Die Ettenstatter Kinderkrippe ist schon fast voll

2.2.2021, 06:00 Uhr
Die neue Kinderkrippe in Ettenstatt ist vor wenigen Wochen in Betrieb gegangen. Schon jetzt sind elf der zwölf Plätze belegt. Aufgenommen werden Kinder im Alter von bis zu drei Jahren.

Die neue Kinderkrippe in Ettenstatt ist vor wenigen Wochen in Betrieb gegangen. Schon jetzt sind elf der zwölf Plätze belegt. Aufgenommen werden Kinder im Alter von bis zu drei Jahren. © Foto: Markus Steiner

Der bisherige Kindergarten, an den die Krippe direkt angebaut wurde, stammt aus den 90er-Jahren und hat Kapazität für zwei Gruppen. Krippenkinder unter drei Jahren wurden dort bislang jedoch nicht aufgenommen.

Weil aber auch Krippenplätze von Eltern immer mehr nachgefragt werden und sich immer mehr junge Familien in Etttenstatt ansiedeln, war der Neubau sinnvoll, um die Zukunftsfähigkeit der Felchbachtal-Gemeinde zu sichern, entschieden Maderholz und sein Gemeinderat. Vor allem auch, weil es für Kinderkrippen satte Zuschüsse vom Staat gibt.


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Die Ettenstatter Kinderkrippe, die insgesamt rund 700 000 Euro Kosten wird, wird zu 90 Prozent vom Staat gefördert, sodass die Gemeinde Ettenstatt nur rund 100 000 Euro beisteuern muss. Bürgermeister Willi Maderholz freut sich, dass der kalkulierte Kostenrahmen eingehalten werden kann.

Was ihn dagegen ärgert: Dass der Zeitplan nicht eingehalten werden konnte. Denn eigentlich hätte die Krippe schon Anfang des neuen Kindergartenjahres im September fertiggestellt sein sollen, was die beteiligten Baufirmen unter anderem auch auf Corona schoben.

Bürgermeister Willi Maderholz spricht von einer sinnvollen Investition für die weitere Entwicklung Ettenstatts.

Bürgermeister Willi Maderholz spricht von einer sinnvollen Investition für die weitere Entwicklung Ettenstatts. © Foto: Markus Steiner

Ein Argument, dass der Ettenstatter Bürgermeister nicht für alles gelten lassen will: "Da lief bei einigen auch manches in der Planung schief." Genauer will er nicht werden. Viel Lob hat er indes für das Kindergarten-Team übrig, das beim Bezug der Kinderkrippe kräftig mitgeholfen und unter anderem Möbel aufgebaut oder Handtuchspender montiert hat.


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Bei dem Bau, den das Büro Benjamin Albert aus Pleinfeld geplant hat, wurde genau auf die Vorgabe für die Förderfähigkeit geachtet. Mit seinen rund 280 Quadratmetern Gesamtfläche ist der Krippenanbau dabei in etwa so groß wie der alte Kindergarten.

Groß genug für alle Gruppen

Nach dem hellen und freundlichen Eingangsbereich mit Kinderwagenstellplatz schließen sich im Gang die Garderobe, ein Schlafraum, ein Gruppenraum und Sanitäranlagen inklusive Dusche und Wickeltisch an. Die neue Küche und der Speisesaal ("Die Mensa") sind groß genug, dass auch die beiden Kindergartengruppen verköstigt werden können.


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Von der Küche der neuen Ettenstatter Krippe aus können auch die beiden Kindergartengruppen mit Essen versorgt werden.

Von der Küche der neuen Ettenstatter Krippe aus können auch die beiden Kindergartengruppen mit Essen versorgt werden. © Foto: Markus Steiner

"Unser Kita-Team kocht alles selbst, und das schon seit 1987", sagt Maderholz mit hörbarem Stolz in der Stimme und vergisst auch nicht, die Kindergartenleiterin Petra Petscher, die schon seit vier Jahrzehnten in der Felchbachtalgemeinde tätig ist, für ihr Engagement zu loben: "Hier ist jeder flexibel einsetzbar und geht gerne zur Arbeit." Aus diesem Grund gebe es auch so gut wie keine Fluktuation in dem Kindergarten.

Hoffen auf Einweihung

Schade findet es Maderholz, dass die Corona-Pandemie bei der Inbetriebnahme Mitte Januar eine offizielle Einweihung nicht möglich gemacht hat. Doch wenn die Fassade verputzt und auch noch die Außenanlagen fertig sind, hofft er, dass man das nachholen kann. Dann sollen alle Bürger der Gemeinde sehen können, welch neues Schmuckstück da für die Kleinsten im Ort entstanden ist.

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