Erster Fall im Landkreis: Geflügelpest bricht in Bubenheim aus

11.2.2021, 13:45 Uhr
Der erste Fall der Geflügelpest HPAI wurde jetzt im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen amtlich nachgewiesen. (Symbolbild)

Der erste Fall der Geflügelpest HPAI wurde jetzt im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen amtlich nachgewiesen. (Symbolbild) © Christian Charisius, dpa

In einem Nutztierbestand in Bubenheim gibt es den ersten amtlich bestätigten Fall der Geflügelpest HPAI (auch "Vogelgrippe" genannt) im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen. Das hat das Landratsamt nun mitgeteilt.

Das nationale Referenzlabor am Friedrich-Loeffler-Institut hat dem Büro des Landrats zufolge das Virus vom Typ H5N8 Anfang der Woche in dem Betrieb nachgewiesen. Bereits am Dienstag, 9. Februar, sei "alles Geflügel der betroffenen Haltung gemäß den Vorschriften der bundesweiten Geflügelpest-Verordnung getötet" worden.

Der rot markierte Sperrbezirk umfasst das Stadtgebiet von Treuchtlingen samt Bubenheim, Wettelsheim und Graben sowie Randbereiche der Gemeinden Alesheim, Markt Berolzheim und Weißenburg. Das blau umrandete Beobachtungsgebiet erstreckt sich bis Langenaltheim, Ellingen, Heidenheim und Pappenheim.

Der rot markierte Sperrbezirk umfasst das Stadtgebiet von Treuchtlingen samt Bubenheim, Wettelsheim und Graben sowie Randbereiche der Gemeinden Alesheim, Markt Berolzheim und Weißenburg. Das blau umrandete Beobachtungsgebiet erstreckt sich bis Langenaltheim, Ellingen, Heidenheim und Pappenheim. © Grafik: Tierseuchennachrichtendienst

Um die Ausbreitung des Virus auf weitere Nutz- und Haustierbestände zu verhindern, hat das Landratsamt um den Ausbruchsort herum ein Sperr- und ein Beobachtungsgebiet festgelegt. Ersteres umfasst das Stadtgebiet von Treuchtligen samt Bubenheim, Wettelsheim und Graben sowie Randbereiche von Markt Berolzheim, Alesheim und Weißenburg. Das Beobachtungsgebiet erstreckt sich weiter bis Langenaltheim, Ellingen, Heidenheim und Pappenheim sowie mit dem zu Wolferstadt gehörenden Weiler Zwerchstraß auch in den Nachbarlandkreis Donau-Ries.


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Insbesondere lebendes Geflügel, Eier und Geflügelprodukte dürfen diese Gebiete nicht verlassen. Eine Allgemeinverfügung regelt die Restriktionsgebiete und die dort geltenden Schutzmaßnahmen. Eine zweite Verfügung ordnet außerdem die Stallpflicht für sämtliche Geflügelhalter im Landkreis an. Alle Betriebe müssen besondere Biosicherheitsmaßnahmen einhalten.

Warnung geht auch an die Bevölkerung

Des Weiteren gilt für den ganzen Landkreis ab sofort ein Verbot von Märkten und Ausstellungen mit Geflügel. Im Detail werden die Verfügungen am Freitag, 12. Februar, im Amtsblatt des Landkreises bekanntgegeben und sind auch im Internet unter www.landkreis-wug.de abrufbar.


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Weil die Geflügelpest auch bei Wildvögeln vorkommen kann, bittet das Landratsamt die Bevölkerung eindringlich, keine toten Vögel anzufassen oder zu bewegen, sondern entsprechende Funde unter Angabe des Fundorts dem Veterinäramt, der jeweiligen Gemeinde oder der Polizei zu melden. Für den Menschen sei das Virus zwar nach derzeitigen Erkenntnissen ungefährlich, ein Kontakt zu krankem oder verendetem Geflügel sollte dennoch vermieden werden.

Aktuelle Informationen zur Geflügelpest in Bayern sowie ein Merkblatt für Geflügelhalter und eine landesweite Karte mit den betroffenen Gebieten sind auch beim Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit unter www.lgl.bayern.de unter dem Stichwort "Geflügelpest" verfügbar.

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