Sonntag, 29.03.2020

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Erwin Zachmann holte sich den Läufer-Cup

M.O.-N.-Vorsitzender machte an Silvester den Gesamtsieg klar - 02.01.2013 09:04 Uhr

Erwin Zachmann hat es geschafft: Zum Abschluss des Läufer-Cups im südlichen Mittelfranken sicherte sich der 46-Jährige von der Seemannsmühle bei Pleinfeld den Gesamtsieg in der 16 Rennen umfassenden Serie des Jahres 2012. Dementsprechend groß war der Jubel des M.O.N.-Vorsitzenden beim lockeren Gang ins Ziel des heimischen Silvesterlaufs. © Mühling


Beim abschließenden Pleinfelder Silvesterlauf, der 16. Station, blieb  Zachmann vor seinem Vereinskameraden Julian Weiß. Beide starten für die Mannschaft ohne Namen (M.O.N.), die somit einen Doppelsieg feiern konnte. Zachmann ist der Vorsitzende des vor rund drei Jahren offiziell gegründeten Vereins. Als Lokalmatador wurde er in Pleinfeld Zwölfter und blieb somit bei seinen bisherigen 105 Punkten. Sein deutlich jüngerer Widersacher – Weiß ist erst 21 Jahre alt und kommt aus Spalt – konnte mit einem sechsten Platz in Pleinfeld zwar noch einmal punkten, hätte aber letztlich ganz vorne landen müssen, um in der Gesamtwertung noch an Zachmann vorbeizuziehen.

Julian Weiß kam in der Endabrechnung auf 93 Zähler, Dritter der Gesamtwertung wurde Andreas Straßner. Der Mehrfach-Sieger der vergangenen Jahre hatte 2012 lange Zeit Verletzungsprobleme und startete erst in der zweiten Jahreshälfte durch. Beim Läufer-Cup war er dreimal dabei und holte drei Siege – zum Abschluss auch beim Silvesterlauf in Pleinfeld. Mit 60 Punkten kam er als Dritter noch aufs Siegertreppchen und wurde in der Aula der Brombachsee-Mittelschule ebenso ausgezeichnet wie alle anderen Erst-, Zweit- und Drittplatzierten der Gesamt- sowie der Altersklassenwertung des Läufer-Cups.

Fünfter Sieg für Ramsauer

Die Auszeichnungen nahm der Leichtathletik-Kreisvorsitzende und Cup-Koordinator Ralph Edelhäußer mit Unterstützung von Thomas Näpflein vom Hauptsponsor infinity sport sowie Chefauswerter Werner Näßer (ESV Treuchtlingen) vor. Bei den Frauen konnten sie den Preis für die Gesamtsiegerin diesmal nicht persönlich übergeben: Christine Ramsauer (LAC Quelle Fürth), die schon länger als Nummer 1 feststand, war gleichzeitig beim Nürnberger Silvesterlauf am Start, wo sie einen beachtlichen dritten Rang holte. Die Allersbergerin, die den Cup bereits zum fünften Mal geholt hat, kam diesmal auf 84 Punkte. Hinter ihr belegten Stephanie Pummer (La Carrera TriTeam Rothsee, 69) und Andrea Lutz (Eintracht Kattenhochstatt, 37) die Plätze zwei und drei. Letztere war nur in vier von 16 Läufen dabei und verdrängte am letzten Tag des alten Jahres Annika Ehrhardt (TSG Roth) noch vom Treppchen.

Andrea Lutz sicherte sich auch den Sieg in der W30/35. Ein weiterer Altersklassensieg ging nach Weißenburg an Gisela Wechsler, die für den SV Schambach startet und in der W50 und älter vorne lag. Während bei den Frauen die meisten Entscheidungen vor dem Silvestertag gefallen waren, waren bei den Herren noch einige Lücken in den Siegerlisten, die sich nun in Pleinfeld schlossen. Über die Altersklassenwertungen werden wir noch ausführlich berichten. Vorweg sind aus dem Landkreis Friedrich Schübel (TV 1860 Gunzenhausen) als Erster der M50/55 zu nennen ...

... und natürlich Erwin Zachmann, der neben dem Gesamtsieg auch die M40/45 für sich verbuchte. Dass es so gut für ihn in der Cup-Wertung laufen würde, hatte er zu Saisonbeginn nicht erwartet. „Damit hatte ich ursprünglich nicht geplant. Aber dann hat sich die Chance ergeben, den Cup zu gewinnen, und ich habe sie genutzt. Ich denke, ich habe heuer das Beste aus meinen Möglichkeiten gemacht“, sagte Zachmann am Silvestertag. In der Tat hat er zum Cup-Erfolg unter anderem mit einer Marathon-Zeit von 2:43 Stunden in Berlin aufhorchen lassen.

„Wie die Raketen“

Dass es im abschließenden Rennen „nur“ zu Rang zwölf reichte, nahm Erwin Zachmann ganz locker. „Die Jungen sind heute losgelaufen wie die Raketen und Julian hätte ja gewinnen müssen“, sagte er mit Blick auf den aus seiner Sicht eher locker gehaltenen Ausgalopp. Großes Lob erhielt Zachmann von Vorjahressieger Andreas Straßner: „Es ist relativ leicht, Dritter zu werden. Aber den Gesamtsieg im Cup zu holen, ist sehr sehr schwer“, sagte der ESV-Läufer, der weiß wovon er spricht, denn er hat den Cup bereits viermal gewonnen. 

Für alle über 30 Läufer/innen auf dem Treppchen gab es Pokale, Sach- und Geldpreise, die sich auf insgesamt fast 6000 Euro summierten. Andy Meyer von M.O.N. hatte zudem Glück bei einer Sonderverlosung: Alle, die an mindestens acht Veranstaltungen teilgenommen und sich somit eine Laufweste von infinity sport gesichert hatten, hatten obendrein die Chance auf einen 250-Euro-Gutschein der Rother Firma Wild-Reisen. Nach der Ziehung durch die Glücksfeen Lena und Eva konnte Andy Meyer den Gutschein aus den Händen von Geschäftsführerin Daniela Wild entgegennehmen.

Läufer-Cup 2012, Endstand Männer: 1. Erwin Zachmann (M.O.N.) 105 Punkte, 2. Julian Weiß (M.O.N.) 93, 3. Andreas Straßner (ESV Treuchtlingen) 60; Endstand Frauen: 1. Christine Ramsauer (LAC Quelle Fürth) 84, 2. Stephanie Pummer (La Carrera TriTeam Rothsee) 69, 3. Andrea Lutz (Eintracht Kattenhochstatt) 37.

Volles Podest bei der Ehrung der Cup-Gesamtsieger (von links): Thomas Näpflein, Daniela Wild, Ralph Edelhäußer, Julian Weiß, Stephanie Pummer, Erwin Zachmann, Andrea Lutz, Andreas Straßner, Werner Näßer und Paul Kerczynski. © Mühling


Uwe Mühling

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