Gleich zwei Gruppen siegten

30.7.2018, 06:29 Uhr
16 Bewerbungen gab es diesmal für den Umweltpreis. Alle Teams wurden auch für ihr Engagement geehrt, schließlich ist jeder ein Sieger, der sich für Natur und Umwelt einsetzt.

16 Bewerbungen gab es diesmal für den Umweltpreis. Alle Teams wurden auch für ihr Engagement geehrt, schließlich ist jeder ein Sieger, der sich für Natur und Umwelt einsetzt. © Jürgen Leykamm

Denn es seien ja alles „junge Akti­vistinnen und Aktivisten“, die sich hier für den Erhalt der Umwelt eingesetzt haben, lobte Wägemann. Durch ihr Tun schärften sie das ökologische Bewusstsein in der Region. Alle zwei Jahre wird der Preis vergeben, bis Ende Mai gab es diesmal Gelegenheit, sich zu bewerben. Die große Resonanz ließ den Kreis tiefer in die Tasche greifen als sonst und das Preisgeld auf insgesamt knapp 4000 Euro aufstocken.

Heuer war insbesondere „Kreativität bei Umwelt- und Naturschutz“ gefragt – so das Motto. Am besten umgesetzt haben es laut der Jury gleich zwei Gruppen. Darunter eine „alte Bekannte“, die schon des Öfteren Rang eins für sich beanspruchen durfte: die Evangelische Landjugend Stetten. Sie sorgte durch die Entbuschung einer Sandgrube für eine Biotop-Renaturierung, legte drei Tümpel als Lebensraum für Gelbbauchunke, Wasser- und Grasfrösche sowie für Libellen an, baute aus morschen Baumstämmen Nistkästen und -röhren und hängte sie auf einer Streuobstwiese auf.

Ebenfalls erster Sieger darf sich das Kinderteam der Kreisgruppe des Bund Naturschutz nennen. Die Buben und Mädchen haben 120 Wildblumen­stauden und 21 Blühsträucher eingepflanzt und mit Brunnenwasser gegossen. Nach und nach soll aus der Fläche eine Blühwiese werden, die dann künftigen Generationen von Naturschützern für nachhaltiges Arbeiten zur Verfügung stehen soll. Bienen und Schmetterlinge freuen sich über eine wichtige Nektarquelle. Beide erste Sieger erhalten je 600 Euro.

Der mit einem halben Tausender dotierte zweite Preis ging an das Werner-von-Siemens-Gymnasium Weißenburg. Die Schüler des P-Seminars Geografie regen bei Infoveranstaltungen die Besucher dazu an, das eigene Verhalten in Sachen Fleischkonsum zu überdenken, und brachten auch ein eigenes Kochbuch namens „Veggie World“ heraus.

Dreimal Rang drei galt es ebenso zu vergeben. Einmal für den Gunzenhausen-Heidenheimer Kreisverband der Evangelischen Landjugend, die mit dem Flyer „Einfach Bienen retten“  schnelle Tipps hierfür bieten und selbst mit Nisthilfenbau und Wildblumensaat aktiv wurde. Hierfür gab es 400 Euro. Ebenso wie für die Alesheimer Storchenkinder vom Obst- und Gartenbauverein Alesheim. Die erst eineinhalb Jahre alte Kinder- und Jugendgruppe legte eine Wiese mit Ringel- und Wildblumen an, pflegte Beerensträucher, installierte ein Hochbeet mit Zuckererbsen für Insekten, baute für sie aus Dosen Nisthilfen und pflanzte Apfelbäumchen.

Wildblumenwiese und Meisenkästen

Über weitere 400 Euro darf sich die Gunzenhausener Grundschule Süd freuen. Ihrerseits wurde bereits 2002 ein Natur-Erlebnis-Schulgelände angelegt, das seither von den Kindern mitgepflegt wird. Mit Stecken von beachtlichen 1000 Krokuszwiebeln in die selbst betreute Wildblumenwiese, dem Anbringen selbst gebauter Meisen-Nistkästen oder dem Ziehen und Veredeln eingepflanzter Apfelbäumchen. Der vierte Preis (200 Euro) ging an die Montessori-Schule Weißenburg-Gunzenhausen – unter anderem baute Schüler Lennard Kopp eine Solaranlage zum Erhitzen von Wasser und sein Kamerad Peer Rosenthal eine „Abfalltrennmaschine“.

Die weiteren Preisträger sind die evangelische Kindertagesstätte „Un­term Regenbogen“ (Pappenheim), ihr katholisches Pendant St. Josef (Gunzenhausen), die Grundschulen Weißenburg und Pleinfeld, „Sonnenschein – das Haus für Kinder“ (Bergen), das Simon-Marius-Gymnasium (Gunzenhausen), die Realschule Weißenburg, die Kinder- und Jugendgruppe des Heimatvereins Büchelberg und die Stephani-Mittelschule (Gunzenhausen). Sie alle erhielten Geldpreise in Höhe von 100 beziehungsweise 50 Euro.

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