbystimmung natürlich einigen Abbruch. Auf dem Rasen ging es dennoch munter weiter, und Stopfenheim hätte bis zur Halbzeit die Führung ausbauen können, allerdings hatten Jakob Bittner und Niko Reislöhner Pech und trafen jeweils nur den Pfosten.

Abrasiert: Aaron Link stattete „Booder“ Dominik Wachter einen Besuch ab.


Im zweiten Durchgang beruhigte sich das Wetter ein wenig, nun plätscherte aber mitunter das Spiel ein wenig vor sich hin und bot beiderseits kaum noch klare Tormöglichkeiten. Auch einige Standardsituationen brachten nichts mehr ein, sodass es beim 2:1 blieb und mit dem Schlusspfiff zugleich eine lange "dritte Halbzeit" für die DJK Stopfenheim begann, die auch zum alten Rivalen nach Ellingen führte. Als Revanche für die TSG-Feierlichkeiten vor zwei Jahren ließ es die Meistermannschaft vor dem Rathaus krachen.

TSV 1860 Weißenburg II: Herter, Siol, Bilinski, Calik, Forster, Mühling, Bozan, Herrmann, Riahi, Wittmann, Pascal Wnendt (eingewechselt: Virduzzo, Eitel, Haberler).

DJK Stopfenheim: Monatzetter, Schlund, Schneider, Winter, Sichert, Daniel Weickmann, Tobias Weickmann, Bittner, Börlein, Reislöhner, Geißlinger (eingewechselt: Seitz, Link, Pfahler).

Schiedsrichter: Clemens Lubowski (DJK Schwabach), Zuschauer: 200; Tore: 0:1 Johannes Börlein (6. Minute), 1:1 Simon Wittmann (10.), 1:2 Johannes Börlein (25.).

Von Uwe Mühling

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