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Die Staatsstraße 2222 ist bald wieder offen

Die Arbeiten zwischen Ramsberg und Thannhausen kommen schneller voran als geplant - 07.04.2020 06:12 Uhr

An der Staatsstraße 22 22 laufen aktuell die Asphaltierungsarbeiten (gestern bei Thannhausen). Die Straße wird voraussichtlich in der letzten Aprilwoche wieder für den Verkehr geöffnet.

© Foto: Robert Maurer


"Das Wetter war freundlich zu uns", fasst Andreas Fechner vom Staatlichen Bauamt in Ansbach zusammen. Er ist dort verantwortlich für den Bereich Weißenburg-Gunzenhausen und räumt ein, dass die Arbeiten ungewöhnlich früh begonnen haben. Am 2. März rückten die Maschinen an. Doch die Erfahrung habe gezeigt, dass die Witterung im März inzwischen häufig stabiler sei als im Mai oder Juni.

Inzwischen ist die Binderschicht aufgetragen und es laufen die Arbeiten, um abschnittsweise auch die Deckschicht aufzubringen. Das abschnittsweise Vorgehen ist wichtig, damit auch die Veitserlbacher irgendwie immer nach Hause kommen können. Teilweise mussten sie von Ramsberg her kommen, dann wieder von Thannhausen.

In der Kalenderwoche 17, also nach dem Ende der Osterferien, sollen noch Markierungs- und Restarbeiten erledigt werden. Dann stünde die Straße in der letzten Aprilwoche wieder wie gewohnt zur Verfügung. Immer unter der Voraussetzung, es kommt nichts dazwischen. Derzeit sieht alles sehr gut aus. Auf jeden Fall wird es deutlich früher sein als zunächst kalkuliert: Da war nämlich von der zweiten Maihälfte die Rede.

Das Staatliche Bauamt blieb bislang erfreulicherweise auf seinen Baustellen vor Corona-Infektionen verschont. "Aber wenn der Fertigerfahrer ausfällt, ist das natürlich ein Problem", sagt Fechner. "Das sind Fachleute, die man nicht einfach ersetzen kann." Straßenbau geht eben nicht im Homeoffice. Dabei sind weniger die Arbeiten selbst das Problem. Um das Ansteckungsrisiko so gering wie möglich zu halten, sind die Arbeiter angehalten, Besprechungen möglichst im Freien und mit Abstand abzuhalten. Auch in den Pausen sollen sie sich nicht zusammensetzen.

Abgesehen davon würden die Bauleiter noch mehr als sonst darauf achten, dass die Arbeiten so erledigt werden, dass man die Baustelle gegebenenfalls wieder für den Verkehr freigeben könnte, sollte ein Bautrupp ausfallen und in Quarantäne müssen. Eine Baustelle, auf der zwei Wochen nichts passiert, will schließlich keiner. Fechner: "Zumindest Rettungsfahrzeuge sollten dann passieren können."

Die Sperrung der 22 22 hatte das Bauamt schon vergangenen Sommer angekündigt. Der viele Schwerlastverkehr, der während der Sperrung der B 2 über die Umleitungsstrecke rollte, hat dem Straßenbelag zu schaffen gemacht. Deshalb schrieb die Behörde die Asphaltierungsarbeiten für die B 2 und die 22 22 gleich in einem Paket aus, um einen besseren Preis erzielen zu können.

Zwischen Thannhausen und Ramsberg wird die Fahrbahn auf einer Länge von 2,6 Kilometern erneuert. 700 000 Euro kostet das. Die Baustelle beginnt kurz vor der östlichen Zufahrt nach Thannhausen und zieht sich bis zur Ramsberger Kreuzung. Die Veitserlbacher sind damit für die Zeit der Bauarbeiten regelrecht von der Umwelt abgeschnitten, zumal anfangs sogar das Schild vergessen worden ist, dass ihnen freie Fahrt über den gesperrten Bereich ermöglichte.

Die offizielle Umleitung, die in erster Linie für den Schwerlastverkehr gilt, erfolgt von Pleinfeld aus über die B 2 nach Ellingen, die B 13 nach Gunzenhausen und die B 466 bzw. in umgekehrter Richtung. Ortskundige nutzen aber natürlich auch kleinere Straßen.

Parallel hat das Bauamt noch eine weitere Staatsstraße komplett gesperrt und lotst den Schwerlastverkehr über die B 2 und die B 13: Zwischen Dittenheim und Markt Berolzheim wird auf einer Länge von 4,2 Kilometern die Fahrbahn erneuert und eine Linksabbiegespur an der Kreuzung mit der Kreisstraße WUG 34 nach Meinheim gebaut, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Mit dem Bau der zusätzlichen Spur sind die Arbeiter aktuell beschäftigt. Außerdem muss an der Brücke über den Mühlbach in Meinheim die Abdichtung erneuert werden. Die 22 30 soll im Juli wieder für den Verkehr freigegeben werden.

ROBERT MAURER

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