Freizeit-Tipp: Dinos und "Urzeitfamilien" im Landkreis bestaunen

21.5.2021, 13:15 Uhr
Freuen sich über den urzeitlichen Familienzuwachs: Frederik Spindler (Dinosaurier Museum), Jutta Schneider (Fossilien- und Steindruckmuseum Gunzenhausen), Michael Völker (Dinosaurier Museum), Christina Ifrim (Jura-Museum Eichstätt) und Martin Röper (Bürgermeister-Müller- Museum Solnhofen).

Freuen sich über den urzeitlichen Familienzuwachs: Frederik Spindler (Dinosaurier Museum), Jutta Schneider (Fossilien- und Steindruckmuseum Gunzenhausen), Michael Völker (Dinosaurier Museum), Christina Ifrim (Jura-Museum Eichstätt) und Martin Röper (Bürgermeister-Müller- Museum Solnhofen). © Foto: Armer/Jura-Museumm

In seiner Vitrine im Eichstätter Jura-Museum ist "Juravenator", einer der besterhaltenen Raubdinosaurier Europas, ganz alleine. Kinder sind oft verwundert über den "kleinen Dino", der nicht recht zu Vorstellungen von großen fleischfressenden Ungetümen passen mag. Was viele nicht wissen: "Juravenator" war ein Jungtier. Er teilt dieses Schicksal mit weiteren berühmten Fossilien wie dem Eichstätter Exemplar von Archaeopteryx. Wo waren die Elterntiere?

Waren die Dinosaurier der Jura-Zeit bereits nach dem Schlüpfen auf sich alleine gestellt? Diese und weitere Fragen stehen im Mittelpunkt des diesjährigen Archaeopteryx-Sommers. Die fünf Museumsleiterinnen und -leiter haben insgesamt 20 Fossilien und drei "lebende Fossilien" ausgewählt, die in den Ausstellungen mit eigenen Beschriftungen als Urzeitfamilien vorgestellt werden.

Fossilien-Fans können beim "Archaeopteryx-Sommer" auch wieder selbst aktiv werden. Im Flugrouten-Flyer können sie sich ihre Museumsbesuche abstempeln lassen. Wer drei der fünf teilnehmenden Museen besucht hat, kann sich ein eigenes Forscherdiplom ausstellen lassen.

Gewinnspiel passend zum Thema

Vom 21. Mai bis 30. September findet außerdem wieder der beliebte Kreativwettbewerb statt, bei dem man die fossilen Urzeitfamilien auferstehen lassen kann. Egal ob gemalt, geschnitzt, geschweißt, gesägt, als musikalische Komposition oder Gedicht: Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Beim Kreativwettbewerb 2020 hatten die Museen fast 140 Einsendungen erreicht.

"Wir waren total begeistert von der enormen Bandbreite an kreativen Zugängen zum Thema", zeigt sich Martin Röper, Leiter des Geozentrums Solnhofen, begeistert.


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Zu gewinnen gibt es dieses Mal – in Anlehnung an das Jahr 2021 – insgesamt 21 Jahreskarten für die teilnehmenden Museen: das Bürgermeister-Müller-Museum in Solnhofen, das Fossilien- und Steindruck-Museum in Gunzenhausen, das Museum Bergér in Eichstätt-Blumenberg, das Jura-Museum Eichstätt und das Dinosaurier-Museum in Denkendorf. Eine Auswahl der Einsendungen wird im Sommer im Foyer des Eichstätter Landratsamtes ausgestellt werden.

Die Museumsleiterinnen und -leiter freuen sich über die Neuauflage der Kooperation. "Wir sind im letzten Jahr richtig zusammengewachsen" sagt die Museumsleiterin des Jura-Museums Christina Ifrim. "Wie eine echte Urzeitfamilie eben", ergänzt Georg Bergér. Das diesjährige Motto des Archaeotpteryx-Sommers ist also durchaus mehrdeutig gemeint. "Die Corona-Pandemie hat uns allen gezeigt, wie wichtig soziale Bindungen und Gemeinschaft sind", betont Michael Völker, Leiter des Dinosaurier Museums in Denkendorf.

Vor diesem Hintergrund lag es nahe, 2021 die familiären Bande der urzeitlichen Bewohner des Altmühltals in den Mittelpunkt zu stellen. Die Museen-Familie ist dabei auch gewachsen: Das Fossilien- und Steindruck-Museum in Gunzenhausen ist neu im Team. Dessen Leiterin Jutta Schneider "freut sich sehr über den Austausch und die vielen neuen Kontakte."

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