Weißenburg macht mit

Fürs Klima auf die Straße gehen

21.9.2021, 06:02 Uhr
Den Klimastreik am Freitag unterstützt die Bürgerinitiative Klimaschutz und ruft zur Demonstration in Weißenburg auf. Unser Foto entstand bei der Klimaschutz-Kundgebung von Fridays for Future am Weißenburger Marktplatz im März 2019.

Den Klimastreik am Freitag unterstützt die Bürgerinitiative Klimaschutz und ruft zur Demonstration in Weißenburg auf. Unser Foto entstand bei der Klimaschutz-Kundgebung von Fridays for Future am Weißenburger Marktplatz im März 2019. © Robert Renner, NN

„Gemeinsam machen wir die Wahl zur Klimawahl“, heiß es in einer Presseankündigung. „Im ganzen Land und auf der ganzen Welt“ gingen Menschen am 24. September auf die Straßen – „für den Wandel, für Klimagerechtigkeit“.

Die Bundestagswahl sei entscheidend. Die Gesellschaft stehe hinter den Aktivisten. Klimagerechtigkeit werde das wahlentscheidende Thema. „Denn wir sind hier und wir sind laut – wir stehen gemeinsam auf für eine gerechte und konsequente Klimapolitik“, heißt es auf der Seite der deutschen Fridays-for-Future-Bewegung.

Diesem Protestaufruf der größten Jugend- und Klimabewegung unserer Zeit schließt sich die Bürgerinitiative (BI) Klimaschutz, die als Verein aus der Bürgerinitiative „Seenland in Bürgerhand“ hervorgegangen ist, an und ruft alle Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen auf, es ihr gleichzutun. „Gemeinsam mit zahlreichen anderen Organisationen und Verbänden gehen wir auch in Weißenburg für eine gerechte und konsequente Klimapolitik auf die Straße“, schreibt die BI in ihrem Pressetext.

Der Klimastreik am 24. September beginnt in Weißenburg um 14 Uhr mit einer Kundgebung am Marktplatz. Anschließend soll es eine Demonstration geben. Der Zug bewegt sich zunächst durch die Rosenstraße zum Ellinger Tor und weiter über die Nördliche Ringstraße zur Obertorstraße und zurück zum Marktplatz. Dort soll die Versammlung mit einer Abschlusskundgebung beendet werden.

Während der Versammlung soll der Abstand von anderthalb Metern fremder Personen zueinander eingehalten werden. „Das Tragen einer FFP2-Maske ist nicht mehr vorgeschrieben“, schreiben die Veranstalterinnen und Veranstalter. Jedoch bitten sie um „ein rücksichtsvolles und solidarisches Verhalten untereinander“ und appellieren „an einen verantwortungsvollen und der Pandemie angepassten Umgang“ der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Der Klimawandel ist längst in Altmühlfranken angekommen

Der Klimawandel und seine Folgen seien „auch bei uns im Landkreis längst angekommen und für jedermann sicht- und spürbar“, sind die Initiatoren überzeugt. Seit Jahrzehnten mahnten Expertinnen und Experten weltweit ein Umdenken an und forderten „immer lauter und verzweifelter die Politik zum Handeln auf“. Doch diese verschließe „weiterhin die Augen vor der drohenden Klimakatastrophe“, spiele auf Zeit, streite wissenschaftliche Tatsachen ab, schütze „lieber die großen Konzerne – die weltweit für über 70 Prozent der CO2-Emissionen verantwortlich sind“ – und subventioniere „diese auch noch anstatt sie endlich zu einem konsequenten Klimaschutz zu verpflichten“.

Die Initiatoren schreiben weiter: „Und auch hier vor Ort zeigt sich immer wieder, dass die vor allem CSU-dominierte Kommunalpolitik nicht umdenken kann oder will.“ Ohne Rücksicht auf Verluste würden Flächenfraß und Versiegelung weiter vorangetrieben. Statt auf wirklich erneuerbare und CO2-neutrale Energieträger zu setzen, halte „man stumpf an Biogasanlagen fest“ und sorge „somit für mittlerweile flächendeckende Agrarwüsten und einen dramatisch zunehmenden Artenschwund“.

„Die CSU verhindert in Bayern und bundesweit aktiv den Ausbau von Windenergie, stellt sich gegen Natur- und Umweltschutz“, kritisiert die BI. Die Christsozialen subventionierten „lieber europaweit Agrargroßbetriebe, anstatt mit Landwirtinnen und Landwirten vor Ort „für ein blühendes und zukunftsfähiges Bayern zu sorgen“.

Die BI Klimaschutz fordert die Politik auf, endlich zu handeln, und sie fordert alle Bürgerinnen und Bürger des Landkreises auf, von ihrem Stimmrecht am 26. September Gebrauch zu machen.

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