Freitag, 16.04.2021

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Die Eröffnung des Alesheimer Bürgerhauses ist nach Pfingsten

Der Gemeinderat hat die letzten Arbeiten vergeben und auch die Hausfarbe festgelegt - 07.04.2021 11:50 Uhr

Die Außenfassade des Alesheimer Bürgerhauses wird in dem Rotton gestrichen. Das hat der Gemeinderat festgelegt. Einzig Gerda Wenderlein hätte lieber das Blau gehabt. Die Arbeiten an dem Projekt kommen gut voran und liegen auch im Kostenplan.

22.03.2021 © Foto: Robert Maurer


Nun gelte es zu hoffen, dass bis Ende Mai die Corona-Infektionszahlen wieder so stabil sind, dass die Eröffnung auch entsprechend gefeiert werden kann, sagte Schuster. Die Arbeiten im Inneren des ehemaligen Raiffeisen-Gebäudes sind in den vergangenen Wochen gut vorangeschritten, schilderte er.

Das Mobiliar, das in der Januar-Sitzung beschlossen worden war, steht inzwischen zum großen Teil an seinem Platz. Aber ein paar Dinge galt es nun auch noch im Gemeinderat zu regeln. So die Frage nach der Außenfassade. Das Gremium entschied sich nach kurzer Diskussion für einen Rotton.


Aus dem Alesheimer Bank- wird ein Bürgerhaus


Die einzige Gegenstimme kam ausgerechnet von zweiter Bürgermeisterin Gerda Wenderlein, die auch Vorsitzende des Vereins "MittenDrin" ist. Dieser soll den Dorfladen betreiben, der im Erdgeschoss eingerichtet wird. Im Obergeschoss entstehen ein Saal für Veranstaltungen und ein Besprechungsraum.

Wenderlein meinte, rote Häuser gebe es entlang der Weimersheimer Straße in Alesheim schon genug, da falle ein weiteres gar nicht auf. Die übrigen Gemeinderäte meinten hingegen: "Blau war das Haus lange genug." Denn ein Aquaton wäre die Alternative gewesen. Die cremefarbene Variante, die der Maler ebenfalls vorgeschlagen hatte, war bereits vor der Gemeinderatssitzung aussortiert worden.

Die Treppenlift-Frage

Weiteres Thema in der Sitzung war die Frage nach dem richtigen Treppenlift. Es war von Anfang an klar, dass man auf eine solche Lösung setzen würde. Denn zum einen wollte die Gemeinde die Zugänglichkeit auch zum oberen Stockwerk für alle ermöglichen, zum anderen war klar, dass ein Aufzug zu viel Platz wegnehmen würde und zu teuer wäre.

Ärgerlicherweise gebe es für einen Treppenlift keine staatlichen Zuschüsse, stellte Schuster fest. Im Sinne der Inklusion herrsche hier Nachholbedarf.

Im Vorfeld der Sitzung hatten sich Bürgermeister Schuster und Seniorenberater Heinz Eckert intensiv beraten und die Unterschiede der vorliegenden Angebote erläutern lassen. Preislich schwankten diese zwischen knapp 12.000 und rund 16.000 Euro. Und letztlich waren die einzelnen Geräte auch relativ ähnlich.

Ein gebrauchtes Modell

Nach einem Abwägeprozess entschied sich das Gremium schließlich einstimmig für das von Schuster und Eckert vorab ausgewählte Modell. Es handelt sich um ein wiederaufbereitetes Gerät der Marke Lifta mit einer Traglast von 135 Kilogramm, das von der Treppenlift GmbH angeboten worden war. Eckert hatte erläutert, dass der Großteil eines solchen Treppenlifts ohnehin auf die jeweilige Situation angepasst werden müsse. Somit sei eigentlich nur der Sitz selbst gebraucht.

So ließen sich auf jeden Fall die Kosten senken, denn es handelte sich um das günstigste Angebot. Vom Regionalbudget gibt es einen Zuschuss in Höhe von 9000 Euro und weitere 1000 Euro kommen von der Bürgerstiftung.

Auch auf der Tagesordnung stand die Schließanlage für das Gebäude. Neben der klassischen Schlüsselvariante gab es auch ein Angebot für eine elektronische Sicherung. Zwar gab es auch Bedenken, weil diese Technik unweigerlich auf Strom angewiesen ist, dennoch überwogen die Vorteile einer solchen Lösung.

Gezielte Zugangsberechtigungen

Vor allem die Idee, gezielt einzelnen Personen zeitlich begrenzt eine Zugangsberechtigung zu erteilen und dann auch wieder entziehen zu können, gefiel den Gemeinderäten. Das ließe sich auch über eine Smartphone-App einrichten. Bei der klassischen Variante gehe hingegen bei einem Gebäude wie dem Bürgerhaus mit vielen Menschen, die eine Zugangsberechtigung benötigen, rasch die Schlüsselkontrolle verloren, fürchtete Bürgermeister Schuster.

Was den Gemeinderäten die Entscheidung für die deutlich teurere Lösung ebenfalls leichter machte, war die hohe 75-Prozent-Förderung, die es hierfür gibt. Und auch die Tatsache, dass das Bürgerhaus-Projekt bislang voll im Kostenplan liegt und es sogar noch ein bisschen Puffer im Budget gibt, ließen die Gemeinderäte letztlich einstimmig für die elektronische Schließanlage votieren, die gut 4600 Euro kostet.

Auf Anregung von Gemeinderat Christian Tutsch soll die nächste Gemeinderatssitzung mit einem Vor-Ort-Termin im Bürgerhaus beginnen. Dann können sich alle Gemeinderäte ein Bild vom Stand der Dinge des Projekts machen.

mau

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