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Dienstag, 22.10.2019

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Die Weißenburger Eltern mögen den Waldkindergarten

Wegen der großen Nachfrage will die Stadt im nächsten Jahr eine zweite Gruppe starten - 16.09.2019 11:36 Uhr

Mehr als einen Bauwagen als UNterschlupf gibt es für die Kinder im Waldkindergarten nicht. Das Konzept kommt bei immer mehr Eltern an. Die Stadt Weißenburg will nun um eine zweite Gruppe aufstocken. © Archivfoto: Jan Stephan


Das Konzept, dass der Ausschuss nun auf den weg brachte, sieht vor, dass auch die zweite Gruppe – wie die schon bestehende – unter der Trägerschaft der Stadt Weißenburg betrieben wird, die Kosten werden bereits in den Haushaltsanmeldungen für das Jahr 2020 berücksichtigt, erklärte Oberbürgermeister Jürgen Schröppel (SPD) in der Sitzung.

Der seit April 2018 bestehende Waldkindergarten "Auf der Höh" hat sich nach Meinung der Stadtverwaltung gut etabliert und wurde im aktuellen Kindergartenjahr erstmalig mit insgesamt 20 Plätzen voll belegt. Die Stadtverwaltung hat bei einer Bedarfsabfrage bei Eltern die Rückmeldung bekommen, dass im kommenden Kindergartenjahr weitere 13 Kinder im Waldkindergarten aufgenommen werden sollen.

Für die zweite Waldkindergartengruppe muss ein weiterer Bauwagen angeschafft werden, der mit rund 50 000 Euro zu Buche schlägt. Die Ausstattung kostet noch einmal rund 8000 Euro, der erforderliche Ofen rund 2000 Euro, die Biotoilette 1000 Euro und die Herstellung eines verkehrssicheren Platzes durch das Forstamt und externe Arbeiter noch einmal rund 4000 Euro. Damit der Waldkindergarten auch erreichbar ist, müssen auch die Wege verbreitert werden, was rund 8000 Euro kosten wird.

Keine Konkurrenz

Sabrina Lihr, bei der Stadt für Kindergärten, Krippen und Horte zuständig, erläuterte den Stadträten, dass der Bedarf für eine weitere Gruppe in Weißenburg auf jeden Fall vorhanden sei, dass es sich aber um "ein sehr spezielles Klientel" handle, welches keine Konkurrenz für andere Kindergärten sei, sondern eben speziell das pädagogische Angebot eines Waldkindergartens in Anspruch nehmen wollte.

Eine Aussage, die den parteilosen Stadtrat Alexander Kohler veranlasste, nachzufragen, ob die Waldkindergartenkinder weniger krank seien und weniger Fehltage hätten als Kinder in einem Regelkindergarten. Die Antwort, die erst recherchiert werden muss, wird dem Ausschuss in einer der nächsten Sitzungen geliefert, sagte Lihr, und Oberbürgermeister Schröppel entgegnete Kohler: "Es ist immer noch ein Waldkindergarten und kein Bootcamp!"

Markus Steiner

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