Dienstag, 22.10.2019

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Große Schauübung in Pappenheim

Die Feuerwehr zeigt zum Abschluss ihres Jubiläumsjahres ihr Können - 29.07.2019 05:07 Uhr

Das Auto musste nahezu vollständig zerlegt werden, damit die Feuerwehrler, die verletzte Person aus dem Wrack befreien konnten. © Foto: Peter Prusakow


Auf dem Pappenheimer Volksfest präsentierten sich die Feuerwehrler zum Abschluss noch einmal einem großen Publikum. Bei einer Schauübung wurde ein Rettungseinsatz nach einem Verkehrsunfall simuliert. Das Szenario erklärte Britta Schober als Moderatorin. Absetzen von Notruf, Sirenenalarmierung, Eintreffen der Feuerwehr und des Rettungsdienstes spielten sich unter Echtbedingungen ab.

Die Aufgabe war, einen eingeklemmten Fahrer mit Rettungsspreizer und -schere aus dem Auto zu bergen. Nach dem Herausschneiden der Türen zwickten die Einsatzkräfte auch noch das Dach des Unfall-Pkws ab, sodass der verletzte Fahrer mit dem Rettungsbrett sicher geborgen werden konnte.

Den ganzen Nachmittag über präsentierten sich auf der Wiese neben dem Bahnweg Polizei, Katastrophenschutz, Rettungsdienst und mehrere Feuerwehren mit ihren Fahrzeugen und Gerätschaften. Dabei gab es historische Feuerwehrfahrzeuge aus den 1950er-Jahren genauso zu besichtigen, wie die technisch hoch spezialisierten Einsatzfahrzeuge der großen Feuerwehren der Region.

Auch der Katastrophenschutz des Landkreises präsentierte seinen Einsatzleitwagen II, ein mit drei Arbeitsplätzen und Besprechungsraum sowie modernster Kommunikationstechnik ausgestattetes Fahrzeug für die Koordination von großen Schadensereignissen. Die Feuerwehr Monheim stellte ihren Anhänger mit einem riesigen Lüfter zur Schau und auch das Allroundfahrzeug in dem Schläuche für eine Strecke von bis zu 2000 Metern untergebracht sind.

Keine leichte Aufgabe: Für ihre Schauübung hatte die FFW Pappenheim ein Auto auf den Volksfestplatz gekarrt. Angenommen wurde, dass dort eine Person nach einem Unfall eingeklemmt ist und herausgeschnitten wurde. © Foto: Peter Prusakow


Für die Unterhaltung der Kinder sorgte die Hüpfburg der Allianz-Versicherungsagentur Marcus Wurm und mehrere Geschicklichkeitsspiele rund ums Thema Feuerwehr. Die finale Feier des Festjahres gab es dann am Abend im Festzelt mit den Abordnungen einiger benachbarter Feuerwehren und den Freunden aus der ungarischen Partnerstadt Iszkaszentgyörgy. "Den besonderen Einsatz von Menschen, die bereit sind Leib und Leben für andere einzusetzen, kann man in der Gesellschaft gar nicht genug feiern", betonte Schirmherr Albrecht Graf von und zu Egloffstein.

Wie Vereinsvorstand Maximilian Löffler und Florian Schütz vom Organisationsteam betonen, habe Graf Egloffstein zu allen Zeiten ein offenes Ohr für die Belange der Organisatoren gehabt. So konnten die Jubilare ihren Festabend im Ahnensaal auf der Burg feiern und für die Kreisjugendfeuerwehrtage am 20./ 21. Juni und die Fahrzeugschau am Volksfestsamstag stellte die Grafschaft eine Wiese neben dem Bahnweg zur Verfügung. Ganz besonders beeindruckt sind die Festorganisatoren, dass der Schirmherr die Kosten für die Feuerwehrstandarte zusammen mit einem schmucken und aufwendigen Fahnenband in voller Höhe übernommen hat.

Bürgermeister Uwe Sinn gratulierte der Jubelwehr zu ihren vielen gelungenen Veranstaltungen und bedankte sich auch bei den Vereinen und benachbarten Feuerwehren, die den Jubilaren durch ihre Beteiligung die Ehre erwiesen haben. "Nun ist unser 150-jähriges Jubiläum vorbei", verkündete Vorstand Maximilian Löffler, nachdem er sich bei allen Beteiligten bedankt hatte.

Beim Kameradschaftsabend wurde zwar noch kräftig gefeiert, eine Gruppe der Freiwilligen Feuerwehr Pappenheim sorgte aber für die Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft.

PETER PRUSAKOW

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