Ortsteile sollen besser angebunden werden

Ein besseres Radwegenetz für Pleinfeld

20.10.2021, 06:04 Uhr
Rund um Pleinfeld und den See gibt es etliche Radwege. Jetzt will die  Marktgemeinde Pleinfeld das Radwegenetz weiter ausbauen und hat deshalb auch  eie Arbeitsgemeinschaft ins Leben gerufen. Vor allem die Ortsteile sollen  besser an den Kernort angebunden werden.

Rund um Pleinfeld und den See gibt es etliche Radwege. Jetzt will die Marktgemeinde Pleinfeld das Radwegenetz weiter ausbauen und hat deshalb auch eie Arbeitsgemeinschaft ins Leben gerufen. Vor allem die Ortsteile sollen besser an den Kernort angebunden werden. © Marktgemeinde Pleinfeld, NN

Frühwalds Vision für das Pleinfelder Radwegenetz klingt aus heutiger Sicht noch utopisch: "Wir wollen die Ortsteile miteinander verbinden, so dass die Kids alleine mit dem Fahrrad ins Freibad oder in die Schule fahren können."

Dass es noch ziemlich lange dauern wird, bis das möglich ist, ist vermutlich relativ unstrittig. Aber wie heißt es doch so schön: "Große Dinge brauchen große Visionen." Und weil die Marktgemeinde Pleinfeld mit dem Ausbau des Radwegenetzes gleich ein ganz großes Rad drehen will, soll es auch mit den Nachbarkommunen einen Abstimmungsprozess bezüglich des Radwegenetzes geben.

Die Wunschliste ist lang

In der Rezatkommune selbst gibt es indes auch noch genügend zu tun, um das Radfahren sicherer und bequemer zu machen. So müssen vielerorts noch die Bordsteine abgesenkt oder bislang nur geschotterte Radwege asphaltiert werden. Und an etlichen Stellen im Gemeindegebiet gibt es derzeit zum Teil weder Geh- noch Radweg, wie zum Beispiel im Gewerbepark bei der Sommerrodelbahn, erläuterte der Bürgermeister. Und auch in der Ellinger Straße ist der Gehweg nicht ausgebaut.

Frühwald nutzte während der Bürgerversammlung die Gunst der Stunde und bat die Anwesenden sofort um konstruktive Vorschläge und Rückmeldungen. "Was kann noch ausgebaut werden?", wollte er von den rund fünf Dutzend Pleinfelderinnen und Pleinfeldern wissen. Auf die Antworten musste er nicht lange warten: "Der Lauterbrunnenweg", "der Bahnübergang am Schützenhaus" oder "die Nepomuk-Brücke", nannten die Bürgerinnen und Bürger spontan als Verbesserungsvorschläge.

Vor allem die enge Brücke, die über die Rezat führt, sei für radfahrende Kinder sehr gefährlich, erläuterte eine Bürgerin und stieß damit auf das Verständnis des Bürgermeisters: "Ja, das wurde auch schon im Gemeinderat ausgiebig diskutiert." Die Stirner Straße, die oft von parkenden Autos verengt wird, wurde ebenfalls als Gefahrenstelle und "Nadelöhr" genannt.

Damit dieses Thema nicht zu viel Raum in der Bürgerversammlung einnahm, bat Bürgermeister Frühwald darum, weitere konstruktive Vorschläge gerne via E-Mail ins Rathaus zu senden (buergermeister@pleinfeld.de).

Schon heute wirbt die Marktgemeinde Pleinfeld, die sich selbst gerne "Tor zum Fränkischen Seenland" nennt, übrigens mit dem nicht erst seit Corona boomenden Radtourismus: "Das Fränkische Seenland und die Gegend rund um Pleinfeld lassen sich wunderbar mit dem Fahrrad erkunden." Überwiegend ebene, gut ausgebaute und durchgängig markierte Radwege von See zu See oder rund um die Seen eigneten vorzüglich auch für Familien mit Kindern. Auch den relativ neuen Fränkischen Wasserradweg, der auf rund 460 Kilometern an Seen, Flüssen und Burgen vorbei führt, empfiehlt die Rezatkommune wärmstens.

Schon lange ein Thema

Das Radwegekonzept für Pleinfeld hatte die SPD-Fraktion im Gemeinderat übrigens schon im Juni 2015 beantragt. Weil Radfahren seitdem noch beliebter wurde, setzt inzwischen auch die CSU auf den Ausbau des Radwegenetzes und gründete auf Betreiben des Bürgermeisters den Arbeitskreis, der sich vor allem eine besseren und sichereren Ausbau der Radwege und auch eine bessere Beschilderung auf die Fahnen geschrieben hat. Dass Gemeinderäte nicht nur Theoretiker sind, sondern manchmal ganz pragmatisch, bewies der Grünen-Gemeiderat Günter Voit, der selbst passionierter Radfahrer ist. Als ihm auffiel, dass ein Radwegschild i die komplett falsche Richtung wies, drehte er es kurzerhand selbst um. Auch beim Radfahren muss guter Rat nicht immer teuer sein...

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